Defekter Stecker verhinderte Kauf einer Dyson für 500 €

Ein korrodiertes Ladekabel-Steckverbinderstück blockierte den Akku. Durch simples Kabelverbinden wurde der Sauger repariert und die Anschaffung einer neuen Dyson im Wert von 500 € vermieden.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Defekter Stecker verhinderte Kauf einer Dyson für 500 €
Reparatur des Steckers rettete den Staubsauger und sparte 500 €

Muss man wirklich einen Staubsauger wegwerfen, nur weil er nicht mehr lädt und der Akku angeblich „tot“ ist? Bevor man Geld ausgibt, lohnt sich ein Blick auf das Teil, das fast niemand prüft. Ein kabelloser Akkusauger Rowenta Air Force Extreme 25V zeigte keine Ladeaktivität mehr an, und die Besitzerin liebäugelte bereits mit einer Dyson für etwa 500 Euro. Die Diagnose zu Hause deutete jedoch woanders hin: Die männlichen und weiblichen Kontakte waren von einer weißen und grünen Schicht überzogen. Die Reparatur war einfach, und das Gerät funktioniert Jahre später immer noch.

Welchen Fehler versteckt ein nicht ladender Staubsauger?

Das Gerät stand auf einer sehr feuchten Terrasse und war dauerhaft eingesteckt, egal ob mit oder ohne Akku. Dieser Umstand führt laut dem Thread dazu, dass sich auf dem Metall der Stecker eine weißliche und grünliche Kruste bildet, die den Stromfluss verhindert. Die Eigentümerin ging davon aus, dass es am Akku lag und dass teure Marken länger halten. Der Ersatzakku kostet über 60 Euro, ein Preis, der bei einem solchen Gerät oft dazu verleitet, lieber gleich einen neuen Sauger zu kaufen als ihn zu reparieren – genau diese Denkweise führt zur großen Ausgabe.

Wer sich daran machte, hatte kein Voltmeter zur Hand und konnte auch keines schnell besorgen. Auch passte kein Schleifpapier in den Stecker. Die Hypothese, die als solche anerkannt wurde, war simpel: Wenn der Kontakt keinen Strom leitet, scheint der Akku tot, obwohl er funktionsfähig ist. Ein Forennutzer erinnerte daran, dass Sulfat dieselbe Kruste ist, die entsteht, wenn Batterien entladen sind und monatelang im Gerät bleiben.

Essig, Cola und 3-in-1: Was reinigt Kontakte wirklich?

Hausmittel wurden reichlich vorgeschlagen. Essig. Cola, mindestens zwölf Stunden einwirken lassen. 3-in-1-Öl und Kratzen mit einem dünnen Schraubendreher. Feines Schleifpapier, wie eine Zigarette gerollt, um es durch den Spalt zu schieben. Das Urteil von jemandem, der viel Erfahrung mit Feuchtigkeit in industriellen Umgebungen hat, war eindeutig: 3-in-1 und WD-40 sind Korrosionsschutzmittel, keine Elektronikreiniger, da sie Rückstände hinterlassen. Kontakte benötigen etwas, das rückstandslos verdunstet: Ethanol, Isopropanol oder ein kontaktspülmittel mit Null-Rückständen, direkt danach mit einer alten Zahnbürste abgerieben.

Für die Farbe gibt es zwei chemische Hinweise. Grün und Blau deuten meist auf Kupferoxid hin, dieselbe Patina wie bei Bronzestatuen; dies lässt sich mit Essig und Salz lösen, wobei nach gründlichem Spülen gewarnt wird: Verbleibendes Salz erzeugt wieder Oxidation. Die andere Möglichkeit ist, dass das Metall vernickeltes Messing ist und es sich nicht um Oxid, sondern um Sulfat handelt. Jede Variante erfordert ein anderes Mittel, und ein Fehler kostet einen neuen Stecker.

Wie erkennt man das Pluskabel des Ladegeräts?

Der Punkt, der alles blockierte. Im Staubsauger gibt es ein rotes und ein schwarzes Kabel, aber im Ladegerät sind beide weiß und ohne sichtbare Markierung. Die allgemeine Regel: Bei diesen Steckern geht das Plus zum zentralen Pin und das Minus zur äußeren Hülle, und der Transformator hat oft eine Zeichnung, die dies bestätigt. Hier gab es keine Zeichnung, keine nützliche Aufschrift und keine Möglichkeit, den Stecker zu zerlegen; die beiden weißen Drähte waren nicht unterscheidbar.

Zwei Abkürzungen schieden aus. Ein Kopfhörer-Stecker funktioniert nicht: Er ist für viel geringere Ströme ausgelegt. Und blindes Verbinden ohne Kenntnis der Polarität ist Roulette mit der Platine. Der zuverlässige Weg ist das Messen oder das Verfolgen der Lötstelle des zentralen Pins bis zur Platine und das Suchen des Plus-Symbols.

Was kostet die Reparatur im Vergleich zum Neukauf?

Die Zahlen, nebeneinander gestellt, erklären die Hartnäckigkeit. Ein Ersatzakku kostet über 60 Euro; eine Dyson liegt bei rund 500; ein einfacher Kabelstaubsauger ist für etwa 20 Euro zu haben; und neue Stecker kosten Centbeträge, auch wenn man sie bestellen muss. Die Reparatur des Kontakts war deutlich günstiger als die Anschaffung eines neuen Saugers.

Das Ergebnis: Lichter gehen an und jahrelanger Betrieb

Die Kabel wurden abisoliert, direkt an den Stecker des Ladegeräts angeschlossen und die Ladelichter gingen an. Der Akku war nicht defekt. Der Stecker war schuld. Das Gerät ist Jahre später immer noch betriebsbereit, mit verbundenen Kabeln und ohne die originalen Stecker. Wer an die Dyson dachte, hatte zudem keine 80 Euro fürs Telefon: Diese wurden schließlich gezahlt. Die Tarifverhandlung dauerte, aber der Preis sank von 80 Euro auf 35 beim Anbieterwechsel, mit besserer Empfangsqualität zu Hause als mit Verstärkern.

Reparieren als Gewohnheit: Schrumpfschlauch und Kabel, die nicht knicken

Das Gespräch wandte sich häuslichen Themen zu. Der Trick mit dem Schrumpfschlauch – Packungen mit zwanzig Stück für einen Euro in Basaren – um die Köpfe von Ladegeräten zu verstärken, die immer an derselben Stelle brechen. Man muss den Schlauch in der richtigen Größe finden, ihn kalt dehnen, um ihn über den Kopf zu ziehen, und dann erwärmen, damit er sich anpasst; längs schneiden schwächt ihn, daher ist dieser Weg ungeeignet. Auch kam die Wiederverwertung alter Ventilatoren zu Luftreinigern mit separat gekauften HEPA-Filtern zur Sprache. Billig aussehend, praktisch funktionierend.

Die Reparatur war selbstgemacht, kostete kaum etwas und vermied eine geplante Anschaffung von 500 Euro. Das eigentlich Teure an dieser Geschichte bleibt die Liste der Rechnungen, die niemand überprüft.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (201 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver