Debatte um M777 in der Ukraine: Zerstört vor dem Schuss

Forum diskutiert Verwundbarkeit leichter gezogener Haubitzen und Rolle von F35 und Tomahawk im Konflikt

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Debatte um M777 in der Ukraine: Zerstört vor dem Schuss
Leichte Haubitzen erreichen die Front und halten kürzer als ein Karamell in der Sonne

Der Debüt der westlichen leichten Artillerie in der Ukraine ist laut den Teilnehmern der Debatte in einer Farce geendet, die selbst das pessimistischste Drehbuch nicht unterschrieben hätte: Die Geschütze treffen ein, werden aufgestellt und zerstört, bevor sie feuern können. Eine leichte Haubitze ohne Panzerung ist nun einmal das, was sie ist. Sobald der Feind das Zugfahrzeug lokalisiert, hört das gesamte System auf, als Waffensystem zu existieren. Es ist nicht nötig, das Rohr zu zerstören: Die Unbrauchbarmachung des Fahrzeugs lässt das Material auf freiem Feld stecken, wo es niemand mehr per Hand in Deckung ziehen kann.

Die Erzählung vom vollen Erfolg kollidiert mit der beschriebenen Szene: verbogene Geschütze, ein abgekoppeltes Rohr in Feuerstellung und der Feind, der den Beschuss per Drohne korrigiert, um genau das zu erledigen, worauf es ankommt, die Lastwagen. Ohne Transport keine Munition, und ohne Munition ist ein M777 teurer Schrott mit weniger Rädern.

Warum ist eine leichte Haubitze an der Front so verwundbar?

Die Logik ist gnadenlos und hat nichts mit der Qualität des Rohrs zu tun. Gezogene Artillerie braucht Schutz, und der durch Gelände oder Luftdeckung bietet sich nicht in der erforderlichen Menge. Wenn der Feind die Luftüberlegenheit hat und die Front dicht ist, wird jede Batterie, die sich zeigt, innerhalb von Minuten entlarvt. Manche behaupten, diese Systeme seien für statische Verteidigungslinien geeignet; sie als Angriffsspitze einzusetzen, ist etwas anderes.

Überschussmaterial, das tonnenweise abgegeben wird, hat dieses Profil: billig, reichlich vorhanden und wegwerfbar. Die unbequeme Frage lautet, wer die Rechnung für das kaputte Material zahlt und wer ersetzt, was nicht einmal mehr als Ersatzteil taugt.

F35 und Tomahawk: Die Luftüberlegenheit, die nicht eintrifft

Der Sprung zum Himmel ist in jeder Diskussion über diesen Krieg unvermeidlich. Über Jäger der fünften Generation und Marschflugkörper wird spekuliert, als würden sie das Problem der Luftdeckung lösen. Das Problem ist, dass ein Jäger dieses Preises in numerischer Unterlegenheit und mit hastig ausgebildeten Piloten keine Lösung ist, sondern eine Quelle teurer Verluste.

Die Debatte um den F35 hat zwei klar definierte Lager. Einige beschreiben ihn als vernetztes Waffensystem, das in der Lage ist, vor Entdeckung zu erkennen und Raketen von entfernten Plattformen zu lenken; andere tun ihn als Berg aus Geld ab, mit geschleppten technischen Problemen und einem schlechten Kosten-Nutzen-Verhältnis im Vergleich zu erfahrenen und bewährten Jägern. Dazwischen bleibt die verstörende Tatsache: Der Großteil der russischen Jäger der neuen Generation existiert kaum in Stückzahl, während westliche Maschinen in Hunderten gezählt werden.

Präzision als Vorwand: Artillerie der Siebziger gegen bewegliche Ziele

Hier liegt der technische Knotenpunkt, der die Katastrophe erklärt. Sättigungsartillerie dient dazu, eine Panzerdivision breit zu schlagen, wo Treffer eine Sache der Statistik sind. Gegen zwei Lastwagen und drei bewegliche Geschütze wird die Feuervorhersage, die vor vierzig Jahren übernommen wurde, zur Lotterie. Wenn es trifft, ist es Zufall.

Der gezeichnete Kontrast ist brutal: Auf der einen Seite Salven, die Erde neben der Batterie hochwirbeln und den Bombardement fast im Fluss landen lassen; auf der anderen Seite Drohnenkorrektur und selektiver Vernichtungsschlag. Geführte Munition ist kein Luxus mehr, sondern der Unterschied zwischen einem Treffer und Lärm.



Die aufdrängende Schlussfolgerung ist für alle unbequem: Solange Material schneller bricht, als es ersetzt wird, zieht sich der Krieg nach Plan hin. Und wenn das eigentliche Ziel die Abnutzung des Gegners ist, wirkt die Abnutzung in beide Richtungen. Prognose mit Reserven: Die nächste Charge Geschütze wird etwas länger halten, wenn sie mit angemessener Deckung und Doktrin eintreffen. Wenn sie gleich eintreffen, wird das Ergebnis dieselbe Farce mit einer anderen Seriennummer sein.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (65 Antworten).

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