Curruca oder Txinbo: Vogel hinter Seifen- und Biermarken

Ein Nutzer erzählt von der Neugier auf die Curruca (oder Txinbo), einen Vogel, der ein Seife- und belgisches Bier benennt. Im Norden Spaniens im Winter häufig.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Curruca oder Txinbo: Vogel hinter Seifen- und Biermarken
Die Curruca, die dem Chinbo-Seife und einem belgischen Bier ihren Namen gibt

Ein kleiner, scheuer Vogel mit schönem Gesang und verwirrendem Namen. Die Curruca – oder Txinbo, oder Chimbo, je nach Tal – ist die Protagonistin einer Kuriosität, die bei einer häuslichen Gewohnheit beginnt und bei einer Flasche belgischem Bier endet. La Grisette, ein Bier, das nach dem Vogel benannt ist, half dabei, den Faden einer Art zu entwirren, die viele Hunderte Male gesehen haben, ohne sie zu identifizieren. Die Frage ist einfach: Ist es ein Txinbo oder eine Curruca? Und die Antwort lautet, wie fast immer in der Natur: Es kommt darauf an.

Was ist die Curruca und warum wird sie mit dem Txinbo verwechselt

Der Trivialname „Curruca“ fasst mehrere Arten kleiner, insektenfressender Vögel mit unauffälligem Gefieder und kunstvollem Gesang zusammen. Der Txinbo oder Chimbo ist eine dieser lokalen Varianten, die die Tradition je nach Region getauft hat. Im Norden Spaniens verschwimmt die Grenze zwischen den Namen, und was im einen Tal Curruca ist, ist im nächsten Txinbo. Die Verwechslung ist kein Fehler des Beobachters: Sie ist die Folge einer volkstümlichen Nomenklatur, die sich nie einigen konnte.

Die Erfahrung, die diese Neugier weckt, ist üblich: Den Vogel Hunderte Male gesehen zu haben, in Hügeln, Schluchten, Ufern und Gärten, ohne ihm einen Namen gegeben zu haben. Der Vogel ist scheu, bewegt sich im Dickicht und lässt sich nicht leicht sehen. Das erklärt, warum viele Naturliebhaber ihn jahrelang mit anderen Arten verwechselten. Er war nicht abwesend; er ließ sich nur nicht sehen.

Woher kommen die Namen Chimbo und La Chimbera

Der Name Chimbo ist nicht nur ornithologisch. In der Umgangssprache wurde der Begriff auf jedes Gerät ausgedehnt, das zum Fangen dieser Vögel diente. Das Druckluftgewehr, das zur Jagd auf Chimbos verwendet wurde, erhielt den Namen „La Chimbera“, ein Name, der mit dem Werkzeug selbst entstand und im Gedächtnis derer bleibt, die es benutzten. Es ist ein Beispiel dafür, wie die Volkssprache Objekte nach ihrer Funktion benennt, nicht nach ihrer Form.

Die Verbindung zu Bilbao ist älter als man denkt. Laut einem Teilnehmer waren Anfang des 20. Jahrhunderts, und sogar davor, die Gärten am Flussufer Schauplatz von Treibjagden, um diese Vögel von den Feldern zu vertreiben. Die Häufigkeit der Currucas auf diesen Grundstücken gab der Praxis ihren Namen und damit auch dem Vogel. Die Erinnerung an den Namen ist die Erinnerung an eine Landschaft, die es nicht mehr gibt.

Wo sieht man die Curruca und wann

Die Curruca ist besonders im Winter im Norden Spaniens häufig anzutreffen. Sie ist kein seltener oder gefährdeter Vogel: Sie ist da, in Hecken, an Feldrändern, in feuchten Wäldern und in der Nähe von Flüssen. Ihre Präsenz ist in der kalten Jahreszeit deutlicher, wenn viele andere Arten migrieren und sie bleibt. Das macht sie zu einer diskreten Begleiterin des Winters, leichter zu hören als zu sehen.

Der Gesang ist eines ihrer geschätztesten Merkmale. Wer ihn gehört hat, beschreibt ihn als schön, mit Variationen, die eine Unterscheidung von ähnlichen Arten ermöglichen. Die Kombination aus angenehmem Gesang und unauffälligem Gefieder macht sie so leicht zu übersehen: Man hört sie, aber man sieht sie nicht. Die Curruca ist ein Vogel, der eher akustisch als visuell wahrgenommen wird.

Der Wald als Zufluchtsort für die Curruca und andere Arten

Das Gespräch wandte sich den Wäldern des Nordens zu, jenen, die Buchen und Eichen, alte Kopfweiden und moosbedeckten Boden kombinieren. In der Gegend von Gorbeia, Kuartango, Araia und der Hochebene von Urkabustaiz hat die Holzfällertradition den Berg über Generationen hinweg geformt. Mischwiederaufforstungen und Kopfbaumwirtschaft haben Lebensräume geschaffen, in denen die Curruca neben vielen anderen Arten Schutz findet.

Manche behaupten, die Wälder im gebirgigen Navarra seien älter und schöner, mit großen Kopfweidenexemplaren und moosbedeckten Böden, die künstlich kaum nachzubilden sind. Im Herbst machen Pilze und Spaziergänge diese Orte zu einem wiederkehrenden Ziel. Die Curruca ist diskret Teil dieser Landschaft, ohne ihre Hauptdarstellerin zu sein.

Der Vogel, der ein Seife und ein Bier benennt

Nur wenige Vögel können damit angeben, ein Seife und ein belgisches Bier getauft zu haben. Die Curruca, oder Txinbo, hat es geschafft. Das Logo einer bekannten Seifenmarke bildet den Vogel ab, und ein Bier im Stil Grisette trägt seinen Namen auf dem Etikett. Die Übereinstimmung ist kein Zufall: Der Name des Vogels ist vom Feld in die Industrie gewandert, ohne seine Identität zu verlieren.

Diese doppelte kommerzielle Präsenz beweist, dass der Trivialname lebendig bleibt, obwohl die Art nicht immer identifiziert wird. Die Neugier, die dieses Gespräch eröffnet – ob der Vogel auf dem Logo ein Txinbo oder eine Curruca ist –, stellt sich jeder, der inne hält und das Etikett einer Flasche betrachtet. Der Vogel ist in der Flasche, aber nicht im Bewusstsein dessen, der sie trinkt.



Die Curruca ist kein seltener, exotischer oder schwer auffindbarer Vogel. Sie ist in Hecken, an Feldrändern und in den feuchten Wäldern des Nordens, besonders im Winter. Was fehlt, ist der Name: Curruca, Txinbo, Chimbo, je nach Tal und Generation. Wenn das nächste Mal jemand ein Grisette trinkt oder seine übliche Seife benutzt, könnte er das Etikett mit anderen Augen betrachten. Oder auch nicht.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (27 Antworten).

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