Ibex stürzt von 14.400 auf 8.500 Punkte

Der spanische Leitindex Ibex fiel von über 14.400 Punkten auf ein Tief bei 8.500. Eine Analyse der technischen Signale und Support-Level während des Crashs.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ibex verliert die Marke von 14.400 und sucht Halt zwischen 8.500 und 12.000

Der Ibex überwand die Marke von 14.400 Punkten, wobei das tägliche MACD-Signal einen Kauf anzeigte und der Blick auf den nächsten Widerstand bei 14.590–14.600 gerichtet war. Kurz darauf brach der Index unter 13.000 ein und gab mehr als 61,8 % der seit dem Tiefpunkt von 2002 kumulierten Gewinne ab. Zwischen der technischen Euphorie bei 14.400 und dem Tief bei 8.500 lag eine Abfolge von Niveaus, die jeden Support markierte, sobald er durchbrochen wurde – in einem Absturz, dessen Vertikalität selbst der Analyst nicht erwartet hatte.

Der Ausgangspunkt: Ein Aufwärtstrendkanal und ein Kaufsignal

Die Analyse begann mit einem konstruktiven Szenario. Nach dem Durchbrechen des Widerstands bei 14.380–14.400 steuerte der Ibex auf die Zone 14.590–14.600 zu, bestätigt durch das tägliche MACD-Kaufsignal. Ein kurzfristiger Aufwärtstrendkanal hatte seine Basis bei 14.150 Punkten, was als erste Verteidigungslinie fungierte.

Burney warnte damals bereits, dass er selbst nicht in den Aktienmarkt eintreten würde.

Die Kaskade der Supports: Von 13.500 bis zu 9.400

Der Einbruch wurde Niveau für Niveau gemessen. Der Support des Kanals fiel; danach folgten die Marken 14.000 und 13.840 (das vorherige Tief). Als der Ibex unter 13.500 fiel, war der nächste Puffer die Marke 13.000, die kein gewöhnlicher Wert war: Sie entsprach dem Höchststand des Jahres 2000. Bei explodierender Volatilität ersetzte man jede Idee eines festen Bodens durch eine bescheidenere Hypothese: die von potenziellen Zonen für Beginn von Gegenbewegungen.

Die entscheidende Referenz kam mit dem Fibonacci-Retracement. Die 9.400 Punkte markierten das 61,8 %-Niveau der gesamten Rallye seit dem Tief von 2002. Der Bruch dieser Marke wurde als Warnung interpretiert, jegliche Einstiege bis zur Zone um 8.000 aufzuschieben. Der Ibex ignorierte dies: Er berührte sogar 8.500, was ebenfalls als Support diente, und stützte sich zuvor auf die untere Begrenzung eines Abwärtstrendkanals, der als Sprungbrett für eine signifikante Erholung diente. Die Marke von 10.620 (dem 50 %-Korrektur-Niveau) blieb die Grenze zwischen einer normalen Korrektur und etwas deutlich Schlimmerem.

Warum wagten sich kaum Short-Positionen?

Das Paradoxon des Abschwungs bestand laut Burney darin, dass wenige gegen den Markt wetteten, obwohl die Indizes im freien Fall waren. Sein Argument: Bei so niedrigen Kursen und Gerüchten über weitere Zinssenkungen der Zentralbanken sei es schwierig, Short zu gehen. Die operative Praxis stützte sich auf Futures auf Santander. Verträge wurden in der Zone von 13,05 Euro verkauft, was als Pullback zu einem alten Support interpretiert wurde; man wartete auf den Bruch von 12,95, um nachzukaufen.

Im Nasdaq Composite fanden Käufer genau am 61,8 %-Fibonacci-Niveau. Bis hierher funktionierte das Lehrbuch. Der Verkaufsdruck bei Santander korrelierte mit seinem Support bei 12,30 Euro, sowie den Marken 14,10 bei BBVA und 21,00 bei Telefónica – die drei Schwergewichte, die den Boden des Index markierten.

Warrants, AMD und die Tücken gehebelter Produkte

Ein Forennutzer kaufte einen Warrant auf den Ibex mit Strike 12.500, der 30 % Gewinn in einer einzigen Sitzung brachte. Die Antwort war die klassische Warnung: Diese Instrumente sind tickende Zeitbomben. Ihr Wert wird von Laufzeit, Zeitwert und Volatilität bestimmt. Da der Markt extrem nervös war, schoss die Volatilität in die Höhe, sodass die Party jederzeit enden konnte.

Die aggressivsten Trades erfolgten in US-Tech-Aktien. AMD wurde bei 4,04 Dollar gekauft, nachdem versucht wurde, tiefer einzusteigen, um auf einen Flash-Crash zu wetten; verkauft bei 4,31, zurückgekauft bei 3,76. Bullische Divergenzen im täglichen MACD und RSI sowie in den Wochenindikatoren unterstützten die These, aber nichts garantiert Erfolg, wenn der Nasdaq beschließt, weiter zu fallen.

Panik-Volumina: Telefónica und Santander

Die Handelsdaten einer der angespanntesten Sitzungen zeigen extreme Volumina. Telefónica handelte 886.562.016 Aktien an einem Tag; Santander 731.439.842; Repsol 344.438.834; Iberdrola 284.660.641 und BBVA 101.103.766. Ein Nutzer fragte sich, ob das nicht absurd sei, und merkte an, dass weiterhin verkauft wurde.

An diesem Tag gab es auch ein Kalenderdetail, das viele übersehen: Das quartalsweise Auslaufen von Futures und Optionen, der sogenannte Triple Witching Day, fällt oft mit lokalen Hochs oder Tiefs zusammen. Es ist keine Magie, sondern Vertragsmechanik.

Während der Ibex von 8.500 aus prallte und der Nasdaq sich einer langfristigen Aufwärtstrendlinie näherte, lautet die Frage nicht, ob es einen Boden gab, sondern wie viele Anleger ihn innerlich aushielten, um es zu überprüfen. Die Niveaus waren klar definiert. Die mentale Stärke nicht.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (191 Antworten).

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