Citroën Ami: 34,99 €/Monat beworben, 10.056 € Gesamtkosten in Spanien

Der Citroën Ami wird ab 34,99 €/Monat angeboten, doch die Finanzierung in Spanien über 48 Monate erhöht den Gesamtpreis auf 10.056 € für einen Zweisitzer mit 45 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Citroën Ami: 34,99 €/Monat beworben, 10.056 € Gesamtkosten in Spanien
Citroën Ami: 34,99 €/Monat beworben, 10.056 € Gesamtkosten in Spanien

Zwanzig Euro im Monat. Auf dieser Zahl basiert die gesamte Erzählung rund um den Citroën Ami, ein elektrisches Quad, das in Frankreich als Lösung für die urbane Mobilität präsentiert wird und in Spanien deutlich mehr kostet, als das Schaufenster suggeriert. Denn der Einstiegspreis ist nicht der tatsächliche Preis: Laut dem Eröffnungsbeitrag des Threads muss man in Frankreich etwa 2.000 Euro vorab zahlen und dann rund 20 Euro pro Monat; das veröffentlichte Angebot beginnt jedoch bei 34,99 Euro monatlich mit einer ersten Zahlung von 3.757 Euro. Der „Hook“ der 20 Euro gehört eher zur Konversation als zum Vertrag.

Der Ami ist kein Auto. Es ist ein leichtes Zwei-Sitzer-Quad mit 70 Kilometern angegebener Reichweite und einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. Es lädt sich in drei Stunden an einer herkömmlichen Steckdose zu 100 % auf, ohne dass eine spezielle Ladestation installiert werden muss, wie im Thread argumentiert wird. Dort und auf der Rechnung endet die Idylle.

Was ist der Citroën Ami und welche Ausstattung bietet er?

Er trägt mehr, als es scheint. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von rund 140 Kilogramm – einer Zahl, die laut Eröffnungsnachricht bei zwei erwachsenen Insassen bereits ausgeschöpft ist – bietet der Ami einen hinteren Laderaum und zwei weitere Stauräume: einen am Fußraum des Beifahrers und einen hinter dem Fahrersitz, den ein Teilnehmer als gültig und legal für Taschen oder Rucksäcke beschreibt, da der Fahrer durch die Rückenlehne und der Beifahrer durch die vordere Position der Last geschützt sind. Es ist die Art von Detail, das man nur schätzt, wenn das Fahrzeug wirklich klein ist.

Die Ausstattung weist jedoch zwei offensichtliche Mängel auf, die von den Teilnehmern hervorgehoben werden. Der erste ist das Glasdach, eine Designentscheidung, die nach Meinung eines Forumnutzers in warmen Klimazonen die Kabine in ein rollendes Gewächshaus verwandelt; der vorgeschlagene Heimwerker-Fix besteht darin, es matt schwarz zu folieren und weiß zu streichen. Der zweite ist das Fehlen einer Klimaanlage, was Nutzer zwingt, den Ventilator eines Taxis aus einer anderen Ära wiederzubeleben. Keines davon ist ein kleines Detail, wenn das Auto acht Stunden lang in der Sonne geparkt steht.

Wie viel kostet der Citroën Ami in Spanien?

Hier ändert sich die Natur des Produkts. Die zitierte Finanzierung für Spanien, über PSA Finance und gültig bis zum 31.03.2023, beginnt bei 2 Euro pro Tag – 60,82 Euro pro Monat – in 47 Raten mit einer letzten Rate von 4.664,65 Euro. Der Nominalzinssatz (TIN) beträgt 10,15 % und der effektive Jahreszins (TAE) 12,04 %. Übersetzt: Anzahlung von 2.533,47 Euro, finanzierter Betrag von 5.464,17 Euro über 48 Monate und eine Gesamtschuld von 7.523,19 Euro auf einen Listenpreis (PVPR) von 7.790 Euro. Der Gesamtpreis bei Ratenzahlung schießt auf 10.056,66 Euro.

Barzahlung verbessert die Lage kaum: Laut den Zahlen im Thread kostet es 8.990 Euro plus Lieferung und Extras, mit bis zu 1.600 Euro Förderung durch den Plan Moves. Und die offizielle Website verlangt 200 Euro für die Lieferung nach Hause. Um die Zahl einzuordnen, genügt eine Datenangabe eines Teilnehmers: Im Jahr 2017 konnte man für 7.790 Euro einen Fiat Panda, einen Dacia Sandero oder einen benzinerbetriebenen Citroën C1 kaufen. Es waren schäbige Autos, aber sie waren Autos.

Kann man den Citroën Ami ohne Führerschein fahren?

Ja. Der Ami kann mit einem Mopedführerschein gefahren werden, ohne einen vollständigen Führerschein, und dies ist der Vorteil, der ihm gegenüber einem Nutzfahrzeug zugeschrieben wird. Die Kehrseite ist rechtlicher, nicht kommerzieller Natur: Dieselbe Regelung, die das Fahren ohne Führerschein erlaubt, schreibt eine Begrenzung der Geschwindigkeit auf 45 km/h vor. Dies wäre keine Entscheidung von Citroën, sondern der Rahmen, der die gesamte Kategorie definiert.

Dieser Rahmen steht kurz vor einer Änderung. Es wird über die Einführung des neuen Führerscheins B1 gesprochen, der es ermöglichen würde, Fahrzeuge bis zu 400 kg mit einer Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h ab 16 Jahren zu fahren. Wenn er kommt, haben Hersteller ein neues Segment zu füllen, und der Ami bliebe, wie er ist, am unteren Ende zurück.

Reichweite und Geschwindigkeit: die Schwachstelle

70 Kilometer angegeben. In der Praxis bleibt die Zahl laut Berechnungen im Thread zwischen 50 und 60. Für ein zweites städtisches Familienauto könnte es reichen; für alles, was bedeutet, das Stadtzentrum zu verlassen, tut es das nicht. Manche halten es mit dieser Reserve direkt für unpraktikabel.

Dann gibt es das Problem des Verkehrs. Den ganzen Tag mit 30 km/h durch eine Stadt zu fahren, ist auf dem Papier eine Sache und in der Realität eine andere: Einige argumentieren, dass Limits selten respektiert werden, es sei denn, es gibt Kameras oder dichten Verkehr, was die Reisezeiten verlängert. In Valencia, wo laut einem Teilnehmer 30-km/h-Zonen bereits Legion sind, stellt sich nicht die Frage, ob der Ami passt, sondern ob der restliche Verkehr ihn ohne Hupen toleriert.

Alternativen: Quads aus Barcelona, Bolivien-Modelle und austauschbare Batterien

Die Nische existiert und füllt sich. Laut einem Teilnehmer gibt es in Barcelona hergestellte Quads mit besseren Spezifikationen als der Ami: 90 km/h, 14 kW und austauschbare Batterien für 7.500 Euro, allerdings mit weniger raffiniertem Design und zu dünnen Reifen, die, wie gewarnt wird, die Straßenstabilität verringern. In Bolivien wird ein E4-Modell für rund 7.000 Euro angeboten, mit 100 Kilometern Reichweite, 55 km/h und drei Sitzen, laut derselben Beschreibung.

Die austauschbare Batterie ist das Stück, das, wie vorgeschlagen, das Spiel ändern kann: Sie ermöglicht das Laden zu Hause ohne Garage, das Tragen wie ein Trolley und sogar das Laden bei der Arbeit. Hinzu kommt die Idee flexibler Solarpaneele auf dem Dach, zwischen 150 und 300 Watt, die in der Lage sind, einen Teil der Ladung beim Parken in der Sonne zurückzugewinnen. Verfügbare Technologie, nicht serienmäßig angewendet.

Wenn der B1-Führerschein kommt und 90-km/h-Microcars bringt, bliebe der Ami das schwache Glied in der Kette. Außer der Preis sinkt. Und angesichts der Verträge scheint das nicht Teil des Plans zu sein.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (118 Antworten).

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