Freigegeben: Remote Viewing auf dem Mars vor einer Million Jahren
Was passiert, wenn ein Geheimdienst einen Hellseher ernst nimmt und ihn bittet, den Mars zu besuchen? Das Ergebnis landet in einer Akte, die Akte wird freigegeben, und jemand findet sie Jahre später. Das Dokument, öffentlich zugänglich in den CIA-Archiven, enthält eine Sitzung des Remote Viewings, bei der der Operator Pyramiden, Obelisken und eine alternde Zivilisation im Verfall auf dem Mars vor einer Million Jahren beschreibt. Er behauptet, mit diesen Wesen – die den Planeten durchquerten – gesprochen zu haben, woraufhin diese sich in eine andere Welt zurückzogen. Die Sprache ihrer Verständigung bleibt der Fantasie überlassen.
Was das Dokument über den Mars und seinen Atomkrieg sagt
Die Erzählung hat alles Flair eines B-Movies: eine sterbende Landschaft, geometrische Strukturen und eine erlöschende Rasse. Laut den Notizen existierte keine Vegetation mehr, was einer der Gründe war, warum diese Entitäten den Planeten verließen. Auf dieser Basis kursieren Behauptungen über einen angeblichen Atomkrieg auf dem Mars, abgeleitet aus der Analyse radioaktiver Isotope, bei dem eine Bombe von der Größe des Empire State Building die Atmosphäre entzündet hätte. Nichts davon wird unabhängig bestätigt. Es wiederholt sich, weil es gut klingt, nicht weil es bewiesen ist.
Das andere auffällige Thema ist die Mechanik des angeblichen Kontakts: Der Operator sieht nicht nur, er interpretiert auch fremde Ingenieurskunst und kommuniziert damit. Er reist vorwärts und rückwärts in der Zeit, als würde er eine Fernbedienung bedienen. Es ist die Art von Detail, die weniger an ein Geheimdienstexperiment denken lässt als an eine gut archivierte Schwindelnummer.
Warum die CIA für Remote Viewing bezahlte
Hier liegt der interessante Punkt, und es geht nicht um den Marsianer. Wie ein Teilnehmer argumentiert, wurde jedes Werkzeug, egal wie esoterisch, das einer Elite einen Vorteil gegenüber ihren Rivalen verschaffen konnte, untersucht und, wenn möglich, genutzt. Das US- und sowjetische Militär widmeten während des Kalten Krieges Jahre und Geld dem Remote Viewing innerhalb von Programmen wie dem Stargate-Projekt. Die CIA interessierte sich auch für den Gateway Process, eine Untersuchung des Monroe Institutes über binaurale Klangtechniken zur Erreichung veränderter Bewusstseinszustände. Die verbreitete Version dieses Berichts war unvollständig: Die letzte Seite fehlte. Solche Details nähren mehr Theorien als jede marsianische Pyramide.
Manche behaupten, die Agentur veröffentlichte solche Dinge absichtlich, wissend, dass halb Internet sie verbreiten würde, und dass die beste Methode, ein Thema zu entschärfen, darin besteht, es zur Lächerlichkeit zu erklären. Die gegenteilige Lesart ist langweiliger: Es wurden viele Kuriositäten mit öffentlichen Geldern bezahlt, und einige blieben schriftlich festgehalten.
Lücken in der Methode: Subjektivität und Bias
Das Verfahren wird präzise beschrieben: Dem Operator wird ein versiegelter Umschlag mit einem Ort und Datum gegeben, Fragen werden gestellt, und er erzählt, was er wahrnimmt. Im besten Fall trifft er den Ort; im schlechtesten füllt er die Lücken mit dem, was sein Unterbewusstsein sehen will. Manche behaupten, dass, wenn die Übung mit trainierten Personen und überprüfbaren Zielen durchgeführt wird, die Ergebnisse gelegentlich Aufmerksamkeit erregen. Das Problem ist, dass niemand weiß, wann der Operator etwas Reales sieht und wann er es sich ausdenkt. Als militärisches Mittel macht das es nutzlos.
Dazu kommt der Survivorship-Bias: Von tausend Geschichten erinnert man sich nur an die, die sich erfüllten. Wenn hunderttausend Mütter mit Söhnen im Kampf jeden Nacht dasselbe träumen, werden einige ihren Traum erfüllt sehen, und nur diese werden die Geschichte erzählen.
Warum UFOs nur schlecht aufgenommen werden?
Die Paradoxie ist alt. Berichte über bemannte Raumschiffe stammen hauptsächlich von Piloten, während die meisten Menschen nur eine unscharfe Lichtkugel ohne definierte Form sehen. Interessanterweise fällt das goldene Zeitalter der Sichtungen mit der Ära der Heimkameras mit schlechter Bildqualität zusammen, und jetzt, da jeder ein Smartphone-Kamera hat, heißt es, berühmte Begegnungen seien selten, obwohl ein anderer Teilnehmer antwortet, es gebe täglich Dutzende Handy-Aufnahmen. Vielleicht ist es Zufall. Vielleicht ist das Phänomen so flüchtig, dass es sich nicht von einem guten Sensor erfassen lässt.
Trojanisches Pferd, Clooney und Stranger Things
Es ist nicht das erste Mal, dass sensibles Material zur Popkultur wird. Die Saga Trojanisches Pferd von J. J. Benítez baute ihren ersten Teil auf einer Zeitreise in die Epoche Jesu von Nazareth auf. The Men Who Stare at Goats von Jon Ronson dokumentierte die Aktivitäten des First Earth Battalion und des Stargate-Projekts selbst. Das Montauk-Projekt inspirierte Stranger Things, und seine reale Existenz ist weiterhin umstritten. Wenn Fiktion und Akten so ähnlich sind, stellt sich nicht mehr die Frage, ob der Hellseher den Mars sah, sondern wer profitiert davon, dass wir es glauben.
Warum tauchen diese Papiere immer wieder auf?
Freigegebene Archive sind riesig, langweilig und werden kaum vollständig gelesen. Gelegentlich hebt jemand ein Dokument aus Jahrzehnten hervor und macht es zur Neuigkeit. Es sind öffentliche Informationen, die nie beworben wurden. Ein Teilnehmer betont, dass solche Leaks dazu dienen, eine Erzählung zu installieren und die Diskussion dorthin zu lenken, wo sie nützlich ist, und erinnert an frühere Moden – Anunnaki, Nibiru –, die spurlos verschwanden.
Mit diesen Zutaten vermutet jeder mit zwei Hirnzellen einen hochkarätigen Troll-Angriff. Der Nachteil ist, dass das Papier existiert, archiviert ist und von dort stammt, wo Dinge aufbewahrt werden, die man nicht erzählt. In die Vergangenheit zu reisen, um das Lotto-Gewinnlos zu kaufen, bleibt die offene Aufgabe.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (173 Antworten).