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Chinesisches Gericht: Homosexualität kann als 'psychische Störung' gelten
Ein chinesisches Gericht entscheidet zugunsten eines Verlags, der Homosexualität in einem Lehrbuch als 'psychische Störung' bezeichnete. Ein Rückschlag für die Rechte von LGBTI.
Ein Gericht in China hat entschieden, dass Gaiität als 'psychische Störung' gelten kann, ein früheres Urteil bestätigt und Empörung in der LGBTI-Community ausgelöst.
Ein Gericht in der Provinz **Jiangsu** im Osten Chinas hat grünes Licht für die Auffassung gegeben, dass Gaiität eine 'psychische Störung' sei. Die Entscheidung vom **9. Februar** dieses Jahres bestätigt ein früheres Urteil und weist die Berufung eines Klägers zurück, der diese Aussage in einem universitären Lehrbuch korrigieren lassen wollte. Das Gericht argumentierte, die Beschreibung beruhe auf 'Unterschieden in der Wahrnehmung' und stelle keinen sachlichen Fehler dar.
## Ein Urteil gegen die moderne Wissenschaft
Die **Chinesische Psychiatrische Gesellschaft** strich Gaiität **2001** von der Liste der psychischen Störungen. Weltweit geschah dies viel früher, **1973**, als das **Diagnostische und Statistische Manual Psychischer Störungen (DSM)**, die als Bibel der Psychiatrie geltende Klassifikation, sie nicht mehr als solche einstufte. Der Psychiater **Robert Spitzer** war entscheidend an dieser Neufassung beteiligt: Er ersetzte die Diagnose 'psychische Störung' durch 'Störung der sens Orientierung', die Fälle bezeichnet, in denen die sens Orientierung erhebliches Leiden verursacht.
## Der Fall mit dem Lehrbuch
Alles begann **2017**, als eine Person, die unter dem Pseudonym **XiXi** auftritt, den Verlag **Jinan University Press** und das Unternehmen **JD.com** verklagte. Der Grund: die Veröffentlichung und der Vertrieb eines Lehrbuchs von **2013** über psychische Gesundheitsbildung für Studierende, das Gaiität als psychische Störung einstufte. XiXi, ein 24-jähriger Mitarbeiter einer NGO, erfuhr am **22. Februar** durch seinen Anwalt vom Berufungsurteil. Er äußerte Enttäuschung über den Mangel an einem fairen Verfahren und über die Kommentare, die das Urteil unterstützten.
## Reaktionen und Enttäuschung
Diese gerichtliche Entscheidung hat in der LGBTI-Community starke Reaktionen ausgelöst. **Peng Yanzi**, Direktor von **LGBT Rights Advocacy China**, nannte das Urteil 'tief enttäuschend' und schädlich für die gesamte Community. Anerkannte er auch XiXis Mut im rechtlichen Kampf, so drückte er doch die allgemeine Bestürzung, Wut und Enttäuschung aus, die die Nachricht ausgelöst hat. Die beteiligten Verlage, Jinan University Press und JD.com, haben sich nicht dazu geäußert.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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