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Spanien hat die niedrigsten effektiven Verbrauchsteuern Europas
Die effektiven Verbrauchsteuern in Spanien sind die niedrigsten der EU, wie Analysen von El Economista und El Debate zeigen. Doch Einkommensteuer und Sozialabgaben treiben die…
Spanien, das Land mit der niedrigsten effektiven Mehrwertsteuer Europas: Wo bleibt die 'Steuershölle'?
Eine aktuelle Analyse, die in Wirtschaftsmedien kursiert, ordnet Spanien bei den effektiven Verbrauchsteuern am Ende Europas ein. Während die öffentliche Debatte voller Klagen über die Steuerlast ist, zeigen die Daten, dass die Mehrwertsteuer und andere indirekte Steuern weniger einnehmen als in jedem anderen EU-Land. Das Paradoxe hat einen Haken: Der Nominalsatz mag hoch erscheinen, doch Befreiungen und ermäßigte Sätze —bei Lebensmitteln, Verkehr, Wohnen— senken den effektiven Satz unter 15 %, gegenüber einem europäischen Durchschnitt von 20 %.
Die Illusion der 'Steuershölle'
Wer eine unerträgliche Last beklagt, meint meist die Einkommensteuer (IRPF) und die Sozialabgaben, wo Spanien tatsächlich weit oben liegt. Betrachtet man aber nur den Konsum, erscheint das Land als Paradies für Ausgaben. Die von Medien wie El Economista und El Debate zitierten Analysen schlüsseln auf, wie Vergünstigungen und ermäßigte Sätze —besonders bei Strom und Lebensmitteln— die Endrechnung drücken. Ironie der Politik: Dieselbe Regierung, die von "Steuergerechtigkeit" spricht, hält die Mehrwertsteuer auf Strom bei 10 %, obwohl die EU-Richtlinie bis zu 21 % erlaubt.
Und die übrigen Steuern?
Die Diskussion wird verworren, wenn man sie mit der Einkommensteuer vergleicht. Während manche darauf hinweisen, dass die gesamte Steuerbelastung zählt —wo Spanien auf dem europäischen Podium steht—, halten andere dagegen, dass der Konsum die ungerechteste Steuer ist und niedrige Einnahmen dem Durchschnittsbürger nicht nützen. "Ich zahle 100 % dessen, was von mir verlangt wird", fasst eine Analyse zusammen: Die Befreiungen kommen nicht bei allen gleichermaßen an. Das Ergebnis ist ein Steuersystem, das den Konsum kaum, das Einkommen aber stark belastet — mit einem Loch in der Pogre, das offenbar niemand schließen will.
Die Debatte lässt eine Frage offen: Wenn die Mehrwertsteuer so niedrig ist, warum fühlt sich der Warendorb nicht günstiger an? Die Antwort liegt, wie fast immer, im Kleingedruckten der Verbrauchsteuern und in der Inflation.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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