Die technologische und kostenseitige Überlegenheit chinesischer Hersteller im Elektrosegment ist ein unbequemer Spiegel für die westliche Industrie.
Neueste Informationen über chinesische Produkte, wie sie nach Besuchen europäischer Führungskräfte in diesem Markt kursieren, zeigen eine brutale Asymmetrie auf. Es werden Elektrofahrzeuge mit einer Reichweite von fast 500 Kilometern zu Preisen um die 15.000 Euro angeboten; eine Kombination, die laut mehreren Analysen für traditionelle westliche Marken unerreichbar ist.
Kosten des Wandels: Steuern vs. Produktionsmodell
Ein Großteil der Analyse kommt zu dem Schluss, dass das Hindernis nicht nur die Technologie ist, sondern auch das Steuer- und Produktionssystem. Während europäische Fahrzeuge einen geschätzten Aufschlag von 70 % aufgrund direkter und indirekter Steuern sowie Kosten wie ESG tragen, operieren chinesische Modelle mit einer anderen Struktur. Einige weisen darauf hin, dass die Wettbewerbsfähigkeit darin liegt, wie diese Schwellenländer ihre Lieferketten und Lohnkosten integrieren.
Europäische Eigenheiten: Die Bremse durch ständige Vorbehalte
Der kritischste Konsens besagt, dass Europa zwar auf Elektroantriebe setzt, aber durch eine endlose Reihe von Bedingungen gelähmt ist: höhere Steuern, um mit Verbrennern gleichzuziehen, die Notwendigkeit, veraltete Infrastruktur anzupassen, oder die Angst, die industrielle Basis des Verbrennungsmotors zu zerstören. Diese Lähmung, so argumentieren einige, ermöglicht es den asiatischen Wettbewerbern, ohne Gegenwind voranzukommen.
Die Vision ist klar: Während technologische Innovationen schnell kopiert oder erreicht werden können, hängt der kommerzielle Erfolg von einer operativen Struktur ab, die europäische Modelle derzeit offenbar nicht replizieren können. Die Betriebskosten, vom Grundgehalt bis zur steuerlichen Belastung, sind dort, wo sich die Distanz zwischen beiden Wirtschaftspolen zeigt.
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