Ceuta räumt den Strand Trampolín vor dem Besuch des Königs

Ceuta hat den Strand Trampolín nach drei Versuchen geräumt, kurz vor dem Königbesuch am 13. Die Regierung beziffert 9.000 Rückführungen und Abschiebungen seit August.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ceuta räumt den Strand Trampolín vor dem Besuch des Königs
Ceuta räumt den Trampolín vor dem Besuch des Königs

Die Räumung des Strandes Trampolín in Ceuta erfolgt nach drei gescheiterten Versuchen und einem Monat Druck. Die Operation, mit einem größeren Polizeiaufgebot als bei früheren Anlässen, fällt mit dem für den 13. geplanten Besuch des Königs und mit dem Wahltermin zusammen. Die Regierung beziffert die freiwilligen Rückführungen auf 8.223 und die Abschiebungen auf 453 seit dem 10. August, insgesamt mehr als 9.000 Menschen. Der Strand ist am Morgen sauber. Die Frage ist, wer die Reinigung bezahlt.

Drei Versuche und ein Sturm als Vorwand

Die Räumung ist nichts Neues. Vor einem Monat wurde sie bereits erfolglos versucht. Vor neun Tagen wurden die Verkaufsstände des Marktes abgebaut. Nun, mit verstärktem Polizeiaufgebot, wurde der dritte Angriff ausgeführt. Manche behaupten, der wahre Grund sei die Ankunft des Königs am 13. und dass der königliche Tross nicht mit diesem Bild konfrontiert werden solle. Andere verweisen auf einen Sturm mit starker Brandung im Mittelmeer, mit Wellen von bis zu zwei Metern, die für die Nacht zum 9. vorhergesagt wurden, als Grund für die Räumung. Die zeitliche Übereinstimmung nährt den Verdacht.

Der Müll und der Umweltschaden

Nach der Räumung bleiben Müllberge und ein Umweltschaden zurück, dessen Behebung lange dauern wird. Manche vergleichen das Gebiet mit Tschernobyl und fragen sich, wie viele Jahre vergehen werden, bis die Verschmutzung verschwunden ist. Der Strand Trampolín war bis vor kurzem eine improvisierte Siedlung, in der Hunderte Menschen in elenden Verhältnissen lebten. Jetzt ist es ein sauberes Brachgelände. Die Reinigung hat einen Preis, den niemand beziffert hat.

Freiwillige Rückführungen, Abschiebungen und Fluchten nach Marokko

Die offiziellen Zahlen sprechen von 8.223 freiwilligen Rückführungen und 453 Abschiebungen seit dem 10. August. Mehr als 9.000 Menschen insgesamt. Doch manche behaupten, viele reisen nach Marokko ab oder verstecken sich in den Wäldern, um nicht identifiziert zu werden. Die Fingerabdruck- und Fotoaufnahmen sind unbeliebt. Es wird spekuliert, dass die tatsächlichen Abschiebungen geringer sind als die offiziellen Zahlen und dass der stetige Abfluss anhalten wird, solange die eigentliche Lage nicht gelöst ist. Die offizielle Zahl ist das eine; die Wahrnehmung auf der Straße ist das andere.

Wahlen, Königsbesuch und Imagepflege

Die Wahl und der Besuch des Königs haben sich zeitlich überschnitten. Manche spotten: «Wenn Wahlen sind, fangen die Dinge an zu funktionieren». Andere halten die Räumung für eine Imageoperation: Der Strand soll blitzsauber sein, damit der königliche Tross keinen Dreck sieht. Die Frage ist, ob die Räumung endgültig sein wird oder ob die Bewohner, wie bei den beiden früheren Anlässen, zurückkehren werden, sobald sich die Polizei zurückzieht. Die jüngere Geschichte lädt zur Skepsis ein.



Die Räumung des Strandes Trampolín hinterlässt das Bild polizeilicher Effizienz und eine unbequeme Realität: drei Versuche in einem Monat, ein Königsbesuch am Horizont und mehr als 9.000 Menschen, die nicht mehr da sind. Hält die Operation an, wird Ceuta ein Kapitel abgeschlossen haben. Wenn nicht, wird es der vierte Versuch sein.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (76 Antworten).

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