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65 % des spanischen Kongresses, darunter Page und Barbón, machen Marokko für den Angriff auf Ceuta verantwortlich. Der PSOE steht allein gegen seine Partner und die Opposition.
Ceuta lässt den PSOE in der Minderheit: 65 % des Kongresses zeigen auf Marokko
Die Krise rund um den Massensturm auf Ceuta hat geschafft, was in einem zersplitterten Kongress unmöglich schien: 65 % der Abgeordneten teilen dieselbe Diagnose. Marokko stecke hinter der Migrationswelle, so die Mehrheit. Nur der Block des PSOE, 35 % der Kammer, hält an der offiziellen Version fest, die Rabat entlastet.
Die Isolation der Regierung ist nicht nur zahlenmäßig. Weder die Investiturpartner noch die Opposition kaufen der Moncloa, dem Amtssitz des Ministerpräsidenten, die Erzählung ab. Und das Bedeutendste geschah in der eigenen Partei: Regionale sozialistische Führungen wie Emiliano García-Page und Adrián Barbón haben sich von der offiziellen Linie distanziert und schließen sich der These der marokkanischen Verantwortung an.
Bolaños' Verteidigung und das Hintergrundrauschen
Minister für Präsidium und Justiz Félix Bolaños erhöhte am Donnerstag den Einsatz mit einer kategorialen Verteidigung des Regimes von Mohammed VI. Der Schachzug stellt die Exekutive bloß: Während die Minister Rabat loben, drehen ihnen die Abgeordneten den Rücken zu.
Parallel dazu kursieren politische Deutungen, die von der Schuld Dritter bis zu Spekulationen über eine angebliche Erpressung des Ministerpräsidenten durch Marokko mit Material aus einem Telefonhack reichen. Nichts davon ist bestätigt, aber allein die Tatsache, dass die öffentliche Debatte davon handelt, zeigt, wie viel Autorität die offizielle Erzählung verloren hat.
Die Frage, die auf dem Tisch bleibt: Kann eine Regierung auf Dauer eine Außenpolitik ohne parlamentarische Rückendeckung durchhalten? Die Ceuta-Krise hat den PSOE mit nur 35 % der Kammer hinter seiner Version zurückgelassen. In der Politik zahlt man solche Isolation meist irgendwann. Es sei denn, es tauchen Beweise auf, die heute nicht auf dem Tisch liegen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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