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Centeno warnte elf Jahre vor den Medien vor Spaniens Schulden
Der Ökonom Roberto Centeno veröffentlicht seit 2015 Analysen zu Staatsverschuldung, Renten und Corona unabhängig von den großen Medien.
Der Ökonom, der elf Jahre lang ohne Medienwarnung vor dem Loch warnte
Der Ökonom Roberto Centeno, ehemaliger CEO von CAMPSA, eröffnete im September 2015 einen eigenen Kanal, um seine Analysen abseits der großen Medien zu veröffentlichen. Er hielt diesen über viertausend Tage mit 1.815 Beiträgen aktiv. Dort postete er alles vom Artikel über das Selbstbestimmungsrecht gemeinsam mit Antonio García-Trevijano bis hin zu seinen Warnungen vor der Staatsverschuldung (Spanien), den Renten und dem Cobi19. Was passiert, wenn jemand mit einer Tribüne beschließt, dass die übliche Bühne nicht mehr ausreicht? Die Botschaft wird roher und schwerer zu ignorieren.
Die 43 Milliarden Euro, die im offiziellen Narrativ fehlen
Sein erstes großes wirtschaftliches Argument war der FLA (Fondo de Liquidez Autonómico). Seiner Analyse nach stellte dieser staatliche Finanzierungsmechanismus für die autonomen Regionen Katalonien 43.000 Millionen zinsfrei zur Verfügung. Das Ergebnis: Eine Regierung, die versprach, säumige Regionen zu sanktionieren, rettete am Ende die Region mit der stärksten Kapitalflucht. Diese Berechnung tauchte jedes Mal auf, wenn es um die regionale Verschuldung ging: Hier verschwindet das Geld nicht, es wechselt nur die Tasche.
Dazu kam die Arbeitslosigkeit ohne Sicherheitsnetz. Im Jahr 2015 bezogen mehr als 2,5 Millionen Arbeitslose weder Leistungen noch Unterstützung, und in diesem Jahr kamen weitere 500.000 hinzu. Die offizielle Arbeitslosenquote (Spanien) sei, so sein Argument, nur die statistische Spitze eines Problems, das sich unter der Oberfläche der erschöpften Leistungsansprüche zusammenbraut.
Renten und die Kasse, die Europa schließt
Im Laufe der Jahre verlagerte sich der Fokus nach Brüssel. Seine Analysen vom Juli 2020 argumentierten bereits, dass Deutschland den Geldhahn zudrehe und es kein Geld mehr für die Renten geben werde, wie man sie kennt. Der Kernpunkt blieb jahrelang derselbe: Ein Haushalt, der seiner Meinung nach Wachstum, Mittelschicht und das öffentliche Rentensystem zerstören würde.
Die Zahlen des Herbstes 2020 gaben ihm recht. November endete mit 354.877 weniger sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und 653.128 mehr Arbeitslosen. Seine Prognose war, dass mehr als 700.000 ERTES (kurzzeitige Arbeitslosengeld-Regelungen) in tatsächliche Entlassungen münden würden. Für die europäischen Alarmglocken sollte das spanische Haushaltsdefizit Ende 2022 die 8% überschreiten. Wer Centeno als Pessimisten abstempelte, musste erklären, warum die Daten ihm immer wieder recht gaben.
China und der Schulden-Tsunami, den niemand einpreist
Woher kam der globale Schock? Für Centeno aus China. Er behauptete, Chinas Wirtschaft verberge Probleme und überschätze ihr Wachstum, genau wie Spanien oder Griechenland, nur in einem Maßstab, der die ganze Welt mitreißen könnte. Eine Macht, die ihr BIP jahrelang schönredet, kann nicht korrigiert werden, ohne dass die Anpassung alle trifft.
Im März 2020 trieb er diese Logik auf die Spitze. Die Folgen des Cobi19, sagte er, wären schlimmer als die von 2008: Krankenhäuser am Rande des Zusammenbruchs, fehlende Reagenzien für Tests und wirtschaftliche Maßnahmen, die er für nutzlos hielt. Manche sehen darin Instinkt; andere sehen eine Apokalypse mit variablem Datum.
Vom Cobi19 zum 8-D: Wenn die Analyse zur Grabenkriegsführung wird
In der Endphase des Zyklus änderte sich der Ton. Seine Nachrichten zu den US-Wahlen 2020 betraten konspiratives Terrain: Sie warnten vor einem vermeintlichen globalistischen Putsch, hielten es für wahrscheinlich, dass der Supreme Court das Ergebnis kippen würde, und feierten die Aufnahme der ehemaligen Staatsanwältin Sidney Powell in Trumps Team. Solche Behauptungen sind durch keine Beweise gedeckt und entfernen sich von der ökonomischen Analyse zugunsten ideologischer Parolen. Es gilt, die makroökonomische Diagnose von der ideologischen Last zu trennen, die sie umgibt.
Was hält elf Jahre später stand?
Die entscheidende Frage ist nicht, ob er bei jeder Zahl recht hat, sondern warum ein Ökonom mit seinem Hintergrund einen eigenen Kanal einem Redaktionsbüro vorzog. Wenn das dominante Narrativ lautet, dass die Dinge besser laufen, als sie scheinen, klingt derjenige, der vor dem Loch warnt, immer wie ein Schwarzseher. Und manchmal hat der Schwarzseher recht. Andere Male schreit er nur lauter.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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