Capgemini und Inetum kündigen in Spanien 1.173 Stellenabbau wegen KI an
Zwei der größten Technologieberatungen in Spanien, Capgemini und Inetum, haben jeweils ein Massenentlassungsverfahren (ERE, das spanische Verfahren für kollektive Entlassungen) eingeleitet, von dem insgesamt 1.173 Beschäftigte betroffen sind. Capgemini schlägt 748 Stellenstreichungen vor (7 % von 11.000 Mitarbeitern), Inetum plant 425 (5 % der eigenen Belegschaft). Beide Unternehmen begründen die Kürzungen mit Automatisierung und den Produktivitätsgewinnen durch künstliche Intelligenz.
Die Zahlen des Abbaus
Laut Informationen von El Mundo vom 23. April 2026 plant Capgemini, 748 seiner 11.000 Beschäftigten in Spanien zu entlassen. Inetum kündigte seinerseits 425 Abgänge an. Zusammen ergibt sich das erste große ERE im Technologiesektor des Landes, das direkt mit KI in Verbindung steht. Die Betroffenenquoten von 5 % und 7 % zeigen, dass der Einschlag nicht marginal ist: Es handelt sich um erhebliche Kürzungen in Belegschaften digitaler Dienstleister.
Inetum schließt mit weniger Entlassungen ab
Am 2. Juni 2026 schloss Inetum sein ERE mit 10 % weniger betroffenen Beschäftigten als ursprünglich geplant ab, wie Muy Computer Pro berichtet. Das deutet darauf hin, dass Tarifverhandlungen oder interne Anpassungen die Auswirkungen verringerten – fest steht aber, dass 383 Menschen ihren Job bei dem Unternehmen verloren.
Das immer wiederkehrende Argument, KI werde neue Jobs schaffen, prallt an der Realität der Zahlen ab: Die Stellen, die sie bisher beseitigt, sind konkret, die versprochenen bleiben vage. Die Frage ist, ob diese Entlassungen der Auftakt zu einer größeren Welle sind oder eine punktuelle Anpassung, die die Branche durch Umsetzungen auffängt. Die nächsten EREs werden die Antwort liefern.
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