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Fünf neue Parteien für Spaniens Frente Amplio, von Batzarre bis zur Humanistischen Partei
Batzarre, Iniciativa del Pueblo Andaluz, Somos Asturies, Recortes Cero und die Humanistische Partei schließen sich Spaniens Frente Amplio an. Ein Forennutzer schätzt, dass alle zusammen…
Frente Amplio nimmt fünf Parteien auf, die kaum jemand kennt, und die 5%-Hürde erscheint in weiter Ferne
Im Rennen zu den Wahlen am 29. November in Spanien hat Frente Amplio fünf Gruppierungen aufgenommen, die – wenn man der ersten Reaktion glaubt – nicht einmal ihre eigenen Nachbarn identifizieren können: Batzarre, Iniciativa del Pueblo Andaluz, Somos Asturies, Recortes Cero und die Humanistische Partei. Statt Begeisterung auszulösen, hat die Ankündigung die Hintergründe jedes Kürzels offengelegt und eine unbequeme Frage aufgeworfen: Wie viele Stimmen kann dieses Konglomerat tatsächlich einbringen? Das Gespräch verlagerte sich schnell auf den sektiererischen Ursprung einiger dieser Gruppen und auf die Frage, wie es finanziell machbar ist, politische Strukturen ohne Wahlerfolg zu unterhalten.
Batzarre, Iniciativa del Pueblo Andaluz, Somos Asturies, Recortes Cero und die Humanistische Partei bilden das Quintett, das Frente Amplio in sein Projekt aufgenommen hat. Keine davon weist in Umfragen nennenswerte Zustimmung auf; manche behaupten sogar, dass sie zusammen im besten Fall 500 zusätzliche Stimmen ergattern könnten. Somos Asturies, so heißt es, habe „höchstens 100 Mitglieder“, und seine einzige bekannte institutionelle Vertretung stammt von einer ehemaligen Podemos-Abgeordneten, die ihr Mandat verloren hat. Die Humanistische Partei wiederum wird von mehreren Forennutzern als Sekte mit rund 500 Mitgliedern in ganz Spanien beschrieben, stets bereit, in linken Bündnissen zu fischen, ohne dass jemand so recht weiß, wofür sie steht.
Der Fall Recortes Cero verdient einen eigenen Abschnitt. Nach Angaben eines Forennutzers handelt es sich um die Unificación Comunista de España (UCE), eine maoistische Organisation, die unter einem Tarnnamen agiert. Die Unterscheidung ist wichtig: Die PCPE sind pro-sowjetisch, während die UCE maoistisch ausgerichtet ist. Nur jemand mit sehr wenig politischem Gespür, so das Argument, käme auf die Idee, einen historisch aufgeladenen Namen wie „Partido Comunista de los Pueblos de España“ gegen „Recortes Cero“ zu tauschen. Zudem wurde die Gruppierung von einem Teilnehmer mit einer Sekte in Verbindung gebracht, die sich an Drogenabhängigen bereicherte, sie von der Straße auflas und entwöhnte – ein Element psychologischer Kontrolle, das dem Image des Bündnisses nicht gerade zuträglich ist.
Auch die Humanistische Partei kommt schlecht weg. Nach Angaben eines anderen Forennutzers ist sie der politische Arm der Silo-Sekte, auch Siloistische Bewegung oder Botschaft von Silo genannt, die als Sekte mit psychologischer Kontrolle bzw. als destruktive Sekte eingestuft wird. Zu ihrer Geschichte gehört es, in linken Bündnissen herumzuwühlen, ohne dass jemand etwas über sie weiß – außer an der Spitze. Die Ironie über den Begriff „humanistisch“, angewandt auf Regime wie die von Stalin, Pol Pot, Mao oder Fidel Castro, schwebt über dem Gespräch.
Die wirtschaftliche Tragfähigkeit dieser Gruppierungen ist ein weiteres Thema. Woher nehmen sie das Geld, um sich so lange zu erhalten, obwohl nicht einmal ihre eigenen Verwandten sie wählen? Die Frage ist nicht rhetorisch gemeint: In Spanien gibt es eine enorme Zahl politischer Parteien, von denen noch nie jemand gehört hat und die dennoch weiterbestehen. Manche behaupten, das ganze Manöver sei eine Inszenierung, um die Stimmen auf die PSOE zu konzentrieren, und dass Funktionäre ohne Mandat in institutionelle oder europäische Posten umgesetzt würden. Andere hingegen sehen darin eine großartige Nachricht: Die Linke zersplittert, und diese neue Partei wird den anderen Stimmen abnehmen.
Die Unterschriftenanforderung für die Kandidatur ist ein weiteres Hindernis. Um bei Wahlen anzutreten, benötigen diese Parteien eine bestimmte Anzahl von Unterstützungsunterschriften, die auf den ersten Blick schwer zusammenzubekommen sein dürfte. Woher sie diese nehmen wollen, bleibt offen.
Der Konflikt mit Podemos schwebt über Frente Amplio. Das Gruppenfoto zum 29. November – mit Urtasun, Martínez, Bustinduy, Delgado, Colau, Tesh Sidi und Valero – lässt die Lilafarbenen außen vor, was als Versuch gedeutet wird, den Konflikt zu vergessen. Podemos ist als Partei tot, heißt es, und ohne einen letzten-Minute-Schummelzug holt es vielleicht nicht einmal einen Sitz. Die Alternativ-Parteien werden auch nicht viel Erfolg haben: grob 10 bis 15 Sitze, während sie sich gegenseitig die Sessel vom Leib reißen.
Das Gespräch driftet zur Verwendung von „Faschist“ als Beleidigung und zum Konflikt um Ceuta, wo den Bewohnern von Ceuta Faschismus vorgeworfen wurde, weil sie nicht überrannt werden wollten. Das sind die Randnotizen einer Debatte, die Politik, Sekten und Wunschrechnungen vermischt. Unterdessen sammelt Frente Amplio weiter Kürzel ein, die – Stand dieser Diskussion – offenbar keine Stimmen einbringen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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