Buxadé behauptet, Sánchez habe Scharfschützen nach Hospitalet gebracht

Der Vox-Europaabgeordnete Jorge Buxadé wirft Pedro Sánchez vor, Elite-Scharfschützen nach Hospitalet mitgenommen zu haben, was die Debatte über Sicherheitskosten verschärft.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Buxadé behauptet, Sánchez habe Scharfschützen nach Hospitalet gebracht
Buxadé behauptet, Sánchez habe Scharfschützen nach Hospitalet gebracht

Der Sicherheitsaufwand, der Pedro Sánchez bei seinen öffentlichen Auftritten begleitet, ist nicht mehr diskret, so berichten Beobachter vor Ort. Bei seinem Besuch in Hospitalet de Llobregat bewegte sich der Regierungschef im Schutz von Beamten mit Maschinenpistolen und, laut dem Vox-Europaabgeordneten Jorge Buxadé, mit Elite-Scharfschützen auf den Dächern. Das Bild, das Buxadé verbreitete, steht im Gegensatz zu seinem Bild des Viertels: Anwohner, die seiner Aussage nach „sich auf den Straßen unsicher fühlen“ und die als „Reaktionäre“ abgestempelt werden, wenn sie sich beschweren oder sich wehren.

Diese Szene ist nicht neu. Man erinnert sich an ähnliche Einsätze beim PTA in Málaga seit 2018 mit Überwachung auf den Dächern. Was sich jedoch geändert hat, ist der politische Kontext: ein Präsident, der Sicherheit zur Inszenierung und Inszenierung zum Wahlkampfargument gemacht hat.

Was in Hospitalet geschah und Buxadés Vorwürfe

Die Grundlage ist ein Tweet von Buxadé, in dem er behauptet, Sánchez „nehme sogar Elite-Scharfschützen mit“, während die Anwohner des Viertels ohne Schutz der Unsicherheit ausgesetzt seien. Der Vorwurf wird nicht durch eigene Aufnahmen des Einsatzes untermauert, wohl aber durch die Feststellung, dass das Sicherheitsdispositiv bewaffnete Leibwächter mit Gewehren umfasst.

Der Vergleich des Europaabgeordneten ist deutlich: maximaler Schutz für den Präsidenten, Schutzlosigkeit für den gewöhnlichen Bürger. Er schließt mit einer Warnung: Wer sich beschwert oder anzeigt, wird etikettiert. Dies ist der Rahmen, in dem sich ein Großteil der anschließenden Diskussion bewegt.

Die Kosten der Reisen und wer sie zahlt

Das wirtschaftliche Argument wird schnell laut. Jede Reise dieser Art mobilisiert Dutzende von Beamten, Fahrzeugen und Überwachungsmaßnahmen. Einige schätzen, dass jeder Einsatz Tausende von Euro kostet, und stellen dies der steuerlichen Verfolgung von Selbstständigen oder Nachbarn gegenüber, die keine Rechnungen ausstellen. Diese Asymmetrie sei kein Detail, sondern das Modell.

Die Kritik richtet sich nicht nur gegen den Präsidenten, sondern auch gegen die Polizeistruktur, die den Einsatz plant und ausführt. Es wird argumentiert, dass kein Polizeiführer die offensichtliche Alternative vorschlägt: den Tross auf zwei unbewaffnete Leibwächter zu reduzieren und mit gutem Beispiel voranzugehen. Die Frage, die im Raum steht, ist, warum das nicht geschieht. Die Antwort, die man leise flüstert, ist, dass die Trägheit des Amtes schwerer wiegt als jedes Vorbildprinzip.

Von Mussolini bis Ceaușescu: die gezogenen Parallelen

Das Repertoire an historischen Vergleichen ist breit gefächert und nicht gerade schmeichelhaft. Mussolini, Ceaușescu und „Der Pate“ werden genannt. Die Grundidee ist, dass ein Anführer, der Scharfschützen auf den Dächern braucht, um ein Arbeiterviertel zu betreten, die Verbindung zur Bevölkerung, die er zu vertreten vorgibt, verloren hat. Das ist keine neue These, aber die visuelle Verpackung – Maschinenpistolen, Dächer, gepanzerte Eskorten – verleiht ihr eine unangenehme Literalität.

Dem gegenüber steht eine andere Strömung, die behauptet, die Bedrohung sei real. Sánchez selbst hat politische Gewalt öffentlich mit Vorfällen wie dem Angriff auf die dänische Premierministerin verknüpft; in diesem Rahmen wäre verstärkter Schutz kein Wahn, sondern Protokoll. Das Problem, entgegnen Kritiker, ist, dass ein Sicherheitsprotokoll nicht zum Wahlkampfthema werden sollte.

Die Verschwörungstour: Mossad, Opus und interne Dynamiken

Im Verlauf der Diskussion verschiebt sich der Fokus vom Polizeieinsatz hin zu Theorien darüber, wer dahintersteckt. Es fallen Erwähnungen des Mossad, des Opus Dei, der CIA und von Sektoren innerhalb der PSOE (der spanischen Sozialistischen Arbeiterpartei), die – angeblich ohne Beweise – einen traumatischen Abgang nicht schlecht fänden. Es handelt sich um Spekulationen ohne Belege, wie sie über jeden Anführer mit erklärten Feinden kursieren.

Auffällig ist die Wendung des Arguments: Sollte dem Präsidenten etwas zustreßen, so heißt es, würde man es einfach als Attentat verkaufen. Es ist die klassische Logik des Verschwörungstheoretikers, der über die Verschwörungen anderer lacht. An diesem Punkt handelt die Diskussion nicht mehr von Scharfschützen, sondern von Filmen.

Der internationale Kontext in der Gleichung

Parallel dazu wird der Fall Mexiko zitiert: 37 ermordete Kandidaten während des Wahlprozesses, so die vorliegenden Daten, wobei 42 % der Opfer einer Koalition und 30 % einer anderen angehörten. Der Vergleich dient dazu, zu unterstreichen, dass politische Gewalt keine Laborsituation ist. Er soll auch daran erinnern, dass es Länder gibt, in denen der Schutz eines Kandidaten nicht ausreicht, um sein Leben zu retten.

Der Kontrast zu Spanien ist offensichtlich, und das ist genau die Schlussfolgerung, die gezogen wird: Hier ist das Problem nicht, dass der Präsident getötet wird, sondern dass der Präsident seine eigene Sicherheit in ein Spektakel verwandelt hat, das das Narrativ der permanenten Ausnahme nährt.



Die am häufigsten wiederholte Vorhersage ist nicht, dass ihm etwas zustößt, sondern dass dies so endet wie bei der Figur, der er am ähnlichsten ist: mit einem brennenden Land an anderer Stelle, während er irgendwo unter Palmen seine Rente bezieht. Das mag übertrieben sein. Das mag es auch nicht sein.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (101 Antworten).

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