BrainStorm: NurOwn verfehlt ELA-Ziele, FDA-Antrag folgt

BrainStorm Therapeutics Aktie stieg von 4 auf 17 Dollar, doch der Phase-III-Test für NurOwn gegen ALS verfehlte die statistische Signifikanz.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Von 4 auf 17 Dollar und ein Test, der das Ziel verfehlte

Die vielversprechendste ALS-Therapie seit Jahren scheiterte knapp an den statistischen Anforderungen. BrainStorm Therapeutics, ein israelisches Biotech-Unternehmen, das die Plattform NurOwn auf Basis mesenchymaler Stammzellen entwickelt, präsentierte vorläufige Ergebnisse seiner Phase-III-Studie zur Amyotrophen Lateralsklerose (ALS), erreichte jedoch keine statistische Signifikanz. Die Enttäuschung ist umso größer nach dem Kursverlauf: Die Aktie kletterte von 4 Dollar in wenigen Monaten auf fast 17 Dollar, mit Zwischenstationen bei 6,33, 13,5 und 14,5. Wer früh kaufte und hoch verkaufte, machte Gewinn. Wer auf eine beschleunigte Zulassung hoffte, wartet weiter.

Was ist NurOwn und wie soll es ALS stoppen?

Das Verfahren ist kein klassisches chemisches Medikament. Dem Patienten werden mesenchymale Stammzellen entnommen, jene mit der stärksten entzündungshemmenden und neuroprotektiven Wirkung ausgewählt, im Labor vermehrt und wieder injiziert. Die kommerzielle These war einfach: Solange der Patient behandelt wird, schreitet die ALS oder Multiple Sklerose nicht fort oder tut dies deutlich langsamer.

Der technische Aspekt ist wichtig und wurde oft betont. NurOwn bildet keine neuen motorischen Neuronen: Es erhält die bestehenden lebendig und rettet die erkrankten. Daher ist die Verbesserung nicht kumulativ und der Patient benötigt regelmäßige Dosen. Es ist keine Heilung, sondern eine Bremse. Und der Unterschied zwischen Bremsen und Heilen ist an der Börse der Unterschied zwischen 4 und 20 Dollar.

Warum stieg die Aktie von 4 auf 17 Dollar?

Die Katalysatoren häuften sich. Die Verpflichtung einer erfahrenen Führungskraft von Biogen als globale Leiterin der klinischen Forschung nährte Gerüchte über eine Lizenzierung oder Übernahme durch einen großen Pharmakonzern: Das Unternehmen ist zu klein, um die Therapie weltweit herzustellen und zu vertreiben. Hinzu kam der Druck der Patienten, mit Demonstrationen vor dem Weißen Haus für eine vorzeitige Zulassung, sowie der legislative Weg der bedingten Zulassung.

Es lagen Zahlen vor. Ein Unternehmen in Phase III gegen eine Krankheit ohne verfügbare Behandlung wurde, nach gängigen Berechnungen, mit einer Marktkapitalisierung zwischen 400 Millionen und 1 Milliarde Dollar bewertet, je nachdem, wie der Markt die Erfolgsaussichten einschätzte.

Die andere Seite reicht zehn Jahre zurück. Die Höchststände von 8,10 Dollar im Juni 2011 und 7,50 im Dezember 2014 führten dazu, dass der Preis wieder am Ausgangspunkt landete. Der skeptische Befund war vernichtend und nicht unbegründet: revolutionäres Prototyp, Pump, Stille, der Test besteht die entsprechende Phase nicht und die Aktie bleibt Penny-Aktie. Das Geld solcher Firmen, so das Argument, stammt von denen, die den schnellen Gewinn mit mehr Enthusiasmus als Information verfolgen.

Die Phase-III-Studie: Was sagen die Ergebnisse genau?

Die vorläufigen Daten erreichten im primären Endpunkt keine statistische Signifikanz. Doch die Unternehmensmeldung bot eine alternative Lesart: In der vordefinierten Untergruppe mit früher Erkrankung zeigte NurOwn eine relevante klinische Antwort. Das heißt, frisch diagnostizierte Patienten bremsten den Fortschritt spürbar im Vergleich zum Placebo.

Das Problem ist eher ökonomisch als wissenschaftlich. NurOwn ist eine teure Therapie in Herstellung und Verabreichung, personalisiert für jeden Patienten. Wäre sie billig und leicht zu produzieren, hätte die US-Regulierungsbehörde sie mit diesen Daten wahrscheinlich ohne Diskussion zugelassen. Mit diesen Daten und diesen Kosten ist die Zulassung keineswegs garantiert.

Expanded Access: Das Signal, das von der FDA kam

Das Unternehmen kündigte ein Programm für erweiterten Zugang für Teilnehmer der Phase-III-Studie an. Das Detail hat regulatorische Relevanz: Für dessen Angebot ist eine Genehmigung der FDA nötig, und deren Erhalt impliziert, dass die Behörde die Akten derzeit positiv prüft.

Der zweite Pfeiler ist die Multiple Sklerose. Die Phase-II-Ergebnisse bei pogre MS waren positiv: Nachgewiesene Sicherheit und vorläufige Wirksamkeitsbelege, mit Biomarker-Analysen, die konsistente Effekte auf Neuroinflammations- und Neuroprotektionswege zeigten. Das Unternehmen bekräftigte zudem seine Absicht, bei der FDA die Zulassung der Therapie für ALS zu beantragen, überzeugt davon, genug Informationen für bestimmte Patientenprofile zu haben. Am 27. September ist ein Treffen mit dem Regulierer festgelegt, die endgültige Entscheidung könnte bis Jahresende fallen.

Was kann jetzt mit der Aktie passieren?

Das bullishe Szenario ruht auf drei Säulen: dem bereits gewährten erweiterten Zugang, den guten Daten bei Multipler Sklerose und einem möglichen globalen Vertriebspartner, dessen Konditionen laut Präsentationen weit fortgeschritten sind. Jede solche Ankündigung würde den Preis bewegen, bevor das regulatorische Urteil fällt.

Das bearishe Szenario stützt sich auf dieselben Faktoren, die den Kurs im Oktober stürzten: ein teures Produkt, eine Indikation mit schwachem statistischem Ergebnis und eine Behörde, die Unsicherheit selten belohnt. Dazwischen liegt die klinische Lesart, die einzige, die vom Markt unabhängig ist: Es gibt Patienten, die Mobilitätsverbesserungen während der Behandlung berichten, und Studienteilnehmer, die sie über den erweiterten Zugang weiter erhalten können – und das ist, bei null zugelassenen Alternativen, immer noch das schwerst widerlegbare Faktum.

Angesichts der Lage ist es sinnvoll, weder die Zulassung als tot noch die Erholung als sicher zu betrachten. Die FDA-Entscheidung und die Bekanntgabe des Vertriebspartners sind die beiden verbleibenden Schalter. Kommen beide, hat der Durchhalter recht; kommt nur einer, hängt es von der Reihenfolge ab. Und kommt keiner, bleiben die MS-Daten für einen erneuten Versuch.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (150 Antworten).

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