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Bitcoin: Warnung von 2014 und Kurs bei 4.230 Dollar
Diebstahl von 750.000 Bitcoin im Jahr 2014 löste Warnungen vor Betrug aus. Drei Jahre später stieg der Kurs auf 4.230 Dollar.
Bitcoin: Vom Pyramidenscheme-Verdacht zu 4.230 Dollar
Im Februar 2014 stahlen Hacker 750.000 Bitcoins, was 6 % der gesamten Umlaufmenge entsprach. Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) warnte vor Risiken für Verbraucher, während die Funcas-Stiftung feststellte, dass keine Garantie für die Rückgewinnung eingezahlter Gelder bestehe. Der Preis hänge davon ab, ob in Zukunft Käufer auftauchen. Drei Jahre später geschah genau das: Im November 2017 notierte Bitcoin bei 4.230 Dollar.
Was passierte mit den 2014 gestohlenen 750.000 Bitcoins?
Der Diebstahl im Februar 2014 war kein isolierter Unfall, sondern der erste ernsthafte Belastungstest des Systems. EU-Behörden betonten damals, dass die Währung nicht gedeckt sei, ihr Preis extrem volatil und ihr Wert allein vom Vertrauen künftiger Käufer abhängig. Javier Alonso, Generaldirektor für Operationen, Märkte und Zahlungssysteme der Banco de España, erklärte technisch die Ausgabe: Das Mining besteht darin, ein mathematisches Problem pro Transaktion zu lösen und neue Bitcoins an den schnellsten Computer zu verteilen.
Das Problem ist für Skeptiker nicht der Algorithmus: Es gibt keine zuständige Autorität dahinter. Niemand garantiert den Wert. Wenn Geld verschwindet, gibt es keine Anlaufstelle für Beschwerden. Dieses Vakuum ist zugleich Kritikpunkt und Verkaufsargument.
Warum ließ die Betrugswarnung den Preis nicht fallen?
Weil die Warner laut Befürwortern einen offensichtlichen Interessenkonflikt hatten. Zentralbanken sehen Kryptowährungen als direkte Konkurrenz zum Geschäft der Geldausgabe; institutionelle Warnungen werden daher als kostenlose Werbung interpretiert. Manche behaupten sogar, man liege nur richtig, wenn man das Gegenteil dessen tut, was Regulatoren empfehlen.
Die Zahlen gaben dieser These zunächst recht. Seit Beginn der Diskussion bis November 2017 betrug die kumulierte Wertsteigerung schätzungsweise 913 %; wer im März desselben Jahres einstiegt, verzeichnete innerhalb weniger Monate 274 %. Jede konservative Analyse wurde durch den Chart widerlegt.
Ist es ein Pyramidenscheme oder staatsfreies Geld?
Hier spaltet sich die Debatte in zwei unversöhnliche Lager. Auf der einen Seite vergleichen Kritiker das Modell mit klassischen Sparbetrugsfällen: Nutzer tragen das gesamte Risiko ohne Ansprechpartner, es gibt Versprechen unbegrenzter Wertsteigerung und eine Struktur, die nur funktioniert, solange neues Geld zufließt. Verweise auf Afinsa und Forum tauchen immer wieder auf, mit der Warnung, dass die Späteinsteiger oft leer ausgehen.
Auf der anderen Seite steht das reine monetäre Argument: Kryptowährungen schützen Vermögen vor der Entwertung von Fiat-Geld, ähnlich wie früher Gold oder Silber. Zudem wird darauf hingewiesen, dass illegale Aktivitäten meist in offiziellen Währungen bezahlt werden, nicht in Bitcoins. Auch der Vergleich mit holländischen Tulpen wird herangezogen, allerdings umgekehrt: Wenn heute wertvolle Zwiebeln morgen nichts mehr wert sind, ist alles Ware.
Muss man Bitcoins beim Finanzamt angeben?
Ja, hier sind sich fast alle einig, auch wenn die Gründe variieren. Verkauf und Umrechnung in Euro sind legal, erzeugen aber Pflichten: Gewinne müssen in der IRPF (spanische Einkommensteuer) angegeben werden, wobei der Steuersatz zwischen 19 % und 23 % liegt. Langfristig gehaltene Bestände fallen zudem unter die Vermögenssteuer.
Problematisch wird es bei Millionengewinnen: Das Geld ist legal, die Nachvollziehbarkeit scheitert jedoch oft. Dies ist die Lücke für Geldwäsche und Erpressung. Ein FBI-Bericht erwähnte Milliardenumsätze durch Ransomware, die Mitte 2016 in dieser Währung gezahlt wurden.
Liquidität der Börsen: Der ungeklärte Punkt
Der härteste Streit betrifft die Auszahlung. Einige warnen, dass Handelsplattformen nicht einmal 1 % des Wertes der verwahrten Bitcoins in Bargeld decken können: Kleine Abhebungen funktionieren, doch wer Millionen abheben will, erlebt eine böse Überraschung. Dies ist die These vom digitalen Bankrun.
Andere entgegnen, dass Orders sofort ausgeführt werden, jahrelang problemlos gehandelt wurde und keine fehlgeschlagenen Transaktionen bekannt sind. Liquidität beweise sich nicht durch alte Beispiele, sondern durch reale Abhebungsversuche.
Was passiert, wenn morgen alle Bitcoin-Besitzer gleichzeitig prüfen wollen, wie viel dieses Wertes echtes Geld und wie viel Glaube ist?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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