Dash holt Ex-Morgan-Stanley-Banker als CFO

Dash Core Group stellt Glenn Austin, ehemals Morgan Stanley, als Finanzchef vor. Die Diskussionen konzentrieren sich auf die Treasury-Verwaltung und Verzögerungen bei Evolution.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Dash holt Ex-Morgan-Stanley-Banker als CFO
Dash verpflichtet Banker Glenn Austin zur Verwaltung der Kassen

Was macht ein Vizepräsident von Morgan Stanley bei einer Kryptowährung? Im Fall von Glenn Austin bedeutet es, die Position des Chief Financial Officer (CFO) bei Dash Core Group anzunehmen und Budgets, Planung, Risikomanagement, Investorenbeziehungen sowie die Buchhaltung des Teams zu leiten. Seine Karriere umfasst zwanzig Jahre im Finanzsektor: Associate bei Citigroup, Vice President bei Morgan Stanley Investment Management, danach UBS und schließlich Führungspositionen bei Chain IQ, dem Beratungs-Spin-off von UBS. Ein reines klassisches Bank-Profil für eine Währung, die sich als privat, sofort übertragbar und durch Netzwerkteilnehmer verwaltet präsentiert. Die Ernennung wirft erneut die Kernfrage auf: Was ist aus Dash geworden?

Warum engagiert eine Kryptowährung einen Manager aus dem klassischen Banking?

Der Neuzugang kommt nicht isoliert. Dash hat monatelang Schritte unternommen, die ohne einen formellen Finanzpartner schwer zu erklären sind. Laut den Diskussionen im Thread wurden im ersten Quartal 2018 18 institutionelle Masternodes aufgebaut, börsennotierte Fahrzeuge, und Neptune Dash begann an der kanadischen TSX Venture Exchange gehandelt zu werden. Der Zufluss institutionellen Kapitals stoppte dort nicht: Eine Nachricht unter Berufung auf Morningstar deutete darauf hin, dass Blackrock seine Beteiligung an Neptune Dash auf 16,5 % mit 4,12 Millionen Aktien erhöht hatte. Mit diesem Aktionärsprofil wirkt ein CFO, der die Sprache von Morgan Stanley spricht, weniger wie eine Laune.

Manche lesen diesen Einstieg als Garantie: Ernstes Geld, das ernsthafte Rechenschaft verlangt. Andere sehen das Gegenteil, einen Weg, wie „Whales“ die Verteilung der Belohnungen und die Richtung des Projekts dominieren könnten. Die Debatte bleibt offen, und der Aktienanteil klärt sie nicht endgültig.

Ist Dash kostenlos und sofort verfügbar? Nein, die Zahlen sagen etwas anderes

Der Slogan kollidiert mit der Realität. Eine Zahlung dauert etwa 5 Sekunden, bis sie in der Wallet erscheint, ohne InstantSend, und rund 2,5 Minuten, bis die Mittel verfügbar sind; mit InstantSend sinkt die Verfügbarkeit auf 1 oder 2 Sekunden. Kostenlos ist es auch nicht: Das Label „keine Gebühren“ vereinfacht zu sehr. Es gibt Gebühren, nur sind sie im Vergleich zu anderen Zahlungsmitteln wettbewerbsfähig. Wie eine viel zitierte Stellungnahme zusammenfasst: Auch Licht reist nicht absolut instantan. Der Slogan gilt relativ, nicht absolut, was einem eiligen Leser je nach Tagesform egal ist oder ärgert.

Kann Dash massive Nutzung mit 400-MB-Blöcken verkraften?

Die genannte Zahl ist unbequem: 400 MB pro Block und eine theoretische Obergrenze von 2.500 Transaktionen pro Sekunde. Bei massiver Adoption würde die Kettenlänge unverhältnismäßig wachsen. Die Antwort des Roadmaps liegt in einem F&E-Team in Singapur, Dash Lab, das spezifische Hardware unter Open-Source-Lizenz entwickelt, damit jeder sie produzieren kann.

Die Grundthese lautet, dass das Gewicht des Netzwerks von den Nodes getragen wird, nicht vom Endnutzer, und dass die Nodes sich an die Nachfrage anpassen werden. Dem gegenüber steht der unbequeme Vergleich, den niemand ganz umgeht: Wenn gebührenfreie Zahlungsoptionen existieren, was bietet Dash, was andere nicht haben?

Wer entscheidet über das Budget von Dash?

Die Kasse wird über Vorschläge verteilt, die eine Gebühr von 5 DASH allein für die Einreichung kosten und von den Inhabern der Masternodes abgestimmt werden. Der Mechanismus erlaubt etwas Ungewöhnliches: Die Genehmigung eines Vorschlags zur Absetzung der gesamten Entwicklungsführung. Befürworter nennen dies Demokratie und Kontrolle über Trägheit. Kritiker warnen vor dem Risiko, ein Projekt mitten in der Arbeit zu köpfen.

Parallel operiert der DIF, der Fonds, der einen Teil dieser Ressourcen verwaltet. Seine Verantwortlichen bestätigten, dass er externes Kapital empfangen könnte, lehnten dies aber ab, als es vorgeschlagen wurde. Die Verwahrung erfolgt in der Schweiz, mit Vaultoro für Gold und Bitcoin Suisse für Kryptowährungen. Der Thread liest diese Bewegungen als Einsatz für Ruhe und Professionalisierung der Abläufe.

Der Vorwurf, dass Dash das Geld ausgeht

Mitten in der Preiskorrektur kursiert die brisanteste Zahl: 500.000 Dollar monatliche Ausgaben und ein Projekt, das angeblich pleitegeht. Die Nachricht fügt hinzu, dass zwei bekannte Kryptowährungen mit achtstelligen Marktkapitalisierungen in derselben Lage seien, und stellt dies als Schritt vor dem Wert Null dar. Von kritischer Seite kommt ein weiterer Vorwurf: Evolution verzögert sich, ohne einen einzigen Screenshot zum Zeigen, und die Kommunikation wird als katastrophal bezeichnet.

Die offizielle Verteidigung kam über einen öffentlichen Aufruf für Fragen und einen Quartalsbericht für Q2, mit dem Versprechen zu antworten. Was tatsächlich auftaucht, ist das Bild der Kasse, das ein Teilnehmer des Threads zeigt: 250.000 Dollar in Gold und Dollar investiert. Wenig für jemanden, der einen gepanzerten Tresor erwartete; genug für jemanden, der nur wollte, dass etwas Greifbares existiert.

Karten, Remittances und DeFi: Das Dash, das nicht in den Schlagzeilen steht

Während die Kasse diskutiert wird, schließt das Projekt Vereinbarungen, die selten Titel machen. FuzeX integriert die Währung in seine Karte mit elektronischem Papierdisplay und bis zu 30 konfigurierbaren Konten. Uphold startet seine Plattform mit 0 % Handelsgebühren und Werbung für „AnythingToAnything“-Transaktionen in zehn Sekunden. Das Gerücht geht um, dass Coinbase Custody prüft, Dash in sein Katalog aufzunehmen. Und Wrapped Dash auf Ethereum erscheint, eine 1:1-Replik im ERC-20-Format, damit Halter Node-Rewards erhalten und gleichzeitig Rendite in dezentralen Finanzen erwirtschaften können.

In Venezuela liegt der Fokus anderswo: Ausbildung, Support und Versand von Überweisungen, mit dem Argument, dass ein DASH im Staking ein monatliches Polster sein kann, wo ein Dollar einen Tag länger reicht. Der Ansatz ist expansiver als wirtschaftlich, denn der Betrag dieser Transaktionen ist lächerlich. Parallel landet Dash España in der allgemeinen Presse mit einer Präsentation in Valladolid und der Bewerbung von Prepaid-Mobilfunkaufladungen mit 20 % Rabatt.

Von 1.257 Euro auf 34: Der Preis, der die Gespräche beendet

Am Ende des Weges zählt eine andere Zahl: 34,28 Euro pro DASH, ein 97,3 % unter dem historischen Höchststand von 1.257,39 Euro am 14. Februar 2014. Damit war die technische Debatte für viele beendet. Der Aufstieg der Memecoins, mit Elon Musk und seinem Hund als Hintergrund, wird als der finale Schlag gegen die Erzählung der nützlichen Währung gesehen.

Erfahrene Beobachter erkennen ein unbequemes Muster: Fast alle Kryptowährungen verlieren langfristig gegen Bitcoin, und nur wenige halten sogar das Verhältnis. Dash hatte einen Vorteil, der differenziell schien, mit Händlern in mehreren südamerikanischen Ländern, die es als Zahlungsmittel akzeptierten. Dieser Vorteil löste sich auf, ohne dass jemand ein genaues Datum des Desasters nannte.

Letztendlich diskutierte ein Projekt, das einen Banker zur Ordnung der Bücher holte, ob noch Geld da sei, um die Entwickler zu bezahlen. Die Buchhaltung, so zeigt sich, war das geringste Problem.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (350 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

Volver