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Bitcoin verliert 13% in einer Woche
Der Bitcoin fiel binnen sieben Tagen um 13%. Kritiker sehen ihn als Spekulationsobjekt, Befürworter betonen die langfristige Rendite.
Bitcoin verliert 13% in einer Woche – kein Bürgerkrieg nötig
Eine Währung stürzt nicht um 10% in einer Woche ab. Auch nicht um 13%, wie es bei der jüngsten Korrektur des Bitcoin geschah. Das kennzeichnet ihn als spekulatives Asset, und genau hier beginnt die Debatte: Wenn ein Wertpapier innerhalb von sieben Tagen ein Achtel seines Werts verliert, ist das Label Wertanlage schwer zu halten. Der Auslöser ist nicht die Zahl selbst, sondern die Definition. Die Antwort der Überzeugten kommt schnell: Ein 10%-Verlust sei nichts im Vergleich zu einer jährlichen Rendite von 135%. Das Problem ist, dass beides gleichzeitig wahr sein kann – und genau das lässt sich nicht auflösen.
Ein Absturz, den man weder bei Gold noch Silber sieht
Das zentrale Argument ist vergleichend. Eine Hauptwährung fällt nicht so stark, es sei denn, im Emittentenland bricht ein Bürgerkrieg aus. Silber hatte schwierige Wochen, aber immer mit konkretem Anlass. Bei Gold wird illustriert: Mit einem Unzenpreis von 2.700 Dollar könnte man in einer schlechten Phase 270 verlieren, doch meist steckt dahinter eine geldpolitische Entscheidung oder ein geopolitischer Schock. Beim Bitcoin fehlt beides, und für Skeptiker ist diese Abwesenheit der Beweis.
Daraus ergibt sich das häufigste Beispiel: der Supermarkt. Ein Geschäft mit einer Marge von 1% kann nicht in einem Asset abrechnen, das in sieben Tagen 13% an Wert verliert. Man würde Waren mit 1% Gewinn verkaufen, um Geld zu erhalten, das ein Achtel weniger wert ist. Die Rechnung geht nicht auf. Die Gegenargumentation ist ebenso einfach: Niemand bezahlt seinen Kaffee mit einer Unze Gold, daher wäre es unfair, vom Bitcoin etwas zu verlangen, was dem Edelmetall nicht zugemutet wird.
Was stützt den Bitcoin, wenn er nicht als Zahlungsmittel taugt?
Rohstoffe erfüllen eine Ernährungs- oder Industriefunktion, heißt es. Vom Mais bis zum Platin. Platin und Palladium geraten unter Druck, weil ihre Hauptanwendung, Katalysatoren, durch Elektroautos ersetzt werden. Hier besteht eine gesunde Beziehung zwischen Nutzer und Akkumulator. Beim Bitcoin nutzen die meisten Halter ihn gar nicht, was den Verdacht auf eine Blase nährt.
Bezüglich der Deckung hat Gold seine Historie: Es war das ursprüngliche Geld. Banknoten waren Zertifikate für Metall und trugen jahrzehntelang den Vermerk, dass sie auf Inhaber lautend in Silber zahlbar seien. Die technische Antwort lautet, dass kein Asset wirklich gedeckt ist, sondern nur durch das Vertrauen der Tauschpartner. Fiat-Geld verliert jährlich an Kaufkraft, ohne dass Garantien verlangt werden.
Wale, BlackRock und wer den Preis bewegt
Hier wird der Ton schärfer. Nach dieser Lesart hängt die Geldpolitik des Bitcoins von einer Handvoll anonymer Großinvestoren ab, die möglicherweise einen enormen Anteil kontrollieren – es wird von bis zu 60% gesprochen – und den Preis nach Belieben drücken könnten. Mit BlackRock und anderen großen Fonds im Boot beschreiben einige die Manipulation als strukturell: Wer miner, kontrolliert und setzt den Preis.
Auch die Korrelation wird betont. Wenn der Nasdaq mehrere Tage stark fällt, folgt der Bitcoin oft. Das rückt ihn näher an technologische Risiko-Assets und entfernt ihn von der entkoppelten Wertanlage, die versprochen wurde. Manche argumentieren, dass institutionelle Zuflüsse gerade dazu dienen können, den Status zu festigen, wenn große Fonds und Staaten Teile ihrer Reserven dort halten.
Unrealisierte Gewinne: Papiergewinn vs. echter Gewinn
Das meistzitierte Beispiel betrifft Investoren, die bei 1 Euro kauften oder mit El Salvador bei 40.000 Dollar einstiegen. Auf dem Papier sind das spektakuläre Vervielfachungen. Der Einwand ist altbekannt: Ein Gewinn existiert erst beim Verkauf. Wer nicht liquidiert, hat eine Zahl, keinen Profit. Darin ähnelt der Bitcoin dem spanischen Immobilienmarkt von 2009, als alle davon ausgingen, dass Steine nie fallen. Dass viele verdient haben, bestreitet niemand; debattiert wird, ob das den Bitcoin zu echtem Geld macht.
Die Antworten differenzieren weiter: Es gibt tägliche Erträge durch Staking, Pools und Airdrops, die sofort liquidierbar sind und nicht auf Kursanstiege warten müssen. Die Diskussion verschiebt sich damit vom Handel zur tatsächlichen Nutzung des Ökosystems. Die Details dieser Renditen machen die Debatte technisch, aber weniger greifbar.
Quantenchips als Hintergrundbedrohung
Die andere Front ist technologisch. Der Quantenchip von Google dient als Erinnerung daran, dass die Kryptografie, die das Netzwerk schützt, nicht ewig hält. Das Szenario ist nicht unmittelbar, aber unbequem: Sobald Staaten Transaktionen mit dieser Kapazität rückverfolgen können, schwindet ein Teil des Nutzens.
Die Gegenreaktion: Traditionelle Banksysteme funktionieren genauso, niemand erklärt sie für tot. Regulatorisch gibt es Daten gegen die Untergangspropheten: Laut einem Teilnehmer hat China das Verbot gelockert, Marokko nähert sich an, und die BBVA steigt ins Geschäft ein.
Bitcoin im Supermarkt: Wo die Analyse scheitert
Alles kehrt zum Ausgangspunkt zurück. Befürworter bitten um Geduld: Gold brauchte Jahrtausende, um als Währung akzeptiert zu werden, und man erwartet nicht, dass es an jeder Kasse liegt. Skeptiker stellen eine einfache Bedingung: Sie glauben daran, sobald man im Supermarkt bezahlen kann. Dort stockt das Gespräch, denn die Adoption als Zahlungsmittel hinkt dem Preisanstieg hinterher. Und der 13%-Verlust hat am Ende nichts geklärt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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