Bitcoin-Runde: 146 € für Bier heute 10.000 € wert

2016 erhielten 100 Personen je 0,004 Bitcoin (1,46 €) für ein Bier. Heute ist diese Runde rund 10.000 € wert.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Bitcoin-Runde: 146 € für Bier heute 10.000 € wert
Bitcoin-Runde: 146 € für Bier heute 10.000 € wert

Am 6. Januar 2016 entschied sich jemand, die Runde mit einer Währung zu bezahlen, die kaum jemand nutzen konnte. Hundert Personen erhielten 0,004 Bitcoin pro Person für ein Bier: umgerechnet 1,46 Euro. Niemand verlangte etwas dafür – und so begann alles. Zehn Jahre später ist diese verteilte Runde fast 10.000 Euro wert. Die profitabelste Transaktion des Jahres wurde von keiner Bank getätigt.

Was kostete ein Bier in Bitcoin im Jahr 2016?

Die Berechnung basierte auf dem durchschnittlichen Preis eines Bieres, 1,46 Euro. Bei 0,004 BTC pro Kopf musste der Bitcoin-Kurs bei etwa 400 Euro liegen, damit die Rechnung aufging. Zum Zeitpunkt der Überweisungen notierte der Markt bei 453,33 US-Dollar und stieg um 5 %. Die Empfänger bestätigten den Eingang am Bildschirm: 0,0040 BTC entsprachen 1,61 Euro. Die Transaktion war binnen Minuten abgeschlossen, ohne SEPA-Überweisung.

Die Verteilung: 100 Biere und zwei Zahler

Die Einladung galt für die ersten 100 Adressen, die auftauchten. Der Gesamtbetrag von 0,4 Bitcoin belief sich auf 146 Euro. Ein zweiter Investor beschloss, dass der Spaß nicht nur einen treffen sollte, und schickte 0,2 BTC – genau die Hälfte – an die Adresse des Erstgenannten, um „gemeinsam einzuladen“. Die Gebühr für jede Überweisung lag bei etwa 0,0001 BTC. Manche berechneten sogar, dass die Verteilung von 173 Dollar unter 100 Personen 0,04 Dollar kostete, also 0,023 % des Gesamtbetrags.

Von 1,46 Euro auf 934 Euro: Die Wertsteigerung des Biers

Die erste Warnung kam früh. Da der Bitcoin bereits teurer geworden war, kostete das Bier nun 8,50 Euro, die ganze Runde 850 Euro. Danach folgten Zahlen, die wie Tippfehler aussahen, es aber nicht waren. Eine Überprüfung im Jahr 2020 ergab 240 Euro pro Einheit, und die letzte Bilanz setzt jedes Bier auf 934 Euro. Die vollständige Aufstellung nach Datum zeigt eine Entwicklung, die man nur versteht, wenn man den Kursverlauf betrachtet.

  • Im Jahr 2016: 1,46 Euro pro Bier
  • Im Folgejahr: 8,50 Euro
  • Im Jahr 2020: 240 Euro
  • Letzte Überprüfung: 934 Euro

Das Kleingedruckte: Wallets, Gebühren und ein verlorenes Guthaben

Das Experiment hatte Nebenwirkungen. Einer der Begünstigten fand sein Guthaben nicht mehr und ging davon aus, dass es gestohlen worden sei; wahrscheinlich lag ein Problem mit der Wallet oder einer Zwischenadresse vor, was die technischen Hürden von 2016 verdeutlicht. Damals musste man noch die gesamte Blockchain herunterladen, Schlüssel generieren und sie sicher verwahren. Auch die heimische Alternative – TAN-Liste, SMS, Sitzungsfehler – schnitt nicht besser ab.

Warum fast niemand das Bier trank, als es soweit war

Die Einladung selbst forderte ein Foto des Glases. Fast niemand lud es hoch. Die Empfänger behielten ihre Bitcoins, und einige geben heute zu, dass das „Bier“ zum Spar-Stapel wurde. Manche argumentieren, dass die Wertsteigerung das Warten rechtfertigt; dagegen steht die Ansicht, dass niemand investiert hat, sondern nur ein fremdes Geschenk laufen ließ. Ob es eine Anekdote oder eine Finanzlektion wird, entscheidet die Zeit.

Da der Bitcoin seinen Wert seit jenem Januar vervielfacht hat, würde eine solche Runde heute zehnmal so viel kosten und nur halb so episch wirken. Es ist wahrscheinlich, dass jemand es erneut versuchen wird. Aber wenige können damit angeben, 100 Biere mit einer Währung bezahlt zu haben, die damals weniger wert war als die Getränke selbst.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (301 Antworten).

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