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Bitcoin-Crash: Von 0,5 auf 250 Dollar und dann 50% Verlust
Im April 2013 fiel der Bitcoin um 50%, nachdem er kurz zuvor die Marke von 250 Dollar erreicht hatte. Börsenprobleme und geringe Umlaufgeschwindigkeit prägten den Markt.
Bitcoin verliert 50% nach Erreichen des Höchststands von 250 Dollar
Im April 2013 notierte der Bitcoin bei 125 Dollar, die Hälfte des wenige Wochen zuvor erreichten Höchststands von 250 Dollar. In den Diskussionen ging es um den Crash und die Probleme der Börsen (Exchanges), wobei gewarnt wurde, dass Gelder auf diesen Plattformen nicht sicher seien. Die Debatte mit Tausenden von Beiträgen spiegelte viele der dem Sektor zugeschriebenen Probleme wider.
Von 0,5 auf 250 Dollar: Die Bewertungsdiskussion
Der zitierte Kursverlauf reichte von 0,5 bis 250 Dollar. Ein Teilnehmer kritisierte das Fehlen einer klaren Bewertungsmethode für BTC: Der Großteil lag brach, nur eine Minderheit zirkulierte als Zahlungsmittel. Auf dieser Basis wurde diskutiert, ob der Preis allein vom nächsten Käufer abhänge, der bereit sei, mehr zu zahlen.
Ein anderer warnte, dass Bitcoin keine klassische „digitale Währung“ sei, sondern ein Produkt, das wie Quasi-Geld funktioniere, aber ohne Bankintegration auskomme. Diese Lücke wurde als schwerwiegendes Risiko für die Nutzung als monetäres System angesehen.
Porsche Cayman für 300 Bitcoins: Von 60.000 auf 28.000 Dollar
Ein oft zitiertes Beispiel war der Verkauf eines Porsche Cayman für 300 Bitcoins, wobei der Verkäufer etwa 60.000 Dollar erwartete. Da der Wert dieser 300 Bitcoins später auf rund 28.000 Dollar fiel, entsprach der Preis praktisch einem Kleinwagen der unteren Klasse, so die Einschätzung im Forum.
Das Problem lag laut einigen Teilnehmern nicht nur beim Käufer des Autos, sondern darin, Vermögen in einem Asset zu halten, dessen Wert sich rasch ändert.
Börsen fallen, Gelder bleiben verschwunden
Die größte Schwachstelle lag laut den Diskussionen nicht im Preis, sondern in der Infrastruktur. Von den über 11 Millionen im Umlauf befindlichen Bitcoins lagen angeblich etwa 3 Millionen auf MtGox. Bitcoinica, Crypto-X-Change und Bitfloor ließen ihre Kunden ohne Entschädigung oder mit minimalen Rückzahlungen zurück; die Schließung von bitcoin-24 wurde als letztes Warnsignal dieser Serie genannt.
Die Schlussfolgerung war unbequem: Das Halten von Fonds auf einer Börse glich einem russischen Roulette. Man musste nicht nur die Richtung des Preises richtig einschätzen, sondern auch einen zusätzlichen Gewinn erzielen, um das Risiko abzudecken, dass die Plattform schließt und man alles verliert.
DDoS-Angriffe auf MtGox: Wenn Attacken teuer werden
Mitten in der Krise litt MtGox unter Denial-of-Service-Angriffen. Die Paradoxie bestand darin, dass der Angriff teuer war: Der Einbruch auf 95 Dollar bei Bitstamp und 110 Dollar bei BTC-e hinterließ eine Kaufwand von über 2.000 Bitcoins bei 110 Dollar. Als der Preis von 111 auf 122 sprang und Kurslücken entstanden, fanden sich jene, die billig kaufen wollten, plötzlich gegen den Markt wieder.
Innerhalb weniger Stunden war das Ergebnis fast identisch mit dem vor dem Angriff. Für einige Teilnehmer bestätigte dies eine unangenehme Erkenntnis: Hier agieren nicht nur nervöse Amateure, sondern auch starke Akteure.
Währung oder Tulpenblase? 78% schlafen im digitalen Kissen
Eine zitierte Studie ergab, dass 78% der Bitcoins nicht im Umlauf waren. Sie wurden gehortet, weder zum Kaufen noch zum Verkaufen genutzt, was laut einem Teilnehmer die reale wirtschaftliche Unterstützung des Assets nahe null brachte. Zudem stammten die meisten großen Transaktionen auf der Blockchain aus einer einzigen Zahlung, die fast zwei Jahre zuvor getätigt worden war.
Es gab Gegenbeispiele. Foodler kündigte an, Bitcoins in 12.077 Restaurants in den USA sowie in einigen Lokalen in Spanien zu akzeptieren. Doch für manche Teilnehmer blieb die Kluft zwischen theoretischem Versprechen und alltäglicher Nutzung enorm.
Kann die Fed Bitcoin durch Marktkäufe stürzen?
Die Frage stand im Raum: Würde es reichen, wenn eine Zentralbank alle verfügbaren Bitcoins auf den Börsen kauft, um sie zu vernichten, falls Bitcoin eine echte Bedrohung für offizielle Währungen darstellt? Das Gegenargument hatte Logik: Selbst wenn jemand die 3 Millionen Bitcoins auf MtGox aufkaufte, blieben 8 Millionen in Privatbesitz, außerhalb jeglicher Beschlagnahmung.
Dies sei der entscheidende Unterschied zu Gold, das per Gerichtsbeschluss und Durchsuchung beschlagnahmt werden kann, fügte ein Teilnehmer hinzu.
Der Markt stabilisierte sich um 110–125 Dollar, mit BTC-e bei 110, Bitstamp bei 119 und MtGox bei 120 Dollar. Ungeklärt blieb die Kernfrage: Wozu dient ein Asset, dessen Mehrheit nicht zirkuliert und dessen Wert von der nächsten Käuferwelle abhängt? So endete die Analyse.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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