Biodekodierung und Biohacks für Gesundheit von Körper und Geist

Die Biodekodierung behauptet, der Körper speichere Erinnerungen an Traumata und Krankheiten brächen zu bestimmten Daten aus. Wir erklären, was dran ist – und was nicht.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Biodekodierung vertritt die Auffassung, dass der Körper erlebte Traumata abspeichert und zu markierenden Zeitpunkten wiederholt, und schlägt vor, diese Prozesse umzudeuten oder die Umgebung zu wechseln, um zu heilen. Es handelt sich nicht um eine wissenschaftlich validierte Therapie.

## Was die Biodekodierung vorschlägt

Die Biodekodierung geht von einer zentralen Idee aus: Der Körper hat ein Gedächtnis. Nach dieser Lehre neigt ein körperliches oder seelisches Trauma, das zwischen der Geburt und einem bestimmten Alter erlitten wurde, dazu, sich ständig zu wiederholen. Deshalb erkranken manche Menschen oder geraten in eine Depression zu einer ganz bestimmten Jahreszeit.

Der Ansatz geht noch weiter und behauptet, dass die Kindheitsentwicklung und die im Erwachsenenalter beibehaltenen Gewohnheiten die Gesundheit prägen. Jahrzehntelanges Leben in derselben Umgebung mit denselben Rhythmen hinterlässt eine biologische Spur in den Biorhythmen. Der therapeutische Vorschlag bietet zwei Wege: die Lebensprozesse im Hinblick auf die Umgebung umzudeuten oder den Lebensort zu wechseln und von außen umzudeuten.

## Zellregeneration und der Rebound-Effekt

Eines der Argumente dieser Richtung lautet, dass der Körper **7 bis 8 Jahre** braucht, um sich vollständig zu erneuern: Alle Zellen wären dann neu. Das Problem sei, dass aus diesen Zellen Krebs und andere nekrotische Erkrankungen entstehen, wenn sie sich einnisten oder übermäßig vermehren.

Die Biodekodierung betont eine Besonderheit: Wenn der Körper sich maximal gegen ein Trauma verteidigt und diese Abwehr versagt, tritt Monate oder Jahre später ein Rebound-Effekt auf. Ein anschauliches Beispiel ist jemand, der **5 Jahre** lang schlecht lebt, sich schlecht ernährt und ohne Pause arbeitet: Dieser Lebensstil macht krank, doch der Schlag trifft mit voller Wucht erst danach, in der Erholungsphase.

## Was die Studienlage sagt

Die Biodekodierung hat keine wissenschaftliche Grundlage. Dass Emotionen und Gesundheit zusammenhängen, ist bekannt und wird erforscht, aber jeder Krankheit eine bestimmte biografische Ursache zuzuschreiben und ihren Ausbruch zu datieren, ist keine validierte Praxis. Auch eine vollständige Zellregeneration in festen Zeiträumen ist, wie dargestellt, kein belegtes Faktum.

Bei gesundheitlichen Problemen ist es ratsam, eine Ärztin oder einen Arzt zu konsultieren und keine medizinische Behandlung durch diese Techniken zu ersetzen. Als Rahmen, um über Gewohnheiten und Umgebung nachzudenken, kann es sinnvoll sein – als Diagnose nicht.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver