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Bildungsstreik in Madrid: 70 Prozent Beteiligung und Polizeieinsätze
Der Bildungsstreik in Madrid, Spanien, beginnt mit 70 Prozent Beteiligung, fünf Festnahmen nach Polizeieinsätzen und einer dringend angeforderten Untersuchung der…
Bildungsstreik in Madrid: 70 Prozent Beteiligung und fünf Festnahmen nach Polizeieinsätzen
Der unbefristete Streik im öffentlichen Bildungswesen der Region Madrid begann mit 70 Prozent Beteiligung und einer Spur der Spannung: einer nächtlichen Besetzung der Fakultät für Informationswissenschaften der Universidad Complutense, Polizeieinsätzen auf der Hauptstraße des Universitätsviertels Ciudad Universitaria und fünf Festnahmen. Die Regierungsdelegation hat eine dringende Untersuchung des Polizeieinsatzes gefordert, während die Studierendengewerkschaft von einem "brutalen Vorgehen" spricht, das mehrere Verletzte hinterließ. Die madrilenische Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso hat den Streik als "politisch" bezeichnet und als "mit Komplizenschaft der Regierung" einberufen.
Was das Lehrpersonal fordert und warum es in den unbefristeten Streik getreten ist
Das Streikkomitee — bestehend aus CCOO, CGT, CNT, Solidaridad Obrera, STEM und UGT sowie Lehrerplattformen wie Educación Especial Digna, Menos Lectivas und Queremos FP — fordert ein Paket, das Klassengrößen, Unterrichtsbelastung und Gehälter betrifft. Sie verlangen die Rückkehr zu höchstens 17 wöchentlichen Unterrichtsstunden in der Sekundarstufe und Berufsbildung und 22 in der Grundschule, einschließlich Tutorenstunden, Fachbereichsleitungen und Koordinationsaufgaben. Bei den Klassengrößen fordern sie eine Reduzierung auf 13 Schüler pro Klasse im Kindergarten, 15 in der Grundschule, 20 in der Sekundarstufe, 23 im Abiturzweig und 15 in der Berufsbildung, mit besonderen Anpassungen für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf.
Die Generalsekretärin der Bildungsföderation von CCOO in Madrid, Aida San Millán, hat angeprangert, dass Lehrkräfte in der Region trotz mehr Unterrichtsstunden, mehr Schülern pro Klasse und mehr Verwaltungsaufgaben als in anderen Regionen die niedrigsten Gehälter Spaniens beziehen. Bei den Bezügen verlangt das Komitee eine Erhöhung des regionalen Lehrzuschlags um 600 Euro monatlich sowie Gehaltsangleichung für Berufsbildungslehrkräfte und Lehrkräfte in den Bereichen Gemeinschaftsdienste, Therapeutische Pädagogik sowie Hören und Sprache.
Polizeieinsätze, fünf Festnahmen und eine dringende Untersuchung
Die nächtliche Besetzung der Fakultät für Informationswissenschaften endete mit Polizeieinsätzen und fünf Festnahmen. Danach zogen die Demonstranten auf die Hauptstraße der Ciudad Universitaria, wo die Polizei laut Darstellung der Studierendengewerkschaft "ohne erkennbaren Grund" eindrang. Der Sprecher der Organisation, Carlos Ochoa, beschrieb ein "brutales Vorgehen" mit mehreren Verletzten und Festnahmen. Die Regierungsdelegation rechtfertigte das Vorgehen mit dem Versuch der Studenten, "die Polizeikette zu durchbrechen und zwei Angriffe auf die Polizei zu verüben", wobei zwei Beamte leicht verletzt wurden, und forderte beim Leiter der Nationalpolizei in Madrid eine dringende Untersuchung an.
Mitten auf der Castellana setzte sich eine Gruppe von Demonstranten in Gelb gekleidet — der Farbe, mit der sich die Kindergartenlehrer identifizieren — unter die Brücke von Eduardo Dato, zwischen Rubén Darío und der calle Serrano. Die Veranstalter hatten dazu aufgerufen, die Streikposten um 8:00 Uhr zu starten und die Aktionen bis Mittag aufrechtzuerhalten, dann kam der Höhepunkt: die Kundgebung aller Bildungsstufen auf der Puerta del Sol.
Die grüne Welle füllt die Puerta del Sol: Parolen und Forderungen
Tausende Demonstranten füllten den zentralen Platz unter Parolen wie "Die Leute, die kämpfen, bilden auch aus" und "Öffentliche und hochwertige Bildung" sowie mit Transparenten wie "Die Bildung von heute ist die Gesellschaft von morgen". Der Protest fordert mehr Mittel für das öffentliche Bildungswesen, eine Reduzierung der Klassengrößen und bessere Arbeitsbedingungen für das Lehrpersonal. Im Bereich der sonderpädagogischen Förderung verlangt das Komitee einen Berater pro 250 Schülern, einen Fachkraft für Gemeinschaftsdienste pro Schule, eine Lehrkraft für Therapeutische Pädagogik pro acht Schülern und eine für Hören und Sprache pro zwölf Schülern, zusätzlich zu einer Lehrkraft für Ausgleichsunterricht pro Schule.
Für den Sonderpädagogikbereich schlagen sie vor, eine Fachkraft pro sechs Schülern mit geistiger Behinderung zu garantieren und eine pro Gruppe von ein bis vier Schülern mit Mehrfachbehinderung, Autismus-Spektrum-Störung oder schweren Verhaltensstörungen. Außerdem fordern sie die Wiedereinführung der Willkommensklassen für neu zugewanderte Schüler und die Abschaffung des aktuellen Bilingualismusmodells, um die Bildungstrennung zu stoppen, mit dem Ziel einer inklusiven und hochwertigen öffentlichen Bildung.
Das politische Duell: "politischer Streik" gegen "unzureichende Mittel"
Die madrilenische Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso hat erklärt, der unbefristete Streik im öffentlichen Bildungswesen Madrids sei ein "politischer Streik", der "mit Komplizenschaft der Regierung" einberufen worden sei. Diese Lesart kollidiert mit der der Veranstalter, die den Konflikt im Bereich der Ressourcen und Arbeitsbedingungen verorten. Das Streikkomitee behauptet, die Unterstützung zahlreicher Bildungsorganisationen zu haben, die Familien und Schüler vertreten.
Bei Infrastruktur und Arbeitsschutz gehören zu den Forderungen ein umfassender Plan für nachhaltige Klimatisierung, die Entfernung von Asbest, das Ende der etappenweisen Errichtung öffentlicher Schulen und Verbesserungen beim Arbeitsschutz. Außerdem fordern sie mindestens eine Vollzeit-Verwaltungsassistentin pro Schule, um das Lehrpersonal von bürokratischen Aufgaben zu entlasten, die nichts mit dem Unterricht zu tun haben.
Unter diesen Vorzeichen begibt sich der unbefristete Streik auf unsicheres Terrain. Wenn sich Klassengrößen und Gehälter nicht bewegen, wird sich der Konflikt wahrscheinlich verhärten und Unterstützung bei den Familien gewinnen. Wenn die Bildungsbehörde echte Verhandlungstische eröffnet, könnte sich der Konflikt abnutzen. Bislang hat niemand etwas von beidem unterschrieben.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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