Benidorm plant Höchsten Wohnwolkenkratzer Europas

TM Tower in Benidorm: 64 Stockwerke, 260 Wohnungen, Preise von 500.000 € bis 3,5 Mio. €, Durchschnittspreis eine Million Euro.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Benidorm plant Höchsten Wohnwolkenkratzer Europas
Benidorm plant Höchsten Wohnwolkenkratzer Europas

Die Playa de Poniente in Benidorm verändert ihre Skyline. TM Tower, entwickelt von der Gruppe TM aus Torrevieja, wird als höchster Wohnwolkenkratzer Europas angekündigt: 64 Stockwerke, 260 Wohnungen mit ein bis vier Schlafzimmern und mehr als 10.000 Quadratmeter Gemeinschaftsflächen mit beheizten Pools, Fitnessstudio, Kinosaal und Sportbereichen. Die angegebene Investition liegt bei rund 140 Millionen Euro.

Die Preise sind das andere Highlight des Projekts. Die Verkaufsspanne reicht von 500.000 Euro bis zu 3,5 Millionen, je nach Anzahl der Zimmer und Etage. Der bisher angegebene Durchschnittspreis liegt bei einer Million Euro, und das Unternehmen erwartet, dass er mit dem offenen Vertrieb steigt. Am ersten Tag wurden 31 Wohnungen gekauft; nach zwei Tagen waren es 40. Die letzte bewohnbare Etage wurde für 2.750.000 Euro verkauft.

Was bekommt man für eine Million Euro an erster Strandlinie?

Das Argument, das die Preise rechtfertigt, ist nicht der Boden, sondern das Klima. Spanien ist das weltweit führende Reiseziel, und die Provinz Alicante vereint elf Restaurants mit Michelin-Sternen, wie in der Diskussion betont wird. Die Kombination aus Sonne, angemessener Sicherheit, akzeptabler Gesundheitsversorgung und gastronomischem Angebot ist in Europa schwer zu übertreffen. Wer Geld für eine Zweitwohnung hat, schaut nicht auf die spanische Inflation, sondern auf den Meerblick.

Manche vergleichen dies mit Preisen in anderen Städten. In Bilbao werden Projekte von 50 bis 80 Metern Höhe mit Garage zwischen 350.000 und 650.000 Euro angeboten, mit Apartmentgrundrissen und elf Quadratmeter großen Zimmern, laut einem Beitrag im Thread. In Madrid, Valencia oder Barcelona starten neue Projekte bei 300.000 oder 400.000 Euro, gebrauchte Wohnungen ab 200.000 Euro, so die Debatte. Vor diesem Hintergrund wirken 500.000 Euro für eine Wohnung in einem Wolkenkratzer am Meer nicht wie eine Anomalie, sondern wie der obere Rand einer Skala.

Das Problem ist nicht das Penthouse, sondern was es für 100.000 Euro nicht gibt

Der häufigste Einwand richtet sich nicht gegen Luxus, sondern gegen die Lücke darunter. Wenn Nachfrage nach Apartments für eine Million besteht, werden sie jemand kaufen. Das Problem ist, dass es in den Städten keine würdigen Wohnungen für 80.000 oder 100.000 Euro gibt. Der Luxusmarkt verdrängt niemanden aus einer Wohnung, die nie existierte, aber er setzt eine Preisobergrenze, die die gesamte Skala nach oben zieht.

Hinzu kommt das Kleingedruckte beim Leben in solchen Anlagen. Die 10.000 Quadratmeter Gemeinschaftsflächen verteilen sich auf die 260 Wohnungen, sodass die katastermäßige Fläche jeder Wohnung mehr als doppelt so groß sein kann wie die Nutzfläche, laut einer im Thread kursierenden Berechnung. Übersetzung: höhere Grundsteuer (IBI) und eine Eigentümergemeinschaft mit mehreren beheizten Pools, Fitnessstudio und Kinosaal, die ganzjährig instand gehalten werden müssen. Die vollständige Berechnung, Position für Position, ergibt einen monatlichen Betrag, der viele überrascht.

Blase oder internationaler Markt?

Beide Lesarten koexistieren ohne Versöhnung. Ein Teil der Analyse sieht Euphorie, Übertreibung und ein Geschäft, das sich durch lokale Immobilienfundamentaldaten nicht rechtfertigen lässt: Die Preise würden gezahlt, um ausländische Käufer zu beeindrucken, nicht weil der Vermögenswert sie wert sei. Ein anderer Teil antwortet, dass der Käufer international sei, zahlen könne und dass in jedem Land die erste Strandlinie den Preis der entsprechenden günstigen Zone um das Fünf- bis Zehnfache multipliziere. Wenn eine gebrauchte 60-Quadratmeter-Wohnung mit Garage in einer Provinzhauptstadt 260.000 Euro kostet, ist eine Luxuswohnung am Meer für 500.000 Euro fast ein Schnäppchen.

Der Schatten, den niemand vertreibt, ist die Herkunft des Geldes. Dass an einem Tag 31 Wohnungen in einer Stadt verkauft werden, die weder London noch Dubai ist, wirft die Frage auf, wie viel dieser Nachfrage auf europäische Rentnervermögen entfällt und wie viel auf anderes. Die Zweifel werden geäußert, aber nicht gelöst.

Das Präzedenzfall, den niemand wiederholen will

Benidorm erlebte bereits seine erste goldene Ära des Baubooms, mit dem Ergebnis einer in Spanien einzigartigen vertikalen Skyline, mit gleich vielen Befürwortern wie Kritikern. Die Höhenentwicklung wird als effizientes Modell gepriesen: Sie konzentriert die Bevölkerung, spart Boden und stützt den Tourismusbetrieb außerhalb der Monate Juli und August, was die Stadt zu einem mediterranen Paradies macht. Es gibt auch Kritik: überfüllte Strände im Sommer, Preise, die Einheimische verdrängen, und ein seltsames Gefühl gegenüber allem, was dort beworben wird.

Die spanische Immobilienbranche erlebt laut Debatte eine zweite goldene Ära. Die Frage ist, wie lange dieses Mal. Und ob, wenn man es weiß, die Wohnungen bereits verkauft sein werden.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (110 Antworten).

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