Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Bedrohung im Rathaus von Hoyocasero: Sarg mit Sánchez-Foto
Frente Amplio meldet der Wahlbehörde einen Sarg mit Foto von Pedro Sánchez am Balkon des vom PP regierten Rathauses.
Ein Pappsarg mit einem Foto von Pedro Sánchez und den Jahreszahlen 2018 und 2026 wurde auf dem Balkon des Rathauses von Hoyocasero (Ávila) entdeckt, einer Gemeinde, die von der Volkspartei (PP) regiert wird. Das Wahlbündnis Frente Amplio hat bei der Wahlkommission von Ávila Anzeige wegen eines möglichen Hassverbrechens erstattet, während der Bürgermeister Strafanzeige bei der Guardia Civil erstattet hat, um die Verantwortlichen zu identifizieren.
Das Bild erschien dort, wo normalerweise die offiziellen Flaggen gehisst werden. Auf dem Hauptbalkon des Rathauses von **Hoyocasero**, einer Gemeinde mit etwa **300 Einwohnern** in der Provinz **Ávila**, stellte jemand eine Struktur auf, die einen Sarg simulierte. Sie war aus Karton gefertigt und trug ein rotes Kreuz, die Inschrift RIP sowie ein Foto des Premierministers **Pedro Sánchez**. Unten standen zwei Jahreszahlen: **2018**, als Sánchez nach einem Misstrauensvotum ins Amt kam, und **2026**, in Anspielung auf die für den **29. November** geplanten Parlamentswahlen.
Der Fund geschah am Sonntagmorgen, den **1. November**. Ein Gemeinderat entdeckte das Objekt und informierte einen Kollegen, bevor er den Bürgermeister kontaktierte. Laut Darstellung des Bürgermeisters ereigneten sich die Vorfälle in der Nacht vom **31. Oktober** auf den **1. November**, als eine oder mehrere unbekannte Personen den simulierten Sarg auf dem Balkon des Rathauses platzierten.
## Bürgermeister erstattet Anzeige bei Guardia Civil und entfernt Sarg
Der Bürgermeister von Hoyocasero ist **Iván Picós** von der Volkspartei. Nach Rücksprache mit seinen Gemeinderäten ordnete er die Entfernung des Pappsargs vom Balkon an. In einer Erklärung bezeichnete Picós den Vorfall als „eine Situation, die nie hätte eintreten dürfen“ und kündigte an, die Fakten der Guardia Civil zur Ermittlung und Identifizierung möglicher Täter sowie zur Klärung ihrer rechtlichen Verantwortung zu übergeben.
Die Anzeige des Bürgermeisters bei der Guardia Civil zielt darauf ab, aufzuklären, wer die Struktur platziert hat und mit welcher Absicht. Das Rathaus hat keine konkrete Person benannt und die Vorfälle auch keiner politischen Gruppe zugeordnet. Die Ermittlungen liegen nun beim bewaffneten Institut.
## Frente Amplio fordert sofortige Entfernung und spricht von Hassverbrechen
Das Wahlbündnis **Frente Amplio** hat bei der **Wahlkommission des Bezirks Ávila** Anzeige gegen das Rathaus erstattet. Es ist der Ansicht, dass die Handlungen ein Tatbestand eines im Strafgesetzbuch geregelten Hassverbrechens sein könnten, und fordert die „sofortige“ Entfernung des simulierten Sargs. Laut Pressemitteilung verstößt die Nutzung öffentlicher Infrastruktur zur Ausstellung makabrer Ikonografie gegen politische Führer gegen die institutionelle Neutralität.
Frente Amplio vertritt die Auffassung, dass die Grenzen der Meinungsfreiheit überschritten wurden. Sie berufen sich auf Artikel **103.1 der spanischen Verfassung**, der die öffentliche Verwaltung verpflichtet, objektiv und unparteiisch zu handeln. Zudem erwähnen sie die Artikel **8.1 und 50.2 des Organischen Gesetzes über das allgemeine Wahlsystem (LOREG)**, die Transparenz und Gleichheit zwischen den Wahlparteien regeln. Ferner zitieren sie das Abkommen der **Zentralen Wahlkommission vom 4. Dezember 2017**, das die Ausstellung von Symbolen parteipolitischer oder ideologischer Bedeutung in Gebäuden öffentlichen Eigentums ausdrücklich verbietet.
Für das Bündnis gehören institutionelle Räume allen Bürgern und dürfen nicht zu Trägern für Einschüchterung, Hetze oder parteipolitische Konfrontation werden. Die Anzeige bei der Wahlkommission des Bezirks Ávila ist unabhängig von eventuellen strafrechtlichen Ermittlungen. Bisher hat Frente Amplio keine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft wegen des geltend gemachten Hassverbrechens erstattet.
## PSOE Ávila verurteilt Vorfälle und fordert Aufklärung
Der Provinzsekretär der PSOE in Ávila, **Carlos Montesino**, hat seine „schärfste Verurteilung“ des Geschehenen ausgesprochen. Er forderte das Rathaus auf, die Umstände der Platzierung dieser Elemente auf dem städtischen Balkon zu klären, ohne vorab Schuldzuweisungen zu treffen. Für Montesino stellt die symbolische Darstellung des Todes eines öffentlichen Vertreters eine schwere Respektlosigkeit dar.
Der sozialistische Funktionär hält den Vorfall für „absolut inakzeptabel“ und warnt davor, die Darstellung des Todes eines politischen Gegners als Ausdruck der Unzufriedenheit mit dessen Entscheidungen zu normalisieren. Seiner Meinung nach kann man in einer Demokratie jede Regierung kritisieren, widersprechen und dagegen protestieren, aber nicht den Tod des Premierministers darstellen.
Montesino erinnert daran, dass dies nicht das erste Mal ist, dass Pedro Sánchez Ziel solcher Darstellungen ist. Für ihn geht es nicht um Parteikürzel oder Ideologien, sondern um Respekt gegenüber Institutionen und Menschen. Eine Demokratie, schließt er, zeige sich auch im Respekt gegenüber Andersdenkenden.
## Ein Dorf mit 300 Einwohnern und ein institutioneller Balkon
Hoyocasero ist eine Gemeinde in der Provinz Ávila, etwa **50 Kilometer** südlich der Provinzhauptstadt. Die Bevölkerung liegt bei rund **300 Einwohnern**. Das Rathaus wird von der PP regiert. Der Balkon, auf dem der Sarg auftauchte, ist der Hauptbalkon des Rathauses, derselbe Ort, an dem die offiziellen Flaggen wehen.
Die Platzierung politischer Symbole auf öffentlichen Gebäuden unterliegt in Spanien einem klaren Rechtsrahmen. Die Zentrale Wahlkommission hat in verschiedenen Beschlüssen wiederholt das Verbot betont, parteipolitische Symbole an Fassaden und in Innenräumen öffentlich genutzter Gebäude auszustellen, insbesondere während Wahlperioden. Der Beschluss vom **4. Dezember 2017** ist jener, den Frente Amplio in seiner Anzeige zitiert.
Der Fall Hoyocasero kombiniert zwei unterschiedliche Ebenen. Zum einen die mögliche strafrechtliche Verantwortung desjenigen, der den Sarg platzierte, die von der Guardia Civil untersucht wird. Zum anderen die institutionelle Verantwortung des Rathauses, die Frente Amplio bei der Wahlkommission des Bezirks geltend macht. Der Bürgermeister hat jede Verbindung zu den Vorfällen bestritten und war der Erste, der sie bei der Guardia Civil anzeigte.
Die Meinungsfreiheit schützt politische Kritik, selbst harsche Kritik. Doch Gerichte haben eine Linie gezogen zwischen Kritik und Hetze sowie zwischen der privaten Nutzung von Symbolen und deren Ausstellung in institutionellen Räumen. Ein Sarg mit dem Foto eines Premierministers auf dem Balkon eines Rathauses befindet sich in dieser Grauzone, die nun von der Guardia Civil und der Wahlkommission des Bezirks Ávila geklärt werden muss. Jede Bewertung strafrechtlicher Verantwortung erfordert Vorsicht: Die Ermittlungen laufen noch, und kein Täter wurde identifiziert.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).
Eine PP-Stadträtin aus Torre Pacheco nennt die Camper an der Puerta del Sol in einem Video in sozialen Medien 'Hurensohne', die PSOE fordert ihre Absetzung.
Richterin Beatriz Biedma berichtete vor der Audiencia Nacional, dass Fremde ihren Töchtern an der Schule folgten und Druck ausgeübt wurde, weil sie den Bruder von Pedro Sánchez untersucht.
Ein Netanjahu zugeschriebenes Message warnt vor sofortigen Kosten für Spaniens diplomatische Haltung. Sánchez fordert die EU auf, das Abkommen mit Israel zu kappen.
Eine Umfrage von Sigma 2 nach der Tragödie von Urda zeigt die PSOE unter 100 Sitzen und mit einem Verlust von bis zu 450.000 Stimmen vor den Wahlen am 29. November.