AstraZeneca-Geschädigte fordern Entschädigung vom spanischen Staat

Essenzielle Arbeitskräfte in Spanien, die durch die AstraZeneca-Impfung geschädigt wurden, verlangen Entschädigungen. Ein Gericht stuft Thrombosen als Arbeitsunfall ein.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

AstraZeneca-Geschädigte fordern Entschädigung vom spanischen Staat
Essenzielle Arbeitskräfte fordern Entschädigung für Impfschäden

Die Rechnung der Massenimpfung wird nicht mehr nur in Ministerien diskutiert, sondern landet vor Gericht. Eine Gruppe von essenziellen Arbeitskräften, die schwere Nebenwirkungen nach der Injektion erlitten haben, fordert vom Staat eine Entschädigung und vor allem Sichtbarkeit. Die Klage wird von ATEAVA getragen, dem Verband der AstraZeneca-Geimpften mit Folgeschäden. Der Sprecher Pedro García García stellt es klar: Anerkennung des Schadens und finanzielle Kompensation. Es ist kein Einzelfall, was die öffentlichen Kassen belasten könnte.

Was fordern die betroffenen essenziellen Arbeitskräfte?

Der Kern der Forderung ist doppelt: Entschädigung und Sichtbarkeit. Der Verband argumentiert, dass Personen mit schweren Folgen nach der Impfung in den offiziellen Berichten ignoriert und als statistische Randerscheinung behandelt wurden. Viele erinnern sich daran, dass die Impfung als bürgerliche Pflicht dargestellt wurde und Kritik sie verdächtig machte.

Die Mehrheit der Betroffenen sind während der Pandemie als systemrelevant eingestufte Arbeitnehmer. In mindestens einem zitierten Gerichtsfall ließ sich der Betroffene auf Anweisung seines Arbeitgebers im Rahmen des Regierungsplans impfen. Dieses Detail bewegte später die Richter.

Der gesellschaftliche Konflikt ist unbequemer als der juristische. Während der Kampagne wurden Ungeimpfte stigmatisiert; nun fordern geimpfte Geschädigte genau denselben Opferstatus, der anderen zuvor verweigert wurde. Diese Symmetrie erklärt die heftigen Reaktionen.

Warum werden Impfstoff-bedingte Thrombosen als Arbeitsunfall anerkannt?

Ein wegweisendes Urteil hat Thrombosen eines katalanischen Lehrers nach der Corona-Impfung als Arbeitsunfall anerkannt. Das Gericht betonte, dass sich der Lehrer auf Anweisung seiner Schule und im Rahmen des Regierungsplans impfen ließ. Diese Argumentation – die Impfung als dienstliche Anweisung – ebnet den Weg für weitere Ansprüche.

Es ist nicht das einzige Urteil. Die Justiz hat die Wirkung der Spritze bereits zum zweiten Mal als Arbeitsunfall anerkannt, diesmal bei Pfizer- und AstraZeneca-Impfstoffen. Jedes Urteil, das den beruflichen Zusammenhang bestätigt, erhöht den Druck: Wenn die Impfung aus dem Job resultierte, gilt der Schaden nicht mehr als privates Unglück, sondern als Berufsunfall. Damit rückt der Staat als Verantwortlicher in den Fokus.

Die konkreten Fälle sind hart. Ein junger Mann aus Sevilla fordert eine Million Euro vom Gesundheitsministerium, nachdem er nach der zweiten Dosis querschnittsgelähmt wurde; Gutachten belegen einen direkten Zusammenhang mit der Impfung und einer Behinderung von 84%. Sieben weitere Betroffene schließen sich an und fordern Entschädigungen wegen Erblindungen und Behinderungen.

War die Impfung freiwillig oder gab es einen faktischen Zwang?

Rechtlich bestand keine Impfpflicht. Faktisch fungierte der Corona-Pass jedoch als Zugang zu Gastronomie, Reisen und weiten Teilen des sozialen und beruflichen Lebens. Manche sehen darin einen administrativen Zwang und befürworten Klagen vor Arbeitsgerichten für jene, die ihre Stelle verloren. Andere entgegnen, niemand sei physisch gezwungen worden.

Der rechtliche Rahmen schuf Verwirrung. Feijóo befürwortete eine Impfpflicht, obwohl das Verfassungsgericht (Tribunal Constitucional) den entsprechenden Teil des galizischen Gesetzes kippte. Pflegekammerverbände warnten zudem, dass Impfungen ohne ärztliche Verordnung unter neuen Normen illegal seien. Ein Durcheinander, das jedes Gericht anders interpretiert.

14 Chargen und 200 Tote: Welche Zahlen stehen zur Debatte?

Die meiste Aufmerksamkeit erregt die Zahl von 200 Todesfällen, die laut Berichten in Spanien nach der Verabreichung von 14 spezifischen Impfstoffchargen aufgetreten sein sollen. Die Interpretation ist umstritten: Jeder Tod nach der Impfung beweist keinen Kausalzusammenhang, da viele Patienten Vorerkrankungen hatten. Der Rechnungshof (Tribunal de Cuentas) kritisierte zudem die Zuverlässigkeit der Pandemiedaten.

Parallel kursieren Berichte, die über hundert Studien zitieren, welche die Fähigkeit des Impfstoffs zur Krebsauslösung untersuchen. Diese Aussagen werden von Regulierungsbehörden nicht gestützt und sollten als unbestätigte Hypothese betrachtet werden. Allerdings hat das US-Gesundheitsministerium Pfizer und Moderna angewiesen, das Myokarditis-Risiko in die Warnhinweise aufzunehmen.

Der Staat muss voraussichtlich mit einer Klagewelle rechnen, falls die Rechtsprechung zum Arbeitsunfall gefestigt wird. Realistisch ist eine jahrelange Serie widersprüchlicher Urteile und diffuse Kosten. Da der Kausalzusammenhang noch strittig ist und die Zahlen unterschiedlich ausgelegt werden, wäre eine schnelle Lösung ebenso riskant wie blindes Vertrauen in Beipackzettel.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (175 Antworten).

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