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Argentinien beendet Malwinas-Abkommen mit Großbritannien
Argentinien kündigt das Abkommen mit dem Vereinigten Königreich über die umstrittenen Inseln auf, während der Kauf chinesischer Kampfjets blockiert ist und britische Schiffe technische Probleme haben.
Argentinien kündigt Abkommen auf und verschärft den Konflikt um die Falklandinseln
Argentinien hat das Abkommen gekündigt, das seinen Streit mit dem Vereinigten Königreich über die umstrittenen Inseln regelte. Ein Dokument weniger. Kein Soldat bewegt. Die im Diskurs vorherrschende Schlussfolgerung ist die gegenteilige: London sei schwach — Kriegsschiffe fallen einen Tag nach dem Auslaufen aus — und Buenos Aires habe Blut gewittert. Diese These ist bequem und hält, wie fast alle bequemen Theorien, bis jemand die Tabelle öffnet. Denn diplomatische Gesten kaufen keinen einzigen Kampfjet.
Wie viele Flugzeuge und Schiffe gingen 1982 verloren?
Vier Jahrzehnte später bleibt die Bilanz des Krieges ein Schlachtfeld. Eine Version besagt, dass das Vereinigte Königreich etwa 80 Flugzeuge, zehn Fregatten und Zerstörer verlor und sogar einen Flugzeugträger außer Gefecht setzte. Die Gegenreaktion ist knapp: sechs Harrier, vier davon durch Unfälle, sowie acht zerstörte und ebenso viele beschädigte Schiffe. Daraus ergibt sich eine wechselseitige Anschuldigung — zu den offiziellen Zahlen müsste man laut einer Seite 30 % Lüge addieren — und der Rückgriff auf enzyklopädische Bilanzen, die für Argentinien rund 100 verlorene Luftfahrzeuge gegenüber 33 für das Vereinigte Königreich angeben.
Jede Seite wählt die Zahl, die ihr passt. Und keine von beiden hat das Archiv konsultiert, um die Quellen zu ordnen. Das Einzige, was unbestritten ist, ist, dass der Krieg drei Monate dauerte und dass in zwei dieser Monate die Initiative bei Argentinien lag, ein Detail, das in jeder Diskussion wiederkehrt und sich seit vierzig Jahren nicht geändert hat.
Warum kauft Argentinien nicht die Kampfjets, deren Kauf es ankündigt?
Jahrzehntelang dieselbe Leier: Mirage, Super Etendard, Gripen, Kfir, der chinesische Jet. Der Haushalt 2022 sah einen Posten von 664 Millionen Dollar für 12 JF-17 Thunder Block III chinesischen Ursprungs vor, mit der Möglichkeit, sie in eigens dafür errichteten Anlagen zu produzieren. Der Kauf wurde nie konkretisiert. Inzwischen verfügt die Flotte über dreißig Jahre ohne Modernisierung und ein grundlegendes Einsatzproblem: Ohne Ersatzteile oder Flugstunden und ohne das Überraschungsmoment von 1982 dient der Luftbestand mehr für Paraden als für den Kampf.
Das Paradoxon besteht darin, dass die Kündigung des Abkommens genau dann erfolgt, wenn der Kauf blockiert ist. Ein Papier wird in fünf Minuten in einem Büro zerrissen; eine Luftstreitmacht lässt sich nicht improvisieren. Und der britische Boykott gegen den Verkauf von Kampfflugzeugen auf dem internationalen Markt funktioniert besser als jede Souveränitätserklärung.
Gibraltar, die doppelte Zange und Nelsons Arm
In der Debatte tauchen zwei enthusiastisch wiederholte Ideen auf: Gibraltar und die Inseln gleichzeitig anzugreifen, eine spanisch-argentinische Doppelzange, und die These, dass Spanien immer geschwächt aus seinen Konflikten mit England hervorgegangen sei. Die zweite These altert am schlechtesten. Nelsons Arm blieb in der Bucht von Santa Cruz de Tenerife, und manche erinnern daran, dass das Vereinigte Königreich über drei Jahrhunderte hinweg Rückschläge auf der ganzen Welt erlitt, bis hin zur Auflösung des Empire, als Gegenbeweis.
Die Uneinigkeit über Gibraltar erstreckt sich zudem auf den Lebensstandard auf dem Felsen, mit unversöhnlichen Positionen und ohne einen einzigen Datensatz, den beide Seiten akzeptieren. Hier geht es nicht um militärische Strategie: Es geht um vergleichbare Benachteiligung.
Chinesische Unterstützung und die Seidenstraße
Dies ist das gewichtigste Argument in der gesamten Angelegenheit. Argentinien hat sich der chinesischen Sphäre angenähert und ist in ihre Seidenstraße eingetreten. Wenn diese Bewegung jetzt stattfindet, so lautet diese Lesart, dann weil dahinter Unterstützung steht: Flugzeuge, Finanzierung und Fabriken. Die Schlussfolgerung ist ehrgeiziger als der Konflikt selbst: Die angelsächsische Sphäre wäre in der Minderheit und würde die Flagge der Demokratie als Argument verlieren, da eine Mehrheit der Länder dagegen wäre. Der herangezogene Vergleich ist Venezuela und Bolivien, die ähnliche Abkommen schlossen.
Diese Vorhersage hat ein praktisches und ziemlich unbequemes Problem: Niemand hat bisher die zwölf Kampfjets unterzeichnet.
Die innere Front, die der Nebelvorhang verdeckt
Es gibt eine weniger epische und plausiblere Erklärung. Die Forderung nach den Inseln ist das empfindlichste Thema des Landes und das wirksamste Mittel, um Sparmaßnahmen, Krisen oder interne Streitigkeiten aus den Schlagzeilen zu drängen. Die Theorie des Ablenkungsmanövers — die Sache wiederaufleben lassen, wenn die Wirtschaft drückt — erklärt den Zeitplan besser als jede militärische Bewertung. Sie erklärt auch, warum die Ankündigung eher als Geste denn als Operation diskutiert wird: Es liegt kein Landungsplan auf dem Tisch.
Wer davon fantasiert, tut dies im Spaßmodus, mit amphibischen Angriffsschiffen mit unmöglichen Namen und erfundenen Luftstaffeln. Es ist Satire, aber zeigt etwas Reales auf: die Kluft zwischen Schlagzeile und operativer Fähigkeit.
Da die britische Flotte durch Pannen Schlagzeilen macht und Buenos Aires keinen neuen Kampfjet auf dem Rollfeld hat, ist es wahrscheinlich, dass der Konflikt rhetorisch bleibt. Wenn die JF-17 eines Tages eintreffen, wird sich der Ton der Diskussion ändern. Wenn sie erneut im nicht ausgeführten Haushalt stecken bleiben, wird die nächste Kündigung eines Abkommens genau wie diese gelesen werden: als Machtdemonstration, die keinen einzigen Soldaten bewegt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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