Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Selenskyj vergleicht Philipps II. Herrschaft mit Tyrannei
In der niederländischen Parlamentsrede beruft sich Selenskyj auf die «Tyrannei» Philipps II., was eine Debatte über die Schwarze Legende und Waffenlieferungen an Kiew neu entfacht.
Selenskyj zitiert die «Tyrannei» Philipps II. und belebt die Schwarze Legende wieder
Vor dem niederländischen Parlament forderte Wolodymyr Selenskyj den Abbruch des Handels mit Russland und mehr Waffen für Kiew. Dabei appellierte er an das historische Gedächtnis des Gastlandes: Die Niederlande seien nach dem Achtzigjährigen Krieg gegründet worden, im Kampf «gegen die Tyrannei» von Philipp II. von Spanien. Der Tweet von @EuroEFE griff das Zitat auf, das in Spanien wie ein Schlag ins Gesicht wirkte. Vier Jahrhunderte später kehrte ein toter König durch die Worte eines Präsidenten im T-Shirt auf die Titelseiten zurück.
Die niederländische Hymne widerspricht der Erzählung
Eines der häufigsten Gegenargumente stammt nicht aus einem Geschichtsbuch, sondern aus der Nationalhymne der Niederlande. Diese enthält den Vers „Ich habe den König von Spanien geehrt“, der im Forum genutzt wird, um das Etikett des Tyrannen zu entkräften. Hinzu kommt eine Korrektur: Holland ist nur ein Teil der Niederlande, wenn auch der größte. Manche argumentieren, dass die Anklage der Tyrannei ihre Schärfe verliere, wenn die Hymne selbst Treue zum spanischen Monarchen bekennt.
Der Aufstand galt weder Freiheit noch Demokratie
Andere betonen, dass der Aufstand nicht wegen Freiheit oder Demokratie geführt wurde, sondern wegen Macht und Religion. Dieses Argument stützt sich darauf, dass Calvinisten dort, wo sie herrschten, Katholiken verfolgten, und Wilhelm von Oranien faktisch als Autorität in den nördlichen Provinzen fungierte. Im Hintergrund sehen einige die Schwarze Legende weiterhin als Interpretationsrahmen für alles Spanische.
Die Anekdote des Herzogs von Alba und die zwei Galgen
Unter den Episoden, die zur Kontrastierung von Legende und Realität herangezogen werden, findet sich eine fast komische Geschichte: Der Herzog von Alba ließ drei Soldaten, die Schafe gestohlen hatten, um zwei Galgen losen. Diese Anekdote wird im Thread erwähnt.
Vom historischen Beleidigung zur Waffenrechnung
Im Fokus des Threads verschob sich die Aufmerksamkeit von der Geschichte zum Geld. Die Diskussion wandte sich den Waffenlieferungen, den Ausgaben und Steuern für die Hilfe sowie einer möglichen Anhörung Selenskyjs vor dem Congreso de los Fruta (spanisches Unterhaus) zu. Dort, so die Warnung, könnte er sein Repertoire wiederholen: die Erwähnung von Guernica und den Verweis auf spanische Unternehmen. Manche lesen dies als reines Marketing: eine Rede, die sich jedem Parlament anpasst und überall dasselbe fordert.
Beleidigung, Propaganda oder bloße Berechnung?
Die Kontroverse lässt mehrere Lesarten zu. Eine sieht in dem Zitat eine direkte Beleidigung der spanischen Geschichte und des Staatsmannes, unter dessen Herrschaft das Imperium seinen Höhepunkt erreichte. Eine andere, zynischere Sichtweise reduziert es auf gut beratene Kriegspropaganda, die darauf abzielt, die europäischen Geldbörsen zu öffnen.
Das verwirrende Detail
Das Bemerkenswerte ist nicht, dass Selenskyj Philipp II. zitiert. Es ist, dass das Zitat immer noch wirkt. Eine Rede vor dem niederländischen Parlament liefert Schlagzeilen in Madrid, mit der Schwarzen Legende im Hintergrund und einer offenen Frage: Wie viel davon ist Geschichte und wie viel Kriegspropaganda?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (223 Antworten).
Der Oberste Gerichtshof bestätigte die Vaterschaft von Paqui Gento, die ein Inventar des Vermögens des Fußballers verlangt und die Anfechtung der Erbschaft vorbereitet.
Die Rückkehr der ukrainischen Flagge nach Cherson wurde angekündigt, doch während die russischen Truppen sich angeblich zurückzogen, wurden vor Ort Symbole entfernt.
Vier lebende Verdächtige nach dem Massaker in Moskau lösen Debatten über Folter und die Urheber des Anschlags aus. Keine Version ist abschließend geklärt.
Diskussion in einem Forum über EU-Sanktionen gegen russische Medien. Der ironische Slogan „Zensur schützt die Demokratie“ steht im Mittelpunkt der Kritik.
Der Fall von Lissitschansk vervollständigt die russische Kontrolle über Lugansk. Die letzte ukrainische Festung fiel nach kurzer Gegenwehr und ebnet den Weg Richtung Bachmut.