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Arganöl aus Marokko importieren: Zölle, MwSt. und Gesundheitslizenz
Arganöl fällt zollfrei an, da es nur in Marokko hergestellt wird, doch es kommen 21 % MwSt., Zollformalitäten und eine Gesundheitslizenz hinzu. Kostenleitfaden für den Import aus Marokko.
Arganöl aus Marokko importieren: von 0 % Zoll bis 21 % MwSt.
Ein Unternehmer möchte natürliche Öle aus Marokko —Argan, Aloe Vera— importieren und in Spanien verkaufen. Er hat den Lieferanten, die EcoCert-Zertifikate und sogar eine Analyse einer deutschen Universität. Was ihm fehlt, ist der Verwaltungsweg: welche Steuern anfallen, welche Gesundheitslizenz nötig ist und wie stark ein Einkauf von 300 Euro an der Grenze in die Höhe schnellt. Die kurze Antwort: Laut einem Teilnehmer zahlt Argan keinen Zoll, aber die 21 % MwSt. und die Abfertigungskosten schonen niemanden.
Welche Steuern beim Import von Arganöl aus Marokko anfallen
Argan hat eine Besonderheit, die zugunsten wirkt: Es wird nur in Marokko hergestellt. Deshalb, so eine Analyse des Falls, unterliegt das Produkt keinen Zöllen. Die tatsächlichen Kosten ergeben sich aus Produktpreis plus Transport, darauf wird der entsprechende Zollsatz angewendet — hier null — und anschließend die 21 % MwSt. berechnet. Zu dieser Basis kommt noch die Ausstellung des Einheitspapieres (DUA), der Zollanmeldung, die separat bezahlt wird.
Um den genauen Satz zu ermitteln, muss man zunächst den TARIC-Code des Produkts heraussuchen und in der Zolldatenbank der Europäischen Union nachschlagen. Dort steht der Prozentsatz, der für jede Ware gilt. Der Unterschied zwischen einem kosmetischen und einem Lebensmittelöl ist nicht gering: Die Einstufung ändert sich und mit ihr die Kontrollen.
Die Gesundheitslizenz, die am Anfang fast niemand erwähnt
Die meistgeäußerte Warnung in der Diskussion lautet, dass ein Kosmetikprodukt ohne Gesundheitsinspektion nicht in den Verkehr gebracht werden darf. Das Verfahren wird bei der Gesundheitsbehörde (consejería de Sanidad) der jeweiligen Autonomen Gemeinschaft beantragt, die die Importschritte vorgibt. Das ist der Teil, der dem Projektinitiator die meisten Sorgen macht, und zu Recht: Ohne diese Prüfung dürfte das Produkt nicht verkauft werden.
Die Handelskammer erweist sich als nützlicher Abkürzungsweg — gegen Gebühr. Ebenso die spanischen Kammern in Marokko, etwa die in Tanger, wenn die Ware über diesen Hafen verschifft wird. Und der Spediteur, eine Figur, die mehrere für unverzichtbar halten: Er übersetzt Zölle, DUA-Formalitäten und Kontrollen in ein Festpreisangebot.
Versicherung, Akkreditiv und Partner vor Ort
Bei kleinen Beträgen lachen die Banken über ein Akkreditiv. Trotzdem lautet die Empfehlung, das Geld abzusichern und bei Kosmetikprodukten eine umfassende Haftpflichtversicherung abzuschließen. Und einen Partner vor Ort zu suchen, denn die Fernsteuerung von Spanien aus mit einem neuen Lieferanten ist, mit den Worten eines Teilnehmers, «wahnsinnig».
Misstrauen gegenüber der Herkunft zieht sich durch einen Großteil der Diskussion. Manche raten grundsätzlich von jedem Geschäft in Afrika ab, andere sehen darin ein Lehrbuchvorurteil. Dazwischen ein Bericht über die hygienischen Zustände in Exportbetrieben und der Verdacht, dass marokkanisches Öl als spanisches abgefüllt wird.
Das EcoCert-Zertifikat und die deutsche Analyse ersetzen die spanische Gesundheitsinspektion nicht. Und ein Einkauf von 300 Euro ist mit MwSt. und Abfertigung kein Einkauf von 300 Euro mehr. Die offene Frage: Wie viel dieser Mehrkosten lässt sich auf den Endpreis übertragen, ohne dass sich das Arganöl noch verkauft?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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