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Ane Lindane vor Gericht: Sex-Simulation auf einem Altar
Ein Gericht in Bilbao eröffnet den Prozess gegen Ane Lindane wegen der Simulation eines Sexualakts auf einem Altar. Die Verbreitung des Videos in Spanien ist entscheidend für den Fall.
Schauspielerin Ane Lindane muss sich wegen einer Performance auf einem Altar vor Gericht verantworten
Die Schauspielerin und satirische Kabarettistin Ane Miren Hernández Unda, bekannt als Ane Lindane, muss sich in Bilbao vor Gericht verantworten, weil sie auf dem Hauptaltar einer Kirche einen Sensual simulierte, während sie auf Baskisch den Satz „Gott ist tot" sprach. Die Anzeige stammt von der Fundación Española de Abogados Cristianos (spanische Stiftung christlicher Anwälte), die geltend macht, dass die Inszenierung den Straftatbestand der religiösen Verhöhnung erfüllt, und eine Geldstrafe von acht Monaten fordert. Das Amtsgericht in Bilbao hat die Eröffnung der Hauptverhandlung beschlossen, wie die Stiftung selbst mitteilte.
Der juristische Kniff, der den Fall nach Spanien bringt
Der Vorfall ereignete sich in einer Kirche in Frankreich, wo diese Art von Ausdruck nicht als Straftat definiert ist. Abogados Cristianos argumentiert jedoch, dass die Verbreitung des Videos und die zugehörigen Kommentare vollständig in Spanien erfolgt seien – ein Punkt, der nach Angaben der Stiftung während des Ermittlungsverfahrens bereits von der Provinzialgerichtshofs (Audiencia Provincial) gestützt worden sei. Diese Auffassung begründet die Zuständigkeit der spanischen Gerichte und hat dem Verfahren Auftrieb gegeben.
Ein Fall zwischen Blasphemie und Spektakel
In der Analyse des Falls gibt es Stimmen, die das Verfahren für juristisch wenig aussichtsreich halten und meinen, es werde vor allem dazu dienen, die Bekanntheit der Künstlerin zu vergrößern, die eine Karriere mit bissigem Humor verfolgt und mit provokanten Performances in Verbindung gebracht wird. Die juristische Debatte dreht sich darum, ob die Meinungsfreiheit diese Handlungen schützt oder ob umgekehrt die strafrechtliche Sanktion der religiösen Verhöhnung greifen muss. Die Antwort liegt nun bei der Hauptverhandlung, die in Bilbao stattfinden wird. Im Moment ist nur eines sicher: Der Konflikt hat Grenzen überschritten – was in Frankreich keine Straftat ist, wird in Spanien vor einem Gericht entschieden.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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