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500.000 € investiert: Reicht das für die Rente mit 40?
Die 4%-Regel ergibt bei 500.000 € Kapital 20.000 € brutto pro Jahr. Ein Forennutzer fordert das Doppelte, steuerfrei.
Halbe Million investiert und die Zweifel am Ausstieg mit 40
Eine halbe Million Euro zu investieren reicht nicht aus, um in Spanien aufzuhören zu arbeiten, behauptet die „konservativste“ Berechnung eines Teilnehmers im Thread, der direkt das Doppelte und steuerfrei fordert. Die Aussage ist kategorisch. Die Arithmetik des konkreten Falls relativiert dies jedoch: Bei Anwendung einer Entnahme von 4 % pro Jahr – 20.000 € brutto im ersten Jahr, danach inflationsbereinigt – würde das Kapital vier Jahrzehnte halten, ohne das Startkapital anzutasten, laut der Simulation des Protagonisten.
Der Protagonist ist Anfang 40, kein Beamter, besitzt keine eigene Wohnung und hat alle teuren Laster abgelegt. Vor gut einem Jahr plante er den Ruhestand mit 350.000 €; er zahlte während der Pandemie weiter ein, ließ den Zinseszins wirken und übersteigt heute 500.000 €. Sein weltweiter ETF verzeichnet fast +30 % im Jahresvergleich. Die Frage bleibt dieselbe: Würde er weiter rudern?
Wie lange hält ein Portfolio von 500.000 € bei 4 %-Entnahmen?
Vierzig Jahre, laut der Monte-Carlo-Simulation des Protagonisten: 4 %-Regime im ersten Jahr und spätere Inflationsanpassungen, ohne dass in keinem Szenario das Startkapital unterschritten wird. Der Knackpunkt liegt in der Kaufkraft. In vier Jahrzehnten werden 500.000 € nicht mehr kaufen können, was sie heute kaufen, und keine Simulation erstattet die unterwegs verlorene Kaufkraft.
Extremwerte bei den Ausgaben sind verwirrend. Laut der Berechnung eines anderen Forennutzers würde dasselbe Kapital bei 400 € monatlich etwa 100 Jahre reichen; bei 4.000 € pro Monat nur etwa 10 Jahre. Dasselbe Geld, zwei völlig unterschiedliche Leben. Die Variable ist nicht das Vermögen, sondern die monatliche Rechnung, die man beschließt zu begleichen.
Dividenden oder jährlich 4 % des Portfolios verkaufen?
Hier zeigt sich der erste Bruch. Ein Teilnehmer plädiert für ein diversifiziertes Portfolio aus spanischen, europäischen und US-amerikanischen Dividendenwerten: Mit einer Durchschnittsrendite von 5 % ergeben sich 25.000 € brutto pro Jahr, ca. 19.800 € netto oder 1.650 € monatlich. Der Vorteil sei doppelt: Dividenden steigen über die Jahre und gleichen die Inflation aus, und beim Leben von den Erträgen bleibt das Stammkapital unangetastet. Solide Ausschüttungsunternehmen, fügt er hinzu, pausieren ihre Zahlungen selten.
Ein anderer Weg, im selben Thread erwähnt, führt zu US-REITs, die rund 7 % p.a. ausschütten. Auf 370.000 € sind das etwa 2.200 € monatlich vor Steuern. Das Argument gegen die 4 %-Entnahme ist psychologisch, nicht mathematisch: Gezwungen zu sein, nach einem 50 %-Crash 4 % des Portfolios zu verkaufen, ist eine Prüfung, die viele nicht bestehen. Dem gegenüber steht die offensichtliche Warnung: Auch die Dividendenstrategie ist Kürzungen und Abstürzen ausgesetzt, und es gibt kein kugelsicheres Portfolio.
Steuerlast wiegt schwer: Portugal, Thailand und die Angst vor dem Wohnsitz in Spanien
Für einen Teilnehmer wäre es „buchstäblich angsteinflößend“, dieses Vermögen als Steuerresident in Spanien zu haben. Daher das Interesse am portugiesischen Regime für Nicht-Gewöhnliche Residents (NHR), das Kapitalgewinne bei 0 % besteuern würde, einschließlich Kryptowährungen. Dies ist der Weg, den andere Investoren, die ihren Ausstieg planen, bereits erwägen.
Das andere wiederkehrende Ziel ist Südostasien. Mit der Hälfte des Kapitals rechnet man mit fünfzehn Jahren Leben „wie ein König“ in Thailand oder Vietnam, und mit 100.000 € wird sogar die Gründung eines kleinen Hotelbetriebs auf Bali vorgeschlagen. Dem entgegen steht die konservative Warnung: Das Problem ist nicht, ob das Geld zum Leben reicht, sondern ob es die nächste Krise intakt übersteht.
Keine Eigentumswohnung und keine Beiträge: Die Lücken im Plan
Ohne eigenes Zuhause ändert sich die Rechnung in diesem Alter erheblich. Manche würden unter diesen Umständen gar nicht aufhören zu arbeiten. Und das Thema Rente schwingt mit: Laut einem Teilnehmer muss man mehrere Jahre einzahlen, wobei die Beiträge der letzten zwei Jahrzehnte vor dem Rentenalter gewichtet werden, auch wenn er dies selbst mit Zweifeln formuliert.
Immobilien hingegen werden mit Verachtung behandelt: Sie gelten als Anlage für Menschen ohne Kapital und für sehr Reiche, nicht für die Mittelschicht. Trotzdem tauchen Preise für renovierte Herrenhäuser mit Obstgarten und tausenden Quadratmetern Land für 130.000 € sowie für 200 m²-Wohnungen an der Küste Asturiens für 70.000 € auf.
Der Feind ist nicht das Geld, es ist der Dienstagmorgen
Im Thread wird ein Fall geschildert: Jemand, der seine Firma 2018 verkaufte, mit 15 Mitarbeitern und Millionen Umsatz, und feststellte, dass passive Einkünfte von 15.000 € monatlich die Stunden nicht füllen. Bildschirme, Bücher, Fitnessstudio und eine Müdigkeit, die nicht finanzieller Natur war. Zwischenlösungen gewinnen an Zuspruch: Sabbatical, Projektwechsel, Reduzierung auf vier oder fünf Stunden, ein Job, der Spaß macht, auch wenn er halb so viel zahlt.
Wer hierher kommt und denselben Zweifel hat, erhält ein trockenes Urteil: Wenn man fragen muss, wird man weiter rudern.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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