2x1-Klimaanlage wählen: Mitsubishi, Fujitsu oder Daikin

Eine Wohnung mit 2x1-Vorinstallation braucht eine Klimaanlage: Mitsubishi, Fujitsu oder Daikin. Die Kühlverteilung zwischen den Räumen und die Kompressorleistung sind die entscheidenden Fragen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

2x1-Klimaanlage wählen: Mitsubishi, Fujitsu oder Daikin
2x1-Klimaanlage wählen: Mitsubishi, Fujitsu oder Daikin

Lohnt sich ein 2x1-Multisplit oder ist das Geld zum Fenster hinausgeworfen? Die Frage ist alles andere als trivial, wenn die Fassade keine zwei Außengeräte zulässt: Dann gibt es entweder einen Kompressor für zwei Zonen oder gar nichts. Ein Eigentümer, dessen Vorinstallation für ein 2x1-System bereits fertig ist —20 m² Essraum mit Blick zum Schlafzimmer, dazu ein zweites Split-Gerät für drei Zimmer und Küche— bittet um Hilfe, um bei Marke, Leistung und Verbrauch keinen Fehler zu machen. Die Antwort der Community kommt mit einer unbequemen Warnung: Manche halten das 2x1-System von vornherein für einen Fehler.

Der erste Konsens: Ein Multisplit ist ein Notbehelf, keine Lösung. Fällt das Außengerät aus, fallen zwei Zonen gleichzeitig aus. Und billig ist es auch nicht: Manche erinnern sich, wie sie eine Daikin-5x1-Anlage mit nicht mehr nachfüllbarem R22-Gas abgebaut und danach zwei 1x1-Geräte unter Wiederverwendung der Leitungen installiert haben. Die allgemeine Empfehlung ist klar: Wenn Platz für zwei Kompressoren ist, sind zwei 1x1-Geräte besser. Wenn nicht, akzeptiert man das 2x1 – aber mit offenen Augen.

Wie viel Kühlleistung braucht jedes Split-Gerät?

Die verbreitete Faustregel von 100 Frigorien pro Quadratmeter reicht nicht mehr aus, sobald man eine Tür öffnet. Für das Hauptschlafzimmer mit 14 m² genügt ein Gerät mit 2.000 Frigorien, das obendrein einige Dezibel leiser ist – etwas, das man nachts zu schätzen weiß. Für das Verteilergerät, das drei Zimmer und die Küche kühlen soll —insgesamt 30 oder 35 m²—, steigt die Zahl auf 3.000 Frigorien, allerdings mit Einschränkungen: Es eignet sich zum Entfeuchten und für ein besseres Raumklima, nicht dazu, jeden Raum separat zu klimatisieren.

Kälte macht nicht an offenen Türen Halt. Wer versucht hat, einen Nebenraum bei offener Tür abzukühlen, kennt das: Die Luft kommt an, aber am Boden, und um sie im Nebenzimmer zu spüren, muss man im Raum mit dem Split-Gerät schon frieren. Die Ausrichtung entscheidet: Scheint die Morgensonne auf Ess- und Schlafzimmer, arbeitet das Gerät mehr; liegen die anderen Räume zum Innenhof, stellt sich die Verbesserung mit weniger Frigorien ein.

Mitsubishi, Fujitsu, Daikin oder LG: Was die Erfahrung sagt

Die immer wiederkehrende Hierarchie ordnet die japanischen Marken —Mitsubishi Electric, Fujitsu, Daikin, Panasonic, Hitachi, Toshiba— auf demselben technischen Standard ein. Innerhalb jeder Marke gibt es bessere und schlechtere Serien; das Markenprestige rettet kein falsch gewähltes Modell. Mitsubishi Electric gilt laut Reparaturtechnikern als zuverlässigste Marke, wobei Mitsubishi Heavy Industries ein anderes Unternehmen mit einer anderen Geschichte ist. Fujitsu gilt als bestes Preis-Leistungs-Verhältnis im japanischen Lager, mit einer kuriosen Politik: Dasselbe Gerät wird im Baumarkt als Fujitsu verkauft, für Installateure als General, im Sanitärbereich als Hiyasu und für Elektriker als Fuji Electric. Bis zur letzten Schraube identisch.

LG und Samsung spielen in einer anderen Liga. Manche stufen sie in der Qualität nahe an die japanischen Marken ein und beim Preis darunter; andere meiden sie nach einer schlechten Erfahrung mit dem Kundendienst komplett. Billig wird teuer, wenn das Gerät im August den Geist aufgibt.

Die entscheidende Zahl: das Außengerät

Die Datenblätter der großen Handelsketten sind voller Fehler. Ein Modell gibt einen Verbrauch von 1.040 W an, ein anderes 4.100 W bei ähnlicher Leistung: unmöglich. Worauf es wirklich ankommt, ist die Kühlleistung des Kompressors, nicht die der Split-Geräte, die meist alle gleich sind. Ein Außengerät mit 5.500 Frigorien ist für eine Wohnung dieser Größe überdimensioniert; 4.400 sparen Geld, ohne in einem gut gedämmten Zuhause Komfort einzubüßen.

Auch die Installation spielt eine Rolle. Die Leitungen verlaufen paarweise —flüssig und gasförmig—, und bei diesen Leistungen sind 3/8 und 1/4 üblich. Falls die Vorinstallation vorsorglich 1/2 verlegt hat, muss der Installateur an den Anschlüssen reduzieren und die Gasfüllung anpassen. Nicht schlimm, aber es sollte jemand machen, der die Anlage bereits kennt.

Das Ergebnis: 1.700 Euro für einen Daikin 2x1

Der Fragesteller hat den Kauf mit einem Daikin 2MX50KV3 abgeschlossen: Kompressor mit 4.400 Frigorien, zwei Split-Geräte mit 3.000, Klasse A++/A+, für 1.700 Euro im Angebot. Die vergleichbaren japanischen Alternativen lagen bei etwa 2.000 oder 2.100. Die Installation übernimmt derselbe Fachbetrieb, der die Vorinstallation gemacht hat, zu einem guten Preis und ohne Zwischenhändler.

Ein Happy End – auf dem Papier. Offen bleibt, ob die Kühlverteilung zwischen den Räumen hält, was sie verspricht, oder ob das 2x1 – wie die Erfahrenen warnen – am Ende ein permanenter Kompromiss mit angelehner Tür bleibt.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (57 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver