200.000 Euro an der Börse gewinnen: FCC bei 7 kaufen, bei 27 verkaufen
Der Kauf von 10.000 FCC-Aktien zu 7 Euro und ihr Verkauf zu 27 Euro ergibt einen Gewinn von 200.000 Euro. Auf dem Papier ist das einfache Schulmathematik. In der Praxis bedeutet es, eine Baufirma durchzuhalten, deren halbes Geschäft unter Verdacht steht, während der Markt dich hin- und herwirft. Dies war die Herausforderung, die jemand im Mai 2013 stellte und schriftlich festhielt, damit sie später überprüfbar ist: Das soll gespeichert werden, und in ein paar Jahren sehen wir, ob es funktioniert hat oder nicht.
Die These war kein Geheimnis. FCC notierte bei 7 Euro, das Management hatte umstrittene Praktiken und die Schuldenlast drückte die Bilanz. Das Argument war einfach: Schlimmer kann man es kaum machen, es gibt Verbesserungspotenzial und einen CEO, der bereit ist, sein eigenes Vermögen zu riskieren, um die Zahlen in den Griff zu bekommen. Blut auf den Straßen, der Klassiker.
Warum 2013 eine spanische Baufirma kaufen?
Das Wassergeschäft galt als Schlüsselasset: wiederkehrende Einnahmen, langfristige Verträge, vorhersehbare Cashflows, wenn der Tiefbau zusammenbricht. Hinzu kamen zwei große, vorab angekündigte Aufträge, eine Brücke in Großbritannien und ein Wasserprojekt im Nahen Osten. Der andere Teil war der Verkauf von Sparten und ein harter Personalabbau, denn die Wertsteigerung hing davon ab, die Verschuldung zu senken und das EBITDA zu steigern, nicht davon, neue Bauaufträge zu unterschreiben.
Manche sahen das klar, andere hielten es für einen Glaubensakt. Die berechtigte Skepsis war finanzieller Natur: Wenn Gemeinden kein Geld haben, um Müllverträge zu bezahlen, und die britischen Probleme auf dem Tisch liegen, wer kauft dann die schlechten Geschäfte? Die zynische Antwort des Initiators selbst: Diejenigen, die glauben, sie seien gut, oder die sie billig bekommen.
Die Steuerberechnung: Warum der Verkaufstag die Rechnung ändert
Ein viel diskutierter Aspekt war der Zeitplan. Bei einem Kursgewinn von 5.000 Euro addiert sich der Gewinn im selben Jahr zur Einkommensteuerbasis (IRPF) und die Einbehaltung kann steigen; wartet man bis zum 1. Januar, wird er neu eingeordnet. Die in der Diskussion genannten Sätze lagen zwischen 21% und 27% für Haltedauern über ein Jahr, gegenüber einem Grenzsteuersatz, der im schlimmsten Fall nahe an 50% ging, wenn die Operation mit dem Jahresgehalt vermischt wurde.
Die Konsequenz, die immer wieder betont wurde: Die Besteuerung darf nicht entscheiden, wann man ein- oder aussteigt. Wenn du zahlst, hast du gewonnen. Das Gesetz wird nach dem FIFO-Prinzip angewendet (First In, First Out), also zuerst gekauft, zuerst verkauft, sodass die tatsächliche Berechnung bei Depots mit mehreren Käufen komplizierter ist, als es scheint.
Von 16 Euro auf unter 6: Als der Chart aufhörte zu lächeln
Laut Bericht war der Weg zur Hälfte geschafft. Dann begann das Tropfen. Die Aktie erreichte 16 Euro mit der Aussicht, in zwei Jahren auf 25 zu steigen, es tauchten Positionen großer internationaler Investoren auf, die laut Kommentaren bereits Verluste auf dem Wertpapier machten, und der Preis rutschte auf 7,53, dann auf 5,99. Jedes Tief wurde als Kaufgelegenheit gedeutet. Manche beantragten sogar Kredite, um ihre Positionen zu erweitern.
Das Interessante liegt darin, wie dieser Absturz gehandhabt wurde: gestaffelte Einstiege, teilweise Ausstiege, ein Rückkauf bei 8,55 nach der Konsolidierung der Erholung. Die vollständige Aufschlüsselung dieser Transaktionen mit Preisen und Daten zeigt, wie schwer es ist, eine These durchzuhalten, wenn der Markt dir monatelang nur halb recht gibt.
Wer hat recht bei einer offenen Transaktion?
Die Herausforderung wurde nie abgeschlossen. Die letzten Nachrichten verraten die Abnutzung: Der ursprüngliche Autor verschwindet, die Aktie korrigiert weiter und jemand fragt sarkastisch, wie es mit den 200.000 Euro läuft. Angesichts des Glaubens vom ersten Tag ist die ehrlichste Antwort des Kollektivs die Warnung, die der Manager selbst fallen ließ: Wichtiger als zu wissen, wann man einsteigt, ist zu wissen, wann man aussteigt.
Es bleibt eine unbequeme Sarracena. Die Berechnung war fehlerfrei und die Logik verteidigbar. Was sich nicht modellieren lässt, sind die Zeit und die Geduld dessen, der durchhält. Mit noch schwebender Verschuldung und der Aktie weit vom Ziel entfernt, hat die Transaktion keinen klaren Gewinner: weder Erfolg noch Misserfolg, nur eine offene Position, die auf ihr Urteil wartet.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (225 Antworten).