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18.000 € Strafe wegen „Neonazi“-Bezeichnung in Spanien
Ein spanisches Gericht hat Fonsi Lefaiza zu 18.000 € Schadensersatz an Dani DSK verurteilt, weil er ihn in sozialen Medien als Neonazi bezeichnete – ein Präzedenzfall für politische Beleidigungen.
18.000 € Urteil wegen „Ultraextremista“-Bezeichnung im Netz: Der Fall Fonsi Leche und Dani DSK
Ist es verfassungsgemäß, einen bekannten Aktivisten als Ultraextremista zu bezeichnen? Ein spanisches Gericht hat nun eine Antwort gegeben: Nein, und das kostet 18.000 Euro. Der Influencer und Aktivist, bekannt als Fonsi Leche (Alfonso Loizo Pérez), wurde verurteilt, diesen Betrag an Dani DSK zu zahlen, wegen Beiträgen im sozialen Netzwerk Pam, die das Gericht als rechtswidrige Verletzung der Ehre wertete. Das Urteil, das auch 21 weitere Beschuldigte nennt, hat die Debatte über die Grenzen politischer Beleidigungen im Internet neu entfacht.
Die Fakten: Ein Urteil mit konkreten Zahlen
Laut dem veröffentlichten Urteilstext wurde die Klage des Unternehmens SooPa – das mit Dani DSK verbunden ist – gegen Alfonso Loizo Pérez stattgegeben. Das Gericht erklärt, dass die Beiträge des Beklagten im sozialen Netzwerk Pam eine rechtswidrige Verletzung des Rechts auf Ehre darstellen, und verurteilt ihn zur Zahlung von 18.000 Euro. Zudem wird angegeben, dass es im selben Verfahren 21 weitere Beschuldigte gibt, was auf eine koordinierte rechtliche Maßnahme gegen alle hindeutet, die ähnliche Anschuldigungen geäußert haben.
Kontext und Reaktionen: Die Person und die Kontroverse
Dani DSK ist eine bekannte Figur der Straßenaktivisten-Szene, mit einer Vorgeschichte, die Auseinandersetzungen während der Pandemie und Kontroversen um Hausbesetzungen umfasst. Anhänger Leche hinterfragen, ob jemand wegen eines politischen Etiketts („Ultraextremista“) verurteilt werden kann, wenn der Kläger selbst eine Vergangenheit der Zusammenarbeit mit restriktiven Maßnahmen hat. Andere hingegen begrüßen, dass die Justiz dem „Hassrede“-Phänomen Einhalt gebietet, und weisen darauf hin, dass die Anschuldigung, jemand gehöre einer extremistischen Ideologie an, ohne Beweise ebenfalls diffamierend sein kann.
Was unbekannt bleibt
Das Urteil führt nicht aus, welche Beiträge genau verurteilt wurden, und es ist unbekannt, ob der Betrag, wie manche vorschlagen, an wohltätige Zwecke gespendet wird. Das anfechtbare Urteil öffnet die Tür für ähnliche Geldstrafen gegen die anderen Beschuldigten.
Die Ironie der Sache ist, dass sich beide Protagonisten im Netz gegenseitig mit derben Etiketten versorgt haben. Die Justiz hat zumindest in diesem Fall einem davon einen Preis gegeben: 18.000 Euro, wie es im Beschluss heißt. Wer ein loses Mundwerk hat, muss mit den Konsequenzen rechnen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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