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150.000 € Umsatz, 28.000 € Gehalt: Warum er kündigte
Ein Mitarbeiter generierte 150.000 € plus MwSt., erhielt aber nur 28.000 € brutto für zehn Stunden täglich. Nach der Forderung nach 200.000 € quittierte er den Job.
150.000 € Umsatz, 28.000 € Bruttogehalt: Kündigung wegen Überlastung
Ein Mitarbeiter, der seinem Unternehmen 150.000 Euro plus MwSt. einbrachte und 28.000 Euro brutto verdiente – etwa 23.000 netto –, hat die Stelle aus Erschöpfung aufgegeben. Zehn Stunden Telefonie täglich, Montag bis Freitag, Druck zu Wochenendarbeit und eine letzte Forderung: allein 200.000 Euro plus MwSt. umsetzen. Laut seiner Darstellung verliert das Unternehmen bereits etablierte Kunden, die er betreute. Der Nettogewinn, den er demnach erwirtschaftete, lag bei rund 60.000–70.000 Euro pro Jahr.
Die Aufstellung ist der erste Stolperstein für jeden Versuch einer Bewertung. Und keine zwei Berechnungen stimmen überein.
Wie viel bleibt vom Unternehmen von 150.000 Euro wirklich übrig?
Von diesen 150.000 müssen Bruttolohn, Sozialversicherungsbeiträge, Lieferantenkosten, Betriebsausgaben und Körperschaftsteuer abgezogen werden. Die arbeiterfreundlichste Rechnung, basierend auf der Version des Betroffenen, ist einfach: 150.000 minus 30.000 Lohn minus 30.000 Lieferanten lassen 90.000; mit 25 % Körperschaftsteuer bleiben etwa 70.000 netto. Mit diesem Ergebnis rechtfertigt die Marge locker eine Lohnerhöhung.
Gegenüber steht die Ansicht, dass die Zahl nicht einmal Kostendeckend sei. Mit Sozialversicherung, Ausgaben und Steuern könnte ein Unternehmen Geld verlieren, wenn es 28.000 brutto an jemanden zahlt, der 150.000 umsetzt. In dieselbe Richtung geht die Behauptung, dass die durchschnittliche Rohmarge der meisten Unternehmen bei etwa 20 % liegt und ein exzellenter Gewinn genau diese 20 % sind. Alles darüber muss für Reinvestition, Rücklagen, Liquidität und Unvorhergesehenes abgezweigt werden.
Die Diskrepanz ist erheblich: Je nachdem, welche Seite man betrachtet, handelt es sich entweder um Ausbeutung oder ein schlechtes Geschäft. Beides kann gleichzeitig wahr sein, wenn die Branche Margen von 3 % oder 60 % hat.
Was der Chef behält: Von 400.000 bis drei Millionen Umsatz
Vergleichbare Fälle in der Diskussion zeichnen ein enormes Spektrum. Eine Geschichte erzählt, dass jemand über 20 Jahre mehr als eine Million Euro netto jährlich generierte und davon etwa 100.000 zwischen Gehalt und Kilometerpauschalen bekam. Ein anderer beschreibt einen Fabrikbesitzer, der drei Millionen umsetzt und 50.000 im Jahr behält. Ein dritter, ein Vertriebsmitarbeiter, setzte 400.000 vom Büro aus um, ohne rauszugehen, und fühlt sich jetzt als Selbstständiger stärker ausgepresst als seine eigenen Mitarbeiter.
Die Sarracena ist nicht eindeutig. Die Marge bestimmen Wettbewerb und die reale Möglichkeit, Gewinne zu erzielen: Es gibt Geschäfte mit Margen über 100 % und andere, die kaum die Kosten decken. Ein Gehalt gegen den Bruttoumsatz zu messen, ohne Branche und Kostenstruktur, ist wie Wohnungspreise in verschiedenen Stadtteilen zu vergleichen.
Das liberale Argument: Wenn er nicht zahlt, scheitert er
Hier taucht die unbequemste Antwort für Befürworter einer Lohnerhöhung auf. Wenn der Unternehmer den Gehenenden nicht schätzt, wird ihn der Markt bestrafen: Das Unternehmen verliert Kunden, Umsatz und Gewinne, und wenn es kein Einzelfall ist, wird es schließen und Platz für andere machen, die es besser können. Die unsichtbare Hand, klein geschrieben und ohne Epik.
Dem gegenüber steht das kühlere Lohnargument. Einem Mitarbeiter wird das Gehalt nicht erhöht, weil er mehr produziert, sich unentbehrlich fühlt oder sein Kollege mehr verdient. Er bekommt mehr, wenn die Konkurrenz mehr bietet und er die Tür offen hat. Alles andere, so diese Linie, sind Mantras, die seit vier Jahrzehnten im kollektiven Bewusstsein verankert sind.
Die Gehen und nehmen den Kundenstamm mit
Das Muster wiederholt sich mit erschreckender Präzision. Ein Vertriebler sah, wie ein Verwandter des Chefs eingestellt wurde, von den Veteranen ausgebildet wurde und schließlich seinen Kundenstamm erhielt, während er selbst entlassen wurde. Er ging zur Konkurrenz, holte sich seinen Kundenstamm – und etwas mehr – zurück, und innerhalb eines Jahres schloss das alte Unternehmen.
Es scheint kein Einzelfall zu sein. Wenn fähige Mitarbeiter durch unerfahrenes Personal ersetzt werden, sinkt die Leistung, andere Abteilungen müssen die Lücke füllen, und die Fluktuation verstärkt sich. Manche lehnen seit 20 Jahren ab, für spanische Chefs zu arbeiten, unabhängig vom Unternehmen: Ein sechsstelliges Angebot platzte nach einem Gespräch mit dem besagten Vorgesetzten.
Wo der Fall feststeckt
Hier endet die Analyse. Einige sehen Ausbeutung; andere eine so knappe Marge, dass eine Erhöhung unmöglich war. Die feine Berechnung des Nettogewinns – die das eine vom anderen trennen würde – liegt nicht vor: Sie wird als Schätzung gehandhabt, und je nach Schätzer ergibt sich entweder Missbrauch oder Ruin. Was die Erzählung voraussetzt, ist, dass der Mitarbeiter gegangen ist und die Stelle zehn Stunden täglich verlangte, mit Druck am Wochenende; der Kundenverlust kommt als Kommentar des Betroffenen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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