Zahl kursiert: Über 272.000 Zwangsräumungen seit 2017

Ein verbreiteter Bericht beziffert die Zahl der Zwangsräumungen in Spanien seit 2017 auf über 272.000; die Statistik umfasst Miet-, Besetzungs- und Hypothekenfälle.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Zahl kursiert: Über 272.000 Zwangsräumungen seit 2017
Über 272.000 Zwangsräumungen seit 2017 – niemand will diese Zahl sehen

Eine Familie verlässt ihr Zuhause an einem Dienstagmorgen. Zwei Taschen, die Schlüssel auf dem Tisch und kein Foto in den Nachrichten. Diese Räumung sorgt nicht für Schlagzeilen. Die Zahl, die tatsächlich kursiert, mehr als 272.000 Räumungen seit 2017, stammt laut den im Diskurs verwendeten Daten aus den gerichtlichen Vollstreckungen des CGPJ (Consejo General del Poder Judicial), einer Aufstellung, die Mietschulden, Hausbesetzungen und Hypothekenvollstreckungen zusammenfasst.

Wie viele Zwangsräumungen gibt es in Spanien seit 2017?

Die im Streit genannten Zahlen lassen wenig Spielraum: 2017 endete mit etwa 55.000 Räumungen, 2018 mit 55.000 und 2019 mit 54.000. Der Lockdown ließ die Zahl auf 31.000 im Jahr 2020 einbrechen – Stillstand der Gerichte, keine Atempause. Seit 2021 hat sich das Tempo stabilisiert bei 35.000 bis 37.000 pro Jahr. Addiert man alles, würde die kumulierte Zahl 300.000 überschreiten und die 272.000 als eher konservative Schätzung erscheinen lassen, stets nach dieser Zählweise.

Der Aspekt, den niemand lesen will: Eine Räumung wegen Hypothekenzahlungsausfalls ist nicht dasselbe wie eine wegen Mietschulden. Das Register wirft alles in einen Topf. Und wer sein Zuhause verliert, ist das Motiv gleichgültig.

Wer trägt die Schuld, wenn die Zahlen ab 2017 starten?

In den Jahren 2017 und 2018 regierte die PP (Partido Popular). Dieses Detail entkräftet die Erzählung von einem einzigen Schuldigen. Manche weisen der aktuellen Regierung vor, die Räumungen nicht zu stoppen; gegenüber steht das Argument, dass die sie ermöglichende Norm geerbt sei, aus der Ära Felipe González. Ein anderer Teilnehmer behauptet, früher habe man Wohnraum in Valencia-Viertel für weniger als 80.000 Euro kaufen können und Mieten hätten bei 400 oder 500 Euro gelegen.



Wir haben fast ein Jahrzehnt mit jährlichen Zahlen um die 35.000 Räumungen. Sie wurden veröffentlicht, diskutiert und haben niemanden gestürzt. Der beunruhigende Fakt ist nicht die Gesamtzahl: Es ist, wie normalisiert sie geworden ist.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (33 Antworten).

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