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1.900 € für Wohnung im abgebrannten Gebäude in Valencia
Eine Zwei-Zimmer-Wohnung in der abgebrannten Wohnanlage in Valencia wurde für 1.900 Euro pro Monat angeboten: ein marktüblicher Preis für die Gegend.
1.900 Euro monatlich für ein Maisonette-Apartment im abgebrannten Gebäude in Valencia
Auf dem spanischen Mietmarkt erregt eine Zwei-Zimmer-Wohnung in Valencia für 1.900 Euro monatlich kaum Aufsehen. Das Bemerkenswerte ist, dass diese Anzeige auch nach dem Brand des Gebäudes noch online war. Die Wohnung befand sich in der Wohnanlage, bei deren Feuer in Valencia 10 Menschen ums Leben kamen. Zwei Zimmer, Preise wie in einer europäischen Hauptstadt und eine Immobilie, die nun als Warnsignal dient.
Die Diskussion um diese Anzeige sagt weniger über einen bestimmten Vermieter aus als über den gesamten Markt. Das Problem war nicht, dass jemand 1.900 Euro verlangte. Es war so, dass dieser Preis zum Zeitpunkt der Schaltung für die Gegend völlig normal war. Und das schmerzt mehr als die Zahl selbst.
Was kostete die Wohnung im Brandgebäude von Valencia und was bot sie?
Zwei Zimmer, Terrasse, Gemeinschaftsbereich und Pool für 1.900 Euro monatlich. Die Beschreibung unterschied sich kaum von anderen Immobilienangeboten, die Mieter mit hohem Einkommen und Eile suchen. Das Detail, das das Bild abrundete: Die Wohnung hatte keinen Aufzug. Es handelte sich um eines der Maisonettes, die der Markt als „Luxus“ bezeichnet – eine dehnbare Kategorie, in die fast alles passt.
Ein Nutzer fasste die Immobilie spöttisch zusammen: Ein „Zulo“ (kleines Apartment) mit Treppen, ein Stück Gemeinschaftsgrundstück mit etwas Rasen und einem Pool von 45 m², um den sich laut seiner Beschreibung 400 Personen bewerben. Das ist in diesem Land Prospekt-Luxus. Das Netz an der Terrassendecke und der Design-Kratzbaum für die Katze rundeten das Angebot ab.
Ist es teuer, 1.900 Euro für zwei Zimmer in Valencia zu zahlen?
Für diese Gegend nicht besonders. Manche behaupten, der Preis sei direkt von einer teuren europäischen Stadt, andere entgegnen, dass der Markt in der Levante-Hauptstadt schon länger auf diesem Niveau lag, ohne dass ein Brand ihn rechtfertigen musste. Beides kann gleichzeitig wahr sein, und genau das ist unangenehm.
Das Thema führte zu einem tieferliegenden Punkt: Nicht jeder, der Eigentümer sein möchte, kann es auch. Zwischen Ferienvermietung und Druck auf den Boden hat sich der Wohnraummietmarkt für Mieter zu einem Ruin entwickelt, während er für Eigentümer eine bequeme Rente darstellt. Dass die Anzeige nach dem Unglück noch stand, bestätigt nur, wo die Prioritäten liegen.
Was geschah mit den eingeschlossenen Haustieren?
Einer der am häufigsten genannten Punkte betraf die Tiere. Berichten zufolge blieben mehrere Hunde allein in ihren Wohnungen zurück, als das Feuer ausbrach, und konnten nicht entkommen. Das Detail der terrassenartigen Überdachung – gedacht, damit die Katze nicht entkommt – machte die Anekdote zu einem unbequemen Bild: Derselbe Schutz, der eine Flucht verhinderte, blockierte auch jeden Ausgang.
Auch ein Element aus den Anzeigenfotos wurde hervorgehoben: ein Rauchmelder. In einem Gebäude, das den Flammen zum Opfer fiel, wandelte sich dieses Gerät vom Sicherheitsinstrument zum Dekorationsstück.
Wie geht es jetzt mit dem beschädigten Gebäude weiter?
Nach einer im Forum kursierenden Berechnung wird nichts angefasst, bis alle gerichtlichen Verfahren abgeschlossen sind, was Jahre dauern wird: mindestens 10 oder 12 Jahre. Abriss und Trümmerbeseitigung sollten von den Gebäudeversicherungen gedeckt werden; wenn Gutachter feststellen, dass die Struktur beschädigt oder instabil ist, kommt der Bagger früher, aber niemand hat Fristen unterzeichnet.
Das Szenario zeigt eine zehn Jahre lang brachliegende Fläche mit kreuzenden Rechtsstreitigkeiten und die Frage, die ein Forennutzer stellte: Wie viel ist dieser Boden jetzt wert?
Von 1.900 Euro auf 50: Der Preis als Witz
Der Abschluss kam durch schwarzen Humor. Die Anzeige erschien „aktualisiert“ mit einer Preissenkung: von 1.900 auf 50 Euro monatlich. Ein anderer legte ein Gegenangebot von 20 Euro vor. Und jemand merkte an, dass es logisch wäre, die Immobilie nun für 900 Euro anzubieten, mit fünf Kautionen und vielen Gehaltsabrechnungen in der Warteschlange.
Hinter dem Witz steht eine unfreundliche Frage: Wer haftet für die Wohnungen derer, die alles verloren haben?
Das Grundstück, das niemand anfassen will
Solche Unglücke werden nicht gelöst, sondern archiviert. Wenn sich das Muster wiederholt, bleibt das Grundstück eingezäunt, während Gutachter diskutieren. Man darf hoffen, dass auf diesem Boden wieder Wohnraum entsteht, denn das Terrain ist zu gut, um tot zu bleiben. Aber niemand sollte davon ausgehen, dass die nächste Anzeige weniger als 1.900 Euro verlangt. Die Erinnerung des Baumarktes ist kurz, und den Preis bestimmt weiterhin die Nachfrage.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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