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Zwei Jahrhunderte Kapitalismus: Erfolg oder Scheitern?
Der Kapitalismus hat die extreme Armut in zwei Jahrhunderten gesenkt, doch die Stagnation seit 2020 öffnet die Debatte über seine Wirksamkeit erneut.
Der Kapitalismus senkte die Armut, doch die Stagnation weckt Zweifel
Funktioniert der Kapitalismus? Die Frage ist seit zwei Jahrhunderten offen, doch aktuelle Daten haben sie wieder auf den Tisch gebracht. Vor der Marktwirtschaft lebten mehr als 90 % der Weltbevölkerung in extremer Armut. Heute, bei einer siebenfach größeren Bevölkerung, hat sich dieser Prozentsatz umgekehrt. Seit 2020 ist die Armutsreduzierung jedoch ins Stocken geraten, und die Weltbank erwartet, dass dies so bleibt.
Die Daten, die Ökonomen entzweien
Verteidiger des Systems weisen darauf hin, dass die Marktwirtschaft Milliarden aus dem Elend geholt hat. China mit seiner Mischung aus Kapitalismus und staatlicher Kontrolle ist das am häufigsten genannte Beispiel. Doch die Kritiker sparen nicht: Sie sprechen von Ungleichheit, globalen Krisen und Ausbeutung in Ländern wie Haiti oder Mosambik. Eine Analyse stellt fest, dass der Kapitalismus physische und rechtliche Sicherheit erfordert – und dass viele Länder diese nicht haben. Andere argumentieren, dass ständiges Wachstum nicht tragfähig ist, wie jemand, der jeden Monat 10 % mehr sparen will, bis es einfach nicht mehr geht.
Währenddessen steckt die Welt weiter in der Krise, die zehn größten Volkswirtschaften stehen in den roten Zahlen. Vielleicht funktioniert der Kapitalismus nicht, aber ein Plan B, der besser funktioniert, scheint es auch nicht zu geben. Oder zumindest sagen das diejenigen, die nicht in die Daten schauen wollen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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