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Zu viel Empörung, um nicht eine Wahlkampagne zu sein (Ignacio Camacho in ABC)
Die Heftigkeit der Debatte über das Enkelgesetz und die Masseneinbürgerung von Spaniern wirft Fragen nach den wahren Absichten auf.
Die Heftigkeit der Angriffe auf den Obersten Gerichtshof im Zusammenhang mit dem Enkelgesetz deutet auf einen wahltaktischen Hintergrund hin, da die Frage im Raum steht, ob die Maßnahme das Wählerverzeichnis erweitern soll.
## Die Debatte über das Enkelgesetz
Das Enkelgesetz, das die Einbürgerung von Nachfahren spanischer Exilanten ermöglicht, hat eine heftige Kontroverse ausgelöst. Die Intensität der Angriffe auf den Tribunal Supremo (Spaniens Obersten Gerichtshof) wegen der vorübergehenden Aussetzung der Wirkung dieses Gesetzes hat die Verdachtsmomente verstärkt, ob sein eigentlicher Zweck über die historische Gerechtigkeit hinausgeht. Die Richter haben das Recht an sich nicht aufgehoben, sondern lediglich verlangt zu prüfen, ob die Antragsteller die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen. Die Regierung hat diese Voraussetzungen durch eine ministerielle Anweisung erweitert – eine Entscheidung, die nach manchen Interpretationen einen wahltaktischen Zweck gehabt haben könnte.
## Die Ausweitung der Rechte und das Wählerverzeichnis
Die umstrittene Ausweitung des Gesetzes, die auch Nachfahren bis zu Urenkeln republikanischer Exilanten und sogar andere Emigranten der ersten Jahrzehnte der Franco-Diktatur begünstigt, wurde von einigen als Manöver interpretiert, um den Wählerkörper zu beeinflussen. Die Eile und die Mittel, die zur Beschleunigung der konsularischen Verfahren aufgewendet wurden, stützen das Misstrauen gegenüber dem außergewöhnlichen Interesse, die Staatsbürgerschaft zu verleihen. Die Opposition vermutet, dass diese Verwaltungsanweisung, die ohne Debatte im Kongress verabschiedet wurde, einen kaum verhüllten Wahlerfolg anstrebte.
## Misstrauen im politischen Kontext
In einem politischen Umfeld, das durch die Erosion der Institutionen und die Delegitimierung des politischen Gegners geprägt ist, wächst das Misstrauen gegenüber Regierungsentscheidungen. Der Umgang des **Ministerpräsidenten Sánchez** mit der Wahrheit wurde bereits früher in Frage gestellt, was den Verdacht nährt, dass versucht werden könnte, die Spielregeln zu umgehen. Die explizite Infragestellung des Prinzips der Machtalternanz, sogar durch den Ministerpräsidenten selbst, verschärft den Eindruck eines Versuchs, das Wahlsystem zu manipulieren.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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