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Zölle und Gebühren bei Online-Käufen aus China sorgen für Debatten
Ein Nutzer berichtet von 3 € Gebühr pro Artikel bei AliExpress und einer Bestellung, die durch Zölle und Zollabfertigung von unter 10 € auf über 20 € steigt.
Ein Forumsnutzer schildert eine Handyhülle, zwei Plastikteile für das Autoablagefach und ein Armband. Vor einem Jahr kostete diese Bestellung bei AliExpress noch weniger als 10 Euro; heute, mit gestiegenen Preisen und der Zollgebühr von 3 Euro pro Artikel, liegt sie über 20. Der Käufer schloss den Tab und kaufte nicht. Multipliziert man diese Geste mit Millionen verlassener Warenkörbe, hat man die Grundlage der Debatte: die Zölle und den Zolldruck auf Online-Käufe.
Das ist keine isolierte Maßnahme. Die Zölle haben den importierten Konsum aus China bereits verteuert, wie die Beiträge im Thread zeigen. Das Neue ist für die Teilnehmer nicht die Steuer. Sondern die Frage, wem die Rechnung weitergereicht wird.
Was über die Änderungen beim Zoll diskutiert wird
Das Paket, das ein Nutzer im Thread beschreibt, ist bekannt: Mehrwertsteuer ab dem ersten Cent, Abschied von der 150-Euro-Grenze, die kleine Einkäufe verschonte, und eine Zollabfertigungsgebühr des Versanddienstleisters, die separat dazukommt. Diese Gebühr ist die, die wirklich wehtut, je nach Zusteller zwischen 15 und 30 Euro.
Der wahre Schlag sitzt da, nicht beim Zoll, fasst ein Forenbeitrag zusammen. Laut diesem Beitrag erhebt der Versanddienstleister die Abfertigungsgebühr, daher hängt der Endbetrag vom zustellenden Unternehmen ab. Gleiches Paket, unterschiedlicher Preis.
Warum die EU am billigen Paket festhält
Im Thread heißt es wiederholt, die Maßnahme solle dazu führen, dass hier statt in China gekauft wird. Mehrere Nutzer halten dagegen, dass ein Großteil dessen, was in diesen Paketen ankommt, in Europa nicht hergestellt wird und auch keine Absicht besteht, es wieder herzustellen. Zu besteuern, was hier niemand produziert, schafft keine Industrie. Es verteuert den Einkauf, so diese Beiträge.
Der gegenteilige Verdacht macht ebenfalls die Runde: dass der Zoll am Ende eine Abgabe wird, die Importeure mit der Kapazität, ein Lager innerhalb der EU aufzubauen, für sich vereinnahmen – mit garantiertem Aufpreis für den Endkunden. Manche verteidigen die Maßnahme damit, dass der Zoll sich gelohnt hätte, wenn hier etwas produziert wird, seien es auch nur Nippes. Die Antwort ist einfach: Dieses Argument funktioniert nur, wenn das Produkt ohne Zoll wettbewerbsfähig ist. Und das ist es heute nicht.
Der Ausweg, der im Thread genannt wird
Die Antwort liegt für einige Teilnehmer nicht in Brüssel. Sondern in den Lagern. Laut einem Beitrag im Thread eröffnen die großen asiatischen Plattformen Hallen auf europäischem Gebiet, um bereits verzollte Ware zu verkaufen – ohne Zollüberraschungen für den Käufer. Das wäre der Weg, die Gebühr zu umgehen: nicht zu lassen, dass das Paket als Einzelsendung die Grenze überquert.
Es gibt eine zweite Tür, eine unbequemere: Versand aus Ländern, mit denen die EU diesen Streit nicht führt. Im Thread wird Marokko als Reexportplattform genannt. Der eigentliche Kern der Debatte ist für mehrere Nutzer derselbe wie vor zwanzig Jahren: teure Energie, Maschinen, die hier kaum noch produziert werden, und eine Regulierung, die Schicht um Schicht auflädt.
Was die Zölle nicht lösen werden, ist die einfache Frage: Warum kostet ein Warenkorb mit drei Nippes heute mehr als vor einem Jahr. Diese Verteuerung hat es schon vorher gegeben. Die nun diskutierte Steuer behebt das nicht, so die Beiträge im Thread.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (87 Antworten).
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