Zehn Zeichen für mögliche russische Abnutzung in der Ukraine

Zehn Indizien, von knapper Munition bis zur gesunkenen Moral, deuten auf eine russische Abnutzung hin, ein totaler Zusammenbruch wird jedoch ausgeschlossen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Zehn Zeichen für mögliche russische Abnutzung in der Ukraine
Zehn Risse, die die russische Abnutzung in der Ukraine vorwegnehmen

Die These kursiert stark in Kreisen, die die Front im Detail verfolgen: Russland wird nicht plötzlich zusammenbrechen, aber es häufen sich kleine Misserfolge, die verdächtig nach einem Muster aussehen. Die Liste, die die Diskussion eröffnet, zählt zehn Anzeichen auf—von der Knappheit an Präzisionsmunition bis zum sarracena Tiefstand—und kommt zu dem Schluss, dass die Ukraine begrenzte Siege erringen kann, ohne je die Krim oder den gesamten Donbas zu erreichen. Keine Seite schlägt die andere vernichtend, aber das Gleichgewicht kippt.

Die zentrale Diagnose lautet, dass es **keinen massiven Zusammenbruch geben wird**, sondern eine Folge lokaler Rückschläge wie bei Charkiw, Lyman oder Cherson. Die Analogie, die über der Debatte schwebt, ist Teruel im Bürgerkrieg: Ein teurer Sieg, der dem Zerfall des Siegers vorausgeht. Bachmut, Awdijiwka oder Marjinka sind seit Monaten nicht vollständig gefallen, und für die Skeptiker ist dies bereits ein Faktum.

Altes Waffenmaterial gegen neues

Einer der am häufigsten diskutierten Punkte ist der materielle Kontrast. Während für die Ukraine **Abrams, Leopard und Challenger** eintreffen, tauchen auf russischer Seite T-54 und T-55 aus fernöstlichen Depots oder Museen auf. Der Einwand kommt schnell: Nicht alle Leopards sind gleich, und manche dienen als Ziele in Manövern. Die Nuance ist berechtigt, widerlegt aber nicht das Gesamtbild.

Munition verdient einen eigenen Absatz. Um das zu erreichen, was die Ukraine mit einer Excalibur-Bombe tut, benötigt Russland **dreißig Geschosse**, und seine Reserven an Präzisionswaffen—die 152-mm-Krasnopol, die Kalibr-Marschflugkörper—sind nicht unbegrenzt. Die Abnutzung akkumuliert jeden Tag, an dem die Linie sich nicht bewegt.

Warum spielt die Zeit nicht für Russland?

Das am häufigsten wiederholte Argument in Abnutzungsanalysen ist, dass jeder Kriegstag Russland Millionen an Material und hunderte Menschenleben kostet, nur um die Front zu halten. Diese Ausgabenrate übersteigt, dieser Lesart zufolge, das, was die Sowjetunion in Afghanistan investierte, wo sie schließlich kollabierte. Die daraus gezogene Schlussfolgerung: Wenn die Ukraine auf Nummer sicher gehen will, wird sie keine voreilige Offensive starten, bevor Kampfflugzeuge eintreffen.

Manche treiben den Skeptizismus ins Gegenteil und erinnern daran, dass **Russland erst 10 % seiner regulären Armee eingesetzt hat**, während die Armata-Panzer in Reserve warten. Die Ironie über diesen Prozentsatz ist fast zu einem eigenen literarischen Genre geworden.

Inkompetenz als Variable

Es wäre falsch, die Ungeschicklichkeit des Gegners zu unterschätzen. Die russische Unfähigkeit, eine kohärente Operation durchzuführen, die ukrainische Luftverteidigung zu zerstören oder große Truppenverbände einzukesseln, wurde in Wuhledar sichtbar, wo eine Panzerkonzentration gegen die Verteidigungslinien prallte. Zudem werden die Truppen oft getäuscht: Ihnen wird die Kontrolle über Gebiete versprochen, und sie finden sich in beinahe selbstmörderischen Stürmen wieder.

Das innovativste Waffenmaterial fehlt auffällig. Die Festungen, die auf der Krim und entlang der Front errichtet werden, sind für manche eher ein Symptom der Schwäche als der Vorbereitung.

Das Szenario, das niemand ganz ausschließt

Die Hypothese, dass die nächste ukrainische Offensive die Russen so hinwegfegt wie die USA den Irak 2003, wird nicht gänzlich verworfen, gilt aber als unwahrscheinlich. Ein totaler russischer Zusammenbruch würde einen explosiven Zerfallsprozess des Landes auslösen, vergleichbar mit der UdSSR 1991, aber weder langsam noch friedlich. Diese Angst bremst die optimistischsten Vorhersagen.

Die Diskussion stockt genau hier: Zwischen denen, die zehn Risse sehen, und denen, die einen Abnutzungskrieg ohne klaren Sieger sehen. Die einzige gemeinsame Gewissheit ist, dass niemand eine Kristallkugel besitzt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (98 Antworten).

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