Yeoshua statt Jesus: Der Jude, der das Christentum nicht gründete

Yeoshua statt Jesus: Der Jude, der das Christentum nicht gründete. Matthäus 15:24, die Beschneidung und der Streit um Datierungen zwischen Talmud und Bibel.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Yeoshua statt Jesus: Der Jude, der das Christentum nicht gründete
Yeoshua statt Jesus: Der jüdische Prediger, der das Christentum nicht gründete

Eine kanaanäische Frau wirft sich vor einem galiläischen Prediger nieder und fleht ihn an, ihre von einem Dämon gequälte Tochter zu heilen. Die Antwort ist eine zweistufige Ablehnung: „Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt“ und „Es ist nicht recht, das Brot der Kinder zu nehmen und es den Hündlein hinzuwerfen“. Diese Stelle in Matthäus 15:24 ist der Kern einer Kontroverse: War Jesus ein , der nur für Israel predigte, oder der Gründer einer universalen Religion?

Die kurze Antwort lautet, dass er sich nicht Jesus nannte. Sein Name war Yeoshua, ein im judäischen Jahrhundert I verbreiteter hebräischer Name. Er wurde in Beit Lechem geboren, sein Vater hieß Yosef, seine Mutter Miriam; er lebte in Galiläa und Judäa, predigte am Schabbat in der Synagoge und war tief von der Tora geprägt. Das ursprüngliche Posting beschreibt ihn als einen Prediger, der in einer hebräisch-nationalistischen und anti-römischen Ideologie verwurzelt war – einer von vielen seiner Zeit.

Wer gründete das Christentum?

Die zentrale These besagt, dass Yeoshua das Christentum nicht gegründet habe. Dies sei Paulus von Tarsus vorbehalten gewesen, der dessen Lehren für die Heiden neu interpretierte. Die Geschichte der kanaanäischen Frau dient als Beleg: Der Prediger wirkt zunächst ablehnend, weil die Frau keine Jüdin ist, treibt aber dennoch den Dämon aus. Das Matthäusevangelium schließt mit der geheilten Tochter.

Kritiker halten dies für eine Manipulation. Ihrer Meinung nach zeigt der Text keinen exklusiven Jesus, sondern einen, der erst ablehnt und dann hilft. Gegenargument: Der Ausdruck „verlorene Schafe des Hauses Israel“ ist wörtlich zu verstehen und lässt wenig Interpretationsspielraum.

Name, Beschneidung und äußeres Erscheinungsbild

Lukas 2:21 ist eindeutig: „Als acht Tage vergangen waren und das Kind beschnitten werden sollte, erhielt es den Namen Jesus.“ Laut dem Originalposting wurde Yeoshua gemäß dem jüdischen Ritus der Brit Milá beschnitten und blieb zeitlebens . 1965 verfasste Papst Paul VI. das Dokument Nostra Aetate, das offen die jüdische Herkunft Jesu und die spirituelle Verbindung zwischen dem Neuen Testament und den Nachkommen Abrahams anerkannte.

Auch das Aussehen wird thematisiert. Europäische Künstler stellten Yeoshua mit europäischen Zügen dar – blondes Haar, helle Haut, blaue Augen – und ignorierten damit sein semitisches Erscheinungsbild. Im Forum wird argumentiert, er habe eher dunkle Haare gehabt und wie die heutigen Bewohner der Region ausgesehen.

Der Streit um Datierungen zwischen Talmud und Bibel

Ein technischer Punkt betrifft die Datierung der Texte. Ein Teilnehmer merkt an, dass das christliche Alte Testament, die Septuaginta, seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. schriftlich vorliegt. Das Neue Testament ist mindestens seit dem 4. Jahrhundert kodifiziert, mit Fragmenten aus dem 2. Jahrhundert. Der Talmud hingegen ist erst seit dem 14. Jahrhundert exakt bekannt, mit einzelnen Fragmenten aus dem 8. Jahrhundert.

Daraus folgt, dass die Bibel den Talmud um mehr als tausend Jahre überholt, was die These widerlegt, das Christentum habe Konzepte vom Talmud plagiiert. Es gibt jedoch ältere Parallelen: Hillel der Ältere formulierte hundert Jahre vor Yeoshua die Goldene Regel – „Was dir selbst verhasst ist, füge auch deinem Nächsten nicht zu“ –, die oft mit Matthäus 7:12 verglichen wird.

Satanas, der Teufel und sechs Jahrhunderte Unterschied

Im frühen Ntumntumntumntum war Satan laut dem Posting kein böses Wesen, sondern eine Rolle: der Prüfer, der den Glauben der Israeliten testet. Die erste Erwähnung findet sich im Buch Hiob im 4. Jahrhundert v. Chr. Der christliche Teufel als antagonistische Macht Gottes taucht erstmals in den Paulusbriefen im 1. Jahrhundert auf – eine Differenz von sechs Jahrhunderten zwischen den beiden Konzepten.

Fazit: Eine überraschende Erkenntnis

Der galiläische Prediger wurde als geboren, lebte als und blieb, so die These, zeitlebens . Die Religion, die seinen Namen trägt – genauer gesagt, die Übersetzung seines Namens – wurde von anderen in einer anderen Sprache für ein anderes Publikum geschaffen. Zweitausend Jahre später bleibt sein Name weiterhin Gegenstand hitziger Debatten.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (268 Antworten).

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