XTEINK X4: Mini-E-Reader für 36 Euro spaltet die Meinungen

Der XTEINK X4, ein Mini-E-Reader mit 4,3 Zoll, der für 36 Euro bei AliExpress verkauft wird: Stärken, Schwächen, eingeschränkte Firmware und der Kampf zwischen Größe und Funktionalität.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

XTEINK X4: der Taschenleser, der die tote Zeit für unter 40 Euro revolutionieren will

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in der U-Bahn, ziehen ein Gerät in der Größe eines Taschennotizbuchs heraus und beginnen zu lesen, ohne dass jemand weiß, ob Sie aufs Handy schauen oder ein Buch lesen. Der XTEINK X4, ein Mini-E-Ink-Reader mit 4,3 Zoll, wird bei AliExpress für rund 36 Euro verkauft — die chinesische Version kostet genau 35 Euro — und manche haben ihn gekauft, bevor sie Rezensionen gelesen haben. Die Frage lautet: Lohnt sich so wenig Geld, oder ist es eine Marotte, die im Schubladen landet?

Taschenformat und unschlagbarer Preis

Der XTEINK X4 passt in jede Tasche: Er ist kleiner als ein Kindle und wiegt weniger als ein Smartphone. Seine Befürworter betonen, dass er ideal für tote Minuten im öffentlichen Nahverkehr ist, statt in die Instagram-Schleife zu fallen. „Er hat zwei klare Vorteile: Preis und Größe", fasst eine immer wiederkehrende Analyse zusammen. Er kostet je nach Version zwischen 35 und 50 Euro, weit unter den 250 Euro, die üblicherweise für E-Reader mit ungewöhnlichen Formaten verlangt werden. Manche lehnen ihn jedoch rundheraus ab: „Es gibt tausende 6-Zoll-Sony-Ebooks, die für 40 Euro funktionieren. Warum sollte man das kaufen?", argumentieren die Skeptiker.

Apps und Firmware: das chinesische Abenteuer

Das Gerät kommt mit einem Basissystem, das nur TXT und EPUB liest, und bei letzterem kann es je nach Kodierung Probleme geben. Um Apps zu installieren — Schach, Sudoku, was auch immer — muss man ihn mit alternativer Firmware flashen, eine Aufgabe, die Geduld erfordert: Die chinesische Version verbindet sich nicht per USB mit dem PC; man muss eine SD-Karte verwenden. Wer ihn getestet hat, warnt: Die Oberfläche ist holprig, die Apps müssen aus chinesischen Stores heruntergeladen werden, und das Erlebnis ist alles andere als flüssig. „Zum Lesen funktioniert er bisher gut, aber Schnörkel gibt es keine", kommentieren erste Nutzer. Die Original-Firmware ist so eingeschränkt, dass viele auf eine poliertere Version warten, doch bei 36 Euro scheint das Risiko überschaubar.

Die Display-Debatte: klein, aber ausreichend

Die Kritik konzentriert sich auf die Größe. Mit 4,3 Zoll ist das Umblättern ständige Praxis, was den Stromsparvorteil von E-Ink zunichtemachen könnte: „Wenn Sie ständig die Seite wechseln, verbrauchen Sie fast so viel Energie wie bei einem LCD", warnen die Techniker. Seine Anhänger sehen ihn jedoch als Taschenbibel: Mit angepasster Schriftgröße passt eine ganze Seite auf den Bildschirm. Für PDFs oder DjVu muss man die Seite allerdings aufteilen oder zoomen, mit wechselnden Ergebnissen. Die eigentliche Frage: Ist er eine Ergänzung oder ein Ersatz? Wer bereits einen größeren Leser besitzt, sieht ihn als Alltagsbegleiter; Puristen halten ihn für ein Spielzeug.

Lohnt sich die Investition?

Bei 36 Euro fällt die Entscheidung für Neugierige fast automatisch: Wenn er Schrott ist, verkauft, verstaut oder verschenkt man ihn. Aber die Rechnung ist differenzierter. Für diesen Preis bietet der XTEINK X4 ein Display ohne Frontlicht, eine instabile Firmware und die Notwendigkeit, herumzubasteln, um alles herauszuholen. Ein refurbishter Kindle kostet dagegen das Doppelte und funktioniert ab dem ersten Einschalten. Die Rechnung ändert sich, wenn Sie einen ultraleichten Notfallleser suchen — etwa im Rucksack eines Preppers — oder wenn Sie sich von der Herausforderung reizen lassen, ihn zu Ihrem eigenen zu machen.

Die verblüffende Zahl: Während manche ihn als Alternative zum Handy kaufen, weisen andere darauf hin, dass man für diese 36 Euro einen Stapel gebrauchter Taschenbücher bekommen könnte, die ein Leben lang halten. Vielleicht ist die wahre Stromspartechnologie nicht E-Ink, sondern Papier.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (41 Antworten).

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