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Corned Beef ist nicht mehr das billige Prepper-Protein
Corned Beef für 8,5 €/kg auf den Kanaren und 5 € die Dose in Barcelona: Der Preis für Dosenfleisch steigt, und Prepper suchen nach Alternativen.
Dosenfleisch wird teurer: Corned Beef ist nicht mehr das billige Vorratsprotein
Eine 300-Gramm-Dose Corned Beef für 2,55 Euro im Carrefour auf Teneriffa. Das Kilo: 8,5 Euro. Es ist kein Wagyu, aber der Preis nähert sich inzwischen dem von frischem Fleisch und übersteigt den der meisten Fischkonserven. Die Paradoxie: Die Kanarischen Inseln, die Wiege dieser Dose in spanischen Vorratsschränken, sind nach wie vor eine der günstigsten Regionen des Landes. In Barcelona liegt das Minimum bei rund 5 Euro pro Dose, und auf dem Festland können die Billigalternativen wie Prima Prix an die kanarischen Preise nicht ansatzweise heranreichen.
Warum die Kanaren am Festlandspreis vorbeileben
Die Geschichte erklärt das kanarische Sortiment. Jahrzehntelang kamen Dosenfleisch aus Uruguay und Argentinien sowie dänisches Schweinefleisch der Marke Tulip in großen Dosen an. Diese Versorgungskette hinterließ Gewohnheit und Preis. Manche erinnern sich, dass ihre Mutter mehrere Gerichte mit diesen Konserven kocht und jeder kanarische Supermarkt eine große Auswahl führt. Auf dem Festland wurde Corned Beef dagegen jahrelang als Überlebens- oder Militär-Nostalgieprodukt behandelt: Das Nächste daran war für manche die Pastete.
Die Dosen, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überdauern
Eine Anekdote macht die Runde und wiegt schwerer als jede Haltbarkeitstabelle: Ein Vater, der in den 1970er-Jahren auf den Kanaren seinen Wehrdienst leistete, erhielt Dosen mit argentinischem Rindfleisch, die in den 1950er-Jahren produziert worden waren. Abgelaufen, ja, aber essbar. Das ist keine Wissenschaft, sondern mündliche Überlieferung – erklärt aber, warum Prepper Dosenfleisch wie eine Kapitalanlage betrachten. Corned Beef mit 98,5 % Rindfleisch – Kopf, mageres Fleisch und Herz –, Salz und Natriumnitrit ist auf Langlebigkeit ausgelegt. Sardinen guter Marken kommen inzwischen mit Mindesthaltbarkeitsdatum 2032 daher, und die Weitblickenden halten sie auch Jahre später für genießbar.
Das Nitrit im Visier
Nicht alles ist Lob. Natriumnitrit weckt wegen seiner potenziellen Toxizität Bedenken, doch die EFSA bestätigte 2017 erneut seine Unbedenklichkeit in den von der EU-Richtlinie 92/2 zugelassenen Dosen. Dasselbe Konservierungsmittel steckt in Chorizos, Schinken und Würstchen: Ohne ihn wäre Botulismus ein häufiger Gast. Diese Debatte hat eine Selbstversorger-Bewegung angestoßen: eigenes Fleisch kochen, vakuumieren und Etiketten sowie Zusatzstoffe vergessen.
Der Preisanstieg, der Prepper aus der Bahn wirft
Das Problem ist nicht nur die Qualität, sondern die Rechnung. Das magere Schweinefleisch von Coren, jahrelang das Starprodukt für Vorratsschränke, stieg von 1 Euro pro Dose auf mehr als das Doppelte. Bei diesem Preis verliert Dosenprotein gegen Gefriertruhe oder Fischkonserven. Und die grundsätzliche Frage bleibt: Wenn die Dose nicht mehr billig ist, welchen Sinn hat es, sich damit zu verschanzen? Prepping hat immer in Dosen kalkuliert. Jetzt muss es in Euro umrechnen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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