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XRP: Von 1.500 Euro zur Hoffnung auf 50.000 pro Münze
Die These, nach der SEC-Klage in XRP zu investieren, versprach 50.000 Euro pro Münze. Fast sechs Jahre später ist die Geschichte noch offen.
1.500 Euro in XRP und das Versprechen von 50.000 pro Münze
Kann man mit einer einzigen Kryptowährung aus 1.500 Euro genug für eine Wohnung machen? Die These entstand, als XRP am Boden lag: Die SEC hatte gerade Ripple verklagt und Coinbase stand kurz vor der Aussetzung des Handels. Befürworter behaupteten, jede Münze werde mehr als 50.000 Euro wert sein, während Skeptiker den Zug verpassen würden. Der Plan startete mit 1.500 Euro, versprach weitere Käufe und sah den Autor bereits auf der nächsten Forbes-Liste.
Was geschah mit XRP im Januar 2021?
Der Auslöser war die Klage der SEC gegen Ripple. Damals kursierenden Berichten zufolge hätte die US-Behörde Beweise für die Nutzung von XRP als Wertpapier und Insiderhandel durch Unternehmensverantwortliche vorgelegt. Nichts davon wurde damals bewiesen.
Die Marktreaktion war sofortig. Coinbase stellte alle XRP-Orderbücher auf nur Limit um und kündigte die vollständige Aussetzung des Handels zum 19. Januar 2021 um 10:00 PST an; Kunden behielten jedoch Zugang zu ihren Geldern. In dieser Stimmung war Panikverkauf die häufigste Reaktion. Die Münze, die sich nahe 0,70 Euro bewegt hatte, war dem Chaos ausgeliefert.
Wo andere das Ende sahen, erkannte der Käufer ein Schnäppchen.
Strategie: Kaufen, wenn Blut auf den Straßen fließt
Der Plan war nicht, in Bounce-Märkte zu gehen, sondern zu warten. Anhäufen bei 0,30 und 0,25 Euro, genutzt von jeder Welle schlechter Nachrichten über Bitcoin und den Rest des Marktes, mit Blick auf kurzfristige 0,38 Euro. „Wenn du Blut auf den Straßen siehst, ist es Zeit zu kaufen“, fasste die Idee zusammen.
Das Kernargument war mathematisch: 10.000 Euro in Bitcoin, gekauft bei 25.000 und verkauft bei 50.000, verdoppeln die Investition, während 10.000 Euro in einer Münze für 15 Cent, die einen Euro erreicht, sie mehr als versechsfachen. Die Schlussfolgerung war klar: Es lohnt sich mehr, auf einen billigen, volatilen Vermögenswert zu setzen als auf den Marktführer.
Jahre später hatte sich die Erzählung skaliert. Kumulierte Käufe bis zu 0,70 Euro, teilweise Verkäufe bei jedem Anstieg und spätere Rückkäufe, plus Positionen in mehreren Münzen der 2022-Welle. Auf dem Tisch lag eine Berechnung: Hätte man die ursprünglichen 1.500 Euro nie angefasst, läge ihr Wert heute bei rund 40.000 Euro.
Bitcoin gegen XRP: Wer bekommt den Thron?
Der härteste Konflikt war zwischen den beiden Münzen. Die Einwände gegen XRP waren nicht preislicher Natur, sondern strukturell: Ein Netzwerk mit zentralisierten Validatoren, geboren aus einem Unternehmen statt aus Open Source, mit einer Geschichte der Finanzierungsnutzung. Manche formulieren es unmissverständlich: Ein regierungssicheres Protokoll versus ein zentralisiertes, reversibles Transfer-Substitut.
Auf der anderen Seite lautete die Antwort, dass Bitcoin „residual wie einige Eidechsen oder Schaben werden könnte, die dem Meteoriten entkamen“, und dass XRP der Größte sein würde. Die diskutierte Hierarchie sah Wrapped Bitcoin als digitales Gold, Yearn Finance als Silber und XRP als Bronze, die zu Silber aufsteigen sollte. Auch gab es Stimmen, die die Bedrohung durch die Regulierer als Vogelscheuche abtaten und behaupteten, die Institution baue selbst Bestände auf, während Ängstliche flohen.
Das Kleingedruckte: Steueramt, Plattformen und Herkunft der Gelder
Mit den theoretischen Gewinnen kam das praktische Problem. Aufbewahrung der Münzen in Cold Wallets, Verteilung auf mehrere Orte und Nachweis der legalen Herkunft der Mittel. Die Warnung lautete, dass Schließungen oder Managementwechsel bei Plattformen die Dokumentation von Kaufdaten und Preisen erschweren können und dass die Erklärungspflicht bereits beim Kauf beginnt, nicht erst beim Verkauf. Die vollständige Berechnung dessen, was geschuldet wird und seit wann, einschließlich Verjährungsfristen, ist komplexer als jeder Schlagzeile suggeriert.
Der Dokumentarfilm, 1,96 und die Simpsons-Theorie
Die Diskussion wanderte in weniger finanzielle Bereiche. Die Premiere des Dokumentarfilms „XRP unleashed“ auf Streaming-Plattformen wurde angekündigt und über einen Kapitalabfluss aus Bitcoin spekuliert. Schwellenwerte wurden festgelegt: 1,5 Euro als Ziel für den nächsten Bullenzyklus, doppeltes Dach bei 2, und ein Skeptiker warnte, dass der Optimismusmodus erst bei 1,96 aktiviert werde.
Parallel tauchten esoterische Lesarten auf: Minute 4:44 der Simpsons als Signal, das Opfer der roten Kuh am Tag 22, ein bevorstehender Angriff im Nahen Osten als Katalysator für „Kerzen“. Es gibt keinen Beweis, dass diese Elemente etwas mit dem Preis irgendetwas zu tun haben.
Panik kaufen, aushalten und bei Höchstständen verkaufen klingt einfach, so geschrieben. Der unbequeme Teil kommt immer danach, und damit prahlt niemand auf der Forbes-Liste.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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