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Windows 10 erzwingt Telefon oder E-Mail bei Neuinstallation
Bei der sauberen Installation von Windows 10 werden Telefon oder E-Mail verlangt, aber lokale Konten funktionieren ohne Internetverbindung.
Windows 10 verlangt Telefon oder E-Mail für die Neuinstallation
Der Button „Diesen Schritt überspringen“ erscheint auf einigen Bildschirmen weiterhin, ist auf anderen jedoch verschwunden. Der Unterschied liegt nicht an der Systemversion oder der Anzahl der Updates, sondern an einem Kabel. Die saubere Installation von Windows 10 verlangt nun eine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse zur Fortsetzung, und die Option, einen lokalen Benutzer zu erstellen – um persönliche Daten zu vermeiden –, wird immer schwerer zu finden. Wer versucht, ein neues Postfach bei Gmail oder Hotmail zu eröffnen, stößt auf dieselbe Hürde: Ohne Telefon kein Konto.
Der fehlende Button und warum er bei manchen Nutzern erscheint
Das Ausgangsszenario ist eindeutig: Bei der Installation von Windows 10 per DVD werden E-Mail, Telefon oder die Erstellung eines Microsoft-Kontos angefordert. Der Überspringen-Button ist nicht sichtbar. Die Schlussfolgerung „nicht mehr möglich“ hat Nuancen, da sich Tests häufen. Bei manchen Installationen bleibt die Option unten links erhalten, selbst wenn das Gerät verbunden ist; ein Klick reicht, um mit einem lokalen Benutzer fortzufahren. Bei anderen erscheint der Button nur, wenn nie eine Netzwerkverbindung bestand.
Die Edition ist entscheidend. Eine aktuelle 64-Bit-Windows-10-Home-Installation per USB mit dem offiziellen Image ermöglichte die Erstellung des lokalen Kontos ohne Hindernisse, wobei das Gerät zudem nicht aktiviert blieb. Das System blockierte nichts. Ein Windows 10 Pro 1809-ISO, direkt vom Hersteller heruntergeladen, akzeptierte ebenfalls einen lokalen Benutzer, gefolgt von einer separat gekauften Lizenz. Die Anforderung ist daher weder universell noch endgültig: Sie hängt vom Startvorgang und der Verbindung ab.
Ethernet-Kabel ziehen: Der älteste Trick im Handbuch
Der am häufigsten wiederholte Test ist auch der einfachste: Das Netzwerkkabel während der Installation physisch trennen. Ohne Internetverbindung lässt Windows die Erstellung eines lokalen Kontos ohne Diskussion zu. Diese Methode wurde auf Heim- und Arbeitsgeräten überprüft und besteht darin, ohne WLAN und Ethernet bis zum Abschluss des Assistenten zu starten. Es ist ein alter Trick, fast so alt wie das System selbst, funktioniert aber, solange keine Updates vorab heruntergeladen wurden.
Ein anderer Workaround kursiert: Eine gefälschte E-Mail-Adresse angeben, die nur für diesen Vorgang erstellt und sonst nie verwendet wird. Es funktioniert, bindet den Nutzer aber an eine Adresse, die er nicht kontrolliert und die der Hersteller später reklamieren könnte. Die Kabel-Methode erfordert zumindest keine Erfindungen.
Das Problem tritt auf, wenn das Gerät bereits läuft. Nach der Verbindung setzt Microsoft nach: Telemetrie, Store-Apps und Updates aktivieren sich mit jedem großen Patch erneut. Server über den Router sperren, Dienste kappen oder die Registry bearbeiten bringt eine Pause, keine Lösung. In einem dokumentierten Fall installierte ein Surface nach dem dritten Neustart eigenständig Updates, obwohl alle Deaktivierungsversuche über Registry und Firewall erfolglos blieben.
LTSC, OOSU10 und der Kampf gegen Telemetrie
Wer Windows 10 ohne die Schicht aus Store, Werbung und unerwünschten Programmen möchte, greift meist zur LTSC-Edition (Long-Term Servicing Channel), gedacht für Geräte, die sich nicht ändern sollen. Darauf werden Tools wie OOSU10, DWS oder WPD installiert, um Telemetrie, Tablet-artige Apps und viele automatische Updates abzuschalten. Sie können einzeln oder kombiniert genutzt werden.
Das Ergebnis ist akzeptabel, mit einer Warnung: Es ist kein dauerhafter Zustand. Jedes große Update kann deaktiviertes wiederherstellen oder neue Funktionen einschleusen. Der Schlagabtausch zwischen Nutzer und Hersteller ist kontinuierlich, und der Hersteller spielt auf heimischem Terrain.
Reicht die Trennung des Administratorkontos?
Klassisches Rezept für Heim-Sicherheit: Mit einem Standardkonto arbeiten und das Administratorkonto nur für Installationen reservieren. Falls Schadsoftware eindringt, fehlen ihr Privilegien, und sie fasst das System nicht an. Der Nachteil ist die Passwortabfrage bei jeder wichtigen Änderung, weshalb viele der Bequemlichkeit halber als Administrator surfen.
Dagegen behaupten einige, die echte Verteidigung liege im Browser: Skripte blockieren, isolierte Umgebungen nutzen und vorinstallierter Software misstrauen. Dies ist ein handwerklicherer Ansatz, unabhängig von Microsofts Entscheidungen.
Linux: Der Gast, der nie fehlt
Sobald Windows erwähnt wird, kommt Linux ins Spiel. Die Diskussion dreht sich stets um Spielekompatibilität, die mittlerweile tausende Titel abdeckt, und professionelle Software, wo AutoCAD dominiert. Eine jährliche AutoCAD-Lizenz kostet rund 1.700 Euro; bei solchen Budgets ist das Betriebssystem nebensächlich. Office-Pakete und Ingenieursprogramme bleiben das Hauptargument, wobei Befürworter betonen, dass aktuelle Distributionen besser funktionieren, als viele glauben, ohne sie je getestet zu haben.
Eine kuriose Tatsache ist, dass viele Nutzer unbewusst Unix-ähnliche Systeme verwenden: Android und macOS teilen diesen gemeinsamen Ursprung. Klassische Desktops sind die Minderheit, auch wenn es anders wirkt.
Die unbequeme Frage bleibt. Lokale Kontos existieren noch, versteckt in einer Ecke oder hinter einem gezogenen Kabel. Wie lange dauert es, bis sie auch bei USB-Installationen ohne Netzwerk verschwinden, und was macht dann der Nutzer, der einfach nur seinen Computer einschalten will?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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