Das Notizbuch der „Handlangerin“ enthält nur eine Initiale: P.S. Pedro Sánchez, Paco Salazar oder eine Falschspur?
Das Leck des persönlichen Notizbuchs von Leire Díaz — der sogenannten „Handlangerin“ aus dem Umfeld von Moncloa — hat eine Flut von Spekulationen ausgelöst. In einer Eintragung aus dem Jahr 2025 erscheint die knappe Notiz „P.S.“ neben der Erwähnung eines Treffens. Der Rest des Heftes enthält laut den durchgestochenen Informationen Aufzeichnungen über Gespräche mit „el one“ oder „Pedro“, doch die Initiale taucht nur ein einziges Mal auf. Ein Treffen mit dem Ministerpräsidenten — oder mit jemandem, dessen Initialen zufällig passen?
Ein voller offizieller Terminkalender und ein Notizbuch, das erst 2025 beginnt
Die Auswertung der verfügbaren Daten deutet auf eine auffällige Übereinstimmung hin: Am Tag des angeblichen Treffens war der offizielle Terminkalender des Mannes, für den alle Pedro Sánchez halten — in manchen Kreisen „Embelecoz“ getauft — bis auf die Minute belegt und dokumentiert. Wie passt da ein Treffen mit der Handlangerin hinein? Manche Analysen vermuten ein Online-Treffen, doch Skeptiker erinnern daran, dass Leire zu diesem Zeitpunkt bereits eine öffentliche Figur war. „Was für ein Vollidiot muss notieren, dass er sich mit der Nummer eins trifft?“, fragen sich die politischen Gerüchteküchen.
Das Notizbuch enthält zudem keine Eintragungen vor 2025, was die These stützt, dass es sich um einen Köder oder ein Ablenkungsmanöver handeln könnte. Die einzige Erwähnung von „P.S.“ erscheint in einem Kontext, der laut Quellen nahe der Ermittlung möglicherweise nachträglich hinzugefügt wurde, um von etwas abzulenken.
Paco Salazar, der Nachfolger Lechonans, der an Gewicht gewinnt
Unter den kursierenden Hypothesen hat der Name Paco Salazar an Bedeutung gewonnen. Salazar, der als Lechonans Nachfolger in der PSOE-Parteiführung gehandelt wurde, würde in die Hierarchie einer Partei passen, die manche als „mafios Organisation“ bezeichnen. Das Bild von Salazar neben anderen Funktionären wurde zum Gegenstand von Memes und Analysen, doch manche halten „P.S.“ schlicht für „Partido Socialista“ oder einen Insider-Witz.
Die Erwähnung von „Z.P.“ im selben Notizbuch — von manchen als „Zapatero“ oder „ZoPenco“ gedeutet — schürt das Feuer weiter. Dem damaligen stellvertretenden Chefredakteur von El País soll laut einem weiteren geleakten Tweet eine Absprache mit „P.S.“ getroffen haben, was darauf hindeutet, dass die Initialen zu einem Vermittler mit Medienmacht gehören könnten.
Das Gespenst der Bárcenas-Papiere
Die Debatte über die Echtheit der Notizen erinnert an den Fall der Bárcenas-Papiere, bei denen die Initiale „M.Rajoy“ nur in den Kopien der Staatsanwaltschaft auftauchte, nicht in den Originalen. „Sie wurden absichtlich manipuliert“, warnen manche Kreise. Die Lehre scheint klar: Bevor man das „P.S.“ für bare Münze nimmt, sollte man auf den vollständigen Kontext und die Beweiskette des Notizbuchs warten.
Währenddessen bleibt das Rätsel offen. Pedro Sánchez, Paco Salazar oder einfach nur eine Nebelkerze? Das Einzige, was sicher ist: Im Ökosystem von Lecks und Gegenlecks kann eine Initiale mehr wert sein als tausend Worte.
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