Wenn ich eine Wohnung in Mittagsmenüs messe: Sie ist in 20 Jahren billiger geworden

Ein Mittagsmenü an der Plaza Castilla kostete 2006 7 Euro, heute 15. Nach diesem Muster hat sich der Wohnungsmarkt seit dem Höhepunkt der Blase nicht verdoppelt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Vergleicht man Immobilienpreise mit dem Preis eines Mittagsmenüs, deutet alles darauf hin, dass Immobilien nicht so teuer geworden sind, wie es scheint: Abgestürzt ist vielmehr die Kaufkraft des Geldes. Wer 2006 am Höhepunkt gekauft hat und heute 50 % teurer verkauft, verkauft in Menüs gerechnet möglicherweise billiger.

Immobilienpreise werden fast immer in Euro gemessen, und genau da liegt der Trick. Ein Mittagsmenü an der Plaza Castilla kostete **2006**, auf dem Höhepunkt der Immobilienblase, **7 Euro**. Heute kostet dasselbe Menü **15 Euro**. Der Wohnungsmarkt hat sich seit diesem Höhepunkt dagegen nicht verdoppelt: Er liegt nur etwas darüber.

## Wohnungen in Mittagsmenüs

Dieser Kontrast ordnet die Diskussion neu. Misst man eine Wohnung in Menüs statt in Euro, kehrt sich das Ergebnis um. Wer **2006** gekauft hat und seine Wohnung heute in Euro **50 %** teurer sieht, verkauft sie in Menüs gerechnet möglicherweise billiger. Die nominelle Steigerung existiert; die reale nicht.

Diese Überlegung ist keine statistische Ausnahme. Es ist dieselbe Logik wie bei Kartoffeln oder Kaffee: Wenn das Geld an Wert verliert, steigen die Preise in dieser Einheit, selbst wenn das Gut nicht mehr wert wird.

## Löhne und Inflation

Die andere Seite der Rechnung sind die Löhne. Wenn sich das Menü etwas mehr als verdoppelt hat, die Wohnung aber nicht, lautet der Schluss, dass die Inflation die Kaufkraft der Gehälter untergraben hat. Nicht der Preis macht Wohnungen unerreichbar: Das Geld, mit dem man sie bezahlt, ist weniger wert.

Dieser Effekt fällt besonders bei denen auf, die am Höhepunkt gekauft haben und ihren Wertzuwachs mit dem Warenkorb vergleichen. Der Gewinn in Euro bleibt hinter den gestiegenen Kosten des Alltags zurück.

## Vorsicht beim Vergleich

Ein Mittagsmenü ist kein Preisindex. Es ist ein konkretes Produkt einer konkreten Bar, und seine Entwicklung kann Arbeitskosten, Energie oder die Miete des Lokals widerspiegeln, nicht nur den Wertverlust des Geldes. Um über die allgemeine Kaufkraft zu sprechen, bräuchte man einen breiten Index und eine lange Lohnreihe. Der Vergleich hilft, das Phänomen zu erahnen, nicht, es präzise zu quantifizieren.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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