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Weltweites Ranking der Hochgeschwindigkeitsnetze nach gewichtetem Sicherheitsindex
Japan verzeichnet 60 Jahre und rund 3.000 km Shinkansen-Betrieb ohne Todesopfer im kommerziellen Dienst. Spanien mit rund 4.000 km landet wegen seiner Unfälle auf dem letzten Platz.
Das Ranking der Hochgeschwindigkeitsnetze nach Sicherheit führt Japan an, mit null Todesopfern im kommerziellen Betrieb seit 1964, während Spanien wegen der Häufung von Unfällen auf seinen Hochgeschwindigkeitsstrecken den letzten Platz belegt.
Es gibt eine Möglichkeit, Hochgeschwindigkeitszüge zu vergleichen, die weder Pünktlichkeit noch Fahrpreis betrachtet. Sie zählt, wie viele Menschen dabei gestorben sind. Nach diesem Maßstab, mit Streckenkilometern und Betriebsjahren als Ausgleich, liegt Japan vorn und Spanien am Ende. Die Tabelle umfasst die Länder, die heute eigens neu gebaute Strecken mit Standards über 250 km/h besitzen – das Kriterium, mit dem UIC und Europäische Union echte Hochgeschwindigkeit von schnellen Zügen auf angepassten Gleisen unterscheiden.
## Japan führt die Liste mit sechzig Jahren ohne Todesopfer an
Der **Shinkansen** nahm **1964** den Betrieb auf und hat seitdem keinen einzigen Todesfall durch Entgleisung oder Kollision im kommerziellen Betrieb verzeichnet. Das sind über sechzig Jahre und rund **3.000 Kilometer** im Betrieb. Diese Bilanz verschafft ihm das höchste relative Sicherheitsniveau der Tabelle.
Frankreich folgt direkt dahinter. Der **TGV** startete **1981** und verzeichnet rund **2.800 Kilometer** ohne Todesopfer im kommerziellen Hochgeschwindigkeitsverkehr. Die methodische Anmerkung ist wichtig: **2015** gab es einen Unfall in **Eckwersheim** mit **11 Toten**, der jedoch während eines technischen Testlaufs auf einem noch nicht für die Öffentlichkeit freigegebenen Abschnitt geschah und daher nicht als Passagierbetrieb zählt.
## Die Länder, die später kamen und keine tödlichen Unfälle hatten
Belgien mit rund **210 Kilometern** seit **1997** und das Vereinigte Königreich mit etwa **110 Kilometern** HS1 seit **2003** halten die Null. Ebenso Südkorea mit dem **KTX** im Betrieb seit **2004** und rund **900 Kilometern** sowie Taiwan mit dem **THSR** seit **2007** und etwa **350 Kilometern**.
Die Liste führt weiter zu den Niederlanden mit ihrer HSL-Zuid, rund **125 Kilometern** seit **2009**. Und sie endet bei drei Fällen, die eines gemeinsam haben: Sie sind die ersten ihrer Region. **Marokko** startete **Al Boraq** **2018** mit rund **200 Kilometern**, als Vorreiter in Afrika. Saudi-Arabien nahm im selben Jahr den **Haramain** in Betrieb, rund **450 Kilometer**. Indonesien eröffnete **Whoosh** **2023**, rund **140 Kilometer**, das erste Netz in Südostasien. Keines davon verzeichnet Todesopfer im kommerziellen Hochgeschwindigkeitsverkehr.
## Deutschland, die Türkei und Italien: die Nuancen, die eine Null von der anderen trennen
Deutschland erscheint mit einem Sternchen. Der **ICE** fährt seit **1991** und umfasst rund **1.600 Kilometer**, aber er trägt die Erinnerung an **Eschede**: **101 Tote** im Jahr **1998**. Der technische Hintergrund: Der Zug fuhr auf einem konventionellen, angepassten Abschnitt des Netzes, nicht auf einer exklusiven, neu gebauten Hochgeschwindigkeitsstrecke. Deshalb bleibt er in der Tabelle bei null im reinen Hochgeschwindigkeitsbetrieb, mit hohem statt maximalem Niveau.
Die Türkei, mit dem **YHT** seit **2009** und rund **1.200 Kilometern**, verzeichnet einen tödlichen Unfall, den von **Marandiz** **2018**, mit **9 Opfern**. Italien, mit rund **1.000 Kilometern** seit **2008**, zählt die Entgleisung von **Livraga** **2020** mit **2 Toten**. Beide liegen auf einem moderat hohen Niveau.
## China und Spanien, die beiden Großen mit Unfällen
China ist der auffälligste Fall der Größe wegen: rund **45.000 Kilometer** im Betrieb seit **2008**. Sein Referenzunfall ist **Wenzhou** **2011** mit **40 Opfern**. Die Tabelle erkennt eine ausgezeichnete Quote pro Passagier und Kilometer an, doch der Unfall wiegt schwer und lässt es auf moderatem Niveau landen.
Spanien schließt die Rangliste ab. Der **AVE** fährt seit **1992** und umfasst rund **4.000 Kilometer**, das zweitgrößte Netz der Tabelle. Er verzeichnet mehrere tödliche Unfälle und mehr als **100 Opfer** auf Hochgeschwindigkeitsstrecken. Die Methodik schließt den Unfall von **Angrois** bei Santiago de Compostela **2013** aus der strengen Zählung aus, da er sich auf einem konventionellen Übergangsabschnitt ereignete. Trotzdem drücken Unfälle und Zwischenfälle auf reinen Hochgeschwindigkeitsstrecken seine Punktzahl in diesem gewichteten Index.
Diese Ranglisten sind mit Vorsicht zu betrachten: Sie hängen davon ab, was als Hochgeschwindigkeit gilt und wie Unfälle auf eigens dafür gebaute und angepasste Abschnitte verteilt werden. Keine Tabelle ersetzt die offiziellen Berichte der Eisenbahnbehörden.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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