Welche Jobs die KI ersetzen wird: vom Schreibtisch bis zum Lkw

Debatte darüber, welche Berufe die KI ersetzen kann: Verwaltungsangestellte und Designer gehören zu den am stärksten Betroffenen; Richter, Politiker und Ärzte sind widerstandsfähiger.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Welche Jobs die KI ersetzen wird: vom Schreibtisch bis zum Lkw
Welche Jobs die KI ersetzen wird: vom Schreibtisch bis zum Lkw

Die Liste der Berufe, die die künstliche Intelligenz ausradieren könnte, beginnt bei Politikern und Verwaltungsangestellten und endet, je nachdem, wen man fragt, bei fast jedem respektablen Beruf. Ausgangspunkt der Diskussion ist eine ziemlich ungeordnete Aufzählung: Politiker, Verwaltungsangestellte in öffentlichem und privatem Sektor, Richter und Anwälte, Hausärzte, Produktionsarbeiter, Schreibtischangestellte, Lagerarbeiter, Transporteure, Film, Musik und Schriftstellerei. Das am häufigsten gezogene Fazit lautet: Alle sind ersetzbar. Das differenzierte: Fast keiner wird es auf absehbare Zeit sein.

Eine Intuition zieht sich durch die ganze Debatte: Wenn der frühere technologische Fortschritt der Mehrheit nützte und wenigen schadete, kann dieser das Gegenteil tun. Neunzig schaden, zehn nützen. Das ist der mentale Rahmen eines Großteils der Konversation, und er erklärt, warum die Frage nicht nur ökonomisch, sondern politisch ist.

Der Schreibkraft und der Verwaltungsangestellte im Visier

Der solideste Konsens zeigt auf Verwaltungs- und Büroarbeit. Wer mit einem Telefon, einem Computer oder einer Videokonferenz sein Geld verdient, gehört dazu. Auch der Beamte im Verwaltungsdienst, mit einem zynischen Zusatz: Es besteht kein echtes Interesse, ihn zu ersetzen, denn dort sitzen die Vetternwirtschaftsbegünstigten. Die Kritik richtet sich weniger gegen die technische Fähigkeit als gegen den politischen Willen, am Personalbestand etwas zu ändern.

Grafikdesign gilt laut einem der Teilnehmer als der am stärksten gefährdete Sektor auf kurze Sicht. Das ist keine Bauchentscheidung: Es ist die logische Folge eines Produkts, das digital, überprüfbar und wiederholbar ist. Der Programmierer bekommt dagegen eine andere Ohrfeige. Sein Problem sei nicht das Schreiben von Code, sondern das Treffen von Entscheidungen, und große Unternehmen hätten längst Leute, die Code schreiben, sodass Verzögerungen nicht daher rührten.

Kann die KI einen Richter oder Hausarzt ersetzen?

Hier gewinnt der Skeptizismus klar. Richter sind nicht ersetzbar, weil sie die KI zum Formulieren nutzen werden, aber sie selbst unterschreiben. Politiker ebenso wenig, und der Grund ist nicht technischer, sondern anreizbezogener Natur: Sie werden die Gesetze erlassen, die nötig sind, um sich selbst für unersetzlich zu erklären. Die Ironie über gerechte Urteile einer Maschine ergibt sich von selbst.

Der Hausarzt fällt in dieselbe Kategorie geschützter Berufe, wenn auch auf anderem Weg: Vertrauen und Verantwortung. Die Pflegerobotik schreitet voran — Exoskelette für Pflegekräfte, Betten, die sich in Rollstühle verwandeln, Sturzmelder, Begleitroboter —, aber der Pflegeheimmitarbeiter ist immer noch billiger als die Maschine. Das Argument ist eindeutig: Eine Zehn-Millionen-Maschine konkurriert nicht mit vier ausgebeuteten Menschen, und ein Zehn-Minuten-Akku deckt keine Schicht.

Der Fernfahrer und das Robotaxi: Tests ja, Rollout nein

Beim Fahrer wird die Lücke zwischen Schlagzeile und Realität in Jahren gemessen. In Madrid sind Versuche mit fahrerlosen Fahrzeugen genehmigt, und in den USA fahren autonome Taxis bereits in mehreren Städten. Von dort bis zum Abbau des gesamten Sektors ist es ein Weg, den niemand auf weniger als vierzig Jahre datieren wagt. Der praktische Einwand ist der alte: Kosten, Laden und Haftung.

Die Schmiergelder und die Postenschmiede kommen, so der Witz, wenn die Roboter besser werden. Bis dahin hält sich die Handarbeit. Eine Küche auf- und abbauen kann eine KI nicht, und kräftig zuschlagen verlangt Hände, die es auf dem Markt noch nicht gibt.

Skepsis gegenüber Alltagsrobotik

Der Vergleich mit 3D-Druckern ist der bissigste: Man glaubte, man wirft einen Ziegel hinein und nach fünfzehn Tagen kommt eine fertige Villa heraus. Die Realität war langsamer und teurer. Mit der KI verhält es sich ähnlich: Die Demo beeindruckt, der Rollout stockt. Und in Strategie-Videospielen ist die KI weiterhin stark verbesserungswürdig, was Grund genug ist, die Prophetien nicht allzu ernst zu nehmen.

Die Vorhersage mit Vorbehalt: Es wird einen teilweisen Ersatz geben, keine Apokalypse. Weniger Menschen pro Beruf, aber nicht null. Der verstörende Datenpunkt: Die KI schreibt bereits in Foren, und niemand hat es bemerkt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (47 Antworten).

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